Entspannung in der Pause

Eine Zeit lang das Hirn mit etwas anderem oder nichts beschäftigen, in die Luft schauen oder sich ausschütteln macht das Gehirn wieder bereit fürs Weitermachen. Was Menschen als entspannend empfinden, ist jedoch sehr unterschiedlich.

Individuelle Entspannungsstrategien in der Arbeitspause

Jeder entspannt anders. Wie gut, wenn es dazu im Betrieb einen geeigneten Raum gibt, um sich für erholsame Momente allein zurückziehen zu können.

Für andere Menschen ist aber gerade eine gesellige Pause eine Form der Erholung: von der Einzelarbeit, zur Ablenkung von der Aufgabe, aber auch für das Gefühl der Zusammengehörigkeit und sozialen Unterstützung.

Pausengespräche drehen sich, um der Erholung willen, übrigens besser um Erlebnisse am Wochenende oder das gestrige Fußballspiel statt um die Arbeit. Sich bewusst mit anderen, positiven Themen zu beschäftigen, ist ideal, um neue Kraft zu schöpfen und gestärkt an die Arbeit zurückzukehren.

Entspannungstechniken in Übungen vermitteln

Arbeitgeber können auch Kurse zur Entspannung und zum Umgang mit Stress anbieten. Mit erlernbaren Entspannungstechniken können sie ihren Teams Angebote machen, den Faktor Entspannung noch besser in die Arbeitspausen einzubauen. Dazu können Entspannungsübungen in Kursen angeleitet werden. Hierfür sind Methoden wie das autogene Training, die progressive Muskelentspannung und andere Techniken gut geeignet. Solche Kurse können ein sehr wertvoller Baustein der BGF-Angebote im Unternehmen sein. 

Folgende Entspannungstechniken sind eine gute Ergänzung für jede Art von Beschäftigung und können in den Pausen als Kurs angeboten werden:

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Diese von dem amerikanischen Arzt Edmund Jacobson entwickelte Entspannungstechnik beruht auf der Erkenntnis, dass Stress und Angst die Muskulatur verkrampfen. Umgekehrt fühlen wir uns entspannt(er), wenn die Muskeln locker sind. Durch eine intensiv erlebte Entspannung der Muskeln lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kursen, sich auch innerlich zu beruhigen. Durch gezieltes Anspannen und Lösen einzelner Muskelgruppen kann der Körper vollständig entspannen. Innere Ruhe und Gelassenheit kehren dadurch zurück. Mit zunehmender Muskelentspannung sinken Puls und Blutdruck. Die Gedanken und Gefühle kommen zur Ruhe, eine wohltuende Entspannung breitet sich im ganzen Körper aus. Besonders für geistig arbeitende Personen ist diese Entspannungstechnik gut geeignet.

Autogenes Training

Das autogene Training stärkt die Fähigkeit, Stress aktiv abzubauen und seine innere Ruhe zu finden. Ziel ist es, durch die eigene Vorstellungskraft und durch bestimmte Formeln körperliche Vorgänge wie Ruhe, Schwere oder Wärme erst körperlich und dann auch psychisch als Entspannung zu erleben. Das autogene Training ist besonders für Personen geeignet, die sich selber gut zureden und durch körperliche Ruhe gut entspannen können.

Fantasiereisen

Fantasiereisen ähneln dem autogenen Training und können auch als gelenkte Tagträume bezeichnet werden. Während einer Fantasiereise läuft vor dem geistigen Auge eine Geschichte ab, die zumeist von einer anderen Person vorgelesen oder erzählt wird. Ziel einer Fantasiereise ist es, in einer Entspannung Bilder und Gefühle entstehen zu lassen, Stress abzubauen und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. In unserer Gesellschaft wird in der Regel viel mehr Wert auf das logische Denken gelegt, deswegen kommen viele von uns viel zu selten dazu, ihre Kreativität zu entfalten.

Yoga

Yoga ist eine hervorragende Möglichkeit, Stress abzuschütteln und die Beweglichkeit zu erhöhen. Dafür werden Übungen durchgeführt, die sich aus speziellen Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und einer Tiefenentspannung zusammensetzen. Die Übungen sind leicht zu erlernen. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Versicherte
Stress und Entspannung

Die AOK bietet Informationen und hilfreiche Tipps zum Umgang mit Stress sowie Angebote für mehr Entspannung im Leben.

Entspannungstipp für Menschen, die körperlich arbeiten

Körperlich mal nichts tun und sprichwörtlich die Füße hochlegen – am besten in einem eigens dafür eingerichteten Ruheraum. Für den ist sogar Platz auf der Baustelle – etwa im Baucontainer. Das sorgt für Entspannung für jeden, der körperlich anstrengende Arbeit verrichtet.

Entspannungstipp für Menschen, die viel vor dem Bildschirm sitzen

Minipausen verbringen die Beschäftigten in der Regel auch am Schreibtisch. Eine gute Möglichkeit, um dabei etwas Abstand zu gewinnen und die Augen zu entlasten: aus dem Fenster schauen und das Weiteste fokussieren, das noch zu erkennen ist.

Entspannungstipp für Menschen, die viel stehen

Idealerweise sollte eine Möglichkeit zum Rückzug für die Beschäftigten vorhanden sein, damit sie in längeren Pausen auch mal die Schuhe ausziehen und die Beine hochlegen können. Wenn die Gespräche mit den Kunden anstrengend waren, kann eine bewusste Auszeit ratsam sein. Auch dafür ist eine Rückzugsmöglichkeit wichtig, um beispielsweise über Kopfhörer Entspannungsmusik zu hören.

Entspannungstipp für Menschen im Pflegeberuf

In den Pausen sollten keine Probleme gelöst werden. Besser ist es, Möglichkeiten zur Ablenkung zu schaffen. Zum Beispiel, indem herausfordernde Erlebnisse in einem Buch als Grundlage für lösungsorientierte Reflexion in Dienstbesprechungen notiert werden.

Stand

Erstellt am: 01.07.2019

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