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Spinning: 7 gute Gründe fürs Indoor-Cycling

Ein Gruppe sportlicher Personen machen Spinning in einem Fitnessstudio.

© iStock / skynesher

Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 28.06.2021

Spinning ist die perfekte Ausdauersportart nicht nur im Winter. Ob im Fitnessclub oder auf dem Heimtrainer: Das schnelle Radeln trainiert den Körper auf vielfältige Weise. Hier finden Sie sieben gute Gründe, mit dem Spinning anzufangen.

Inhalte im Überblick

    Was ist Spinning?

    Spinning ist eine Ausdauersportart, die auf einem stationären Fahrrad, dem sogenannten Spinning-Bike, meist in Fitnessstudios oder Sportvereinen durchgeführt wird. Im Unterschied zum herkömmlichen Fahrrad hat ein Spinning-Bike keine Laufräder, sondern nur ein Schwungrad. Die Kraftübertragung erfolgt dabei über die Kette auf eine Schwungscheibe. Es gibt keinen Leerlauf und keine Bremsen und dementsprechend keine Rollphasen wie beim normalen Fahrradfahren. Da die Beine in Bewegung bleiben und man ständig treten muss, ist der Bewegungsablauf runder, das Training aber zugleich anstrengender. 

    Wie läuft das Spinning ab?

    Beim Spinning wird in der Regel mit rhythmischer Musik und unter Anleitung eines Spinning-Instructors trainiert, der die Teilnehmenden motiviert. Dieser gibt die Trittfrequenz, die Fahrweise und den Widerstandsbereich vor, wobei der Widerstand – je nach Kondition des Trainierenden – individuell eingestellt werden kann. Eine Trainingseinheit dauert zwischen 45 und 60 Minuten und besteht meist aus mehreren Intervallen – zu Beginn mit einer Aufwärmphase und zum Ende mit einer Erholungsphase sowie einer Stretching-Einheit. 

    Welche Muskeln trainiert Spinning?

    Regelmäßiges Strampeln auf dem Spinning-Bike trainiert vor allem die Oberschenkel-, Waden- und Gesäßmuskulatur. Auch die Rumpfmuskulatur wie die vorderen und seitlichen Bauchmuskeln sowie die Rückenstrecker werden beansprucht. Davon profitiert auch die Haltung. Das Abstützen auf dem Lenker beim Wiegetritt strafft zusätzlich die Arme und stärkt durch die Ausgleichsbewegungen die Oberkörpermuskulatur.  

    Was ist der Unterschied zwischen Spinning und Indoor-Cycling?

    Die Unterschiede zwischen den beiden Sportarten sind sehr gering. Manchmal werden die Begriffe auch synonym verwendet. In beiden Fällen handelt es sich um ein Fahrradtraining in geschlossenen Räumen. In der Regel bezeichnet Spinning eine Form des Gruppentrainings zu meist treibender Musik und mit Unterstützung eines Trainers. Mit Indoor-Cycling ist dagegen eher das spezifische Radtraining der Radsportler gemeint. Diese trainieren nicht zwangsläufig in einer Gruppe im Fitness-Studio oder Sportverein, sondern oftmals allein zu Hause. Radsportler können ihr Training auch auf einem sogenannten Cycle-Trainer (Rollentrainer) durchführen, auf dem sie ihr Rennrad oder Mountainbike einspannen – oder sie nutzen ein Spinning-Rad.

    Wie gut ist Spinning-Training?

    Spinning ist ein besonders effektives Ausdauertraining, das den Körper auf vielfältige Weise fordert. Es hilft insbesondere im Winter, fit zu bleiben, aber auch zu allen anderen Jahreszeiten. Spinning eignet sich auch für diejenigen, die schon länger keinen Sport getrieben haben, da sich der Widerstand und die Trittfrequenz individuell dosieren lassen. Hier kommen sieben gute Gründe, um dem Spinning zu beginnen:

    Eine junge Frau trainiert auf einem Spinning-Bike in ihrem Wohnzimmer

    © iStock / SimonSkafar

    Welche Ausrüstung benötigt man zum Spinning?

    Zum Spinning benötigt man funktionelle Sportkleidung. Geeignet sind beispielsweise Leggings oder Radlerhosen eventuell mit einer Polsterung im Gesäßbereich. Enge Hosen haben den Vorteil, dass man sich nicht mit den Beinen im Tretlager verfängt. Da man beim Training leicht ins Schwitzen gerät, sind atmungsaktive Oberteile sinnvoll, die den Schweiß gut nach außen transportieren.

    Eine wichtige Rolle beim Spinning spielen die Schuhe. Diese sollten eine rutschfeste Sohle haben und genug Halt beim schnellen Treten bieten. Ansonsten kann man leicht abrutschen und sich verletzen. Wer regelmäßig trainiert, sollte die Anschaffung spezieller Klickschuhe erwägen. Diese rasten direkt auf den Pedalen ein, geben mehr Halt und übertragen die Kraft noch effizienter. Bei vielen Kurs-Anbietern kann man sich diese Schuhe auch ausleihen.

    Zudem sollte beim Spinning eine Trinkflasche immer in Reichweite sein, um den Flüssigkeitsverlust ausgleichen zu können. Das ist besonders wichtig bei langen und schweißtreibenden Trainingseinheiten.

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    Kann Spinning gefährlich werden?

    Beim Spinning kann es problematisch werden, wenn Teilnehmer mit besser Trainierten in der Gruppe mithalten möchten. Wichtig ist daher, die Intensität allmählich zu steigern und sich nicht zu überfordern. Hilfreich beim Training ist eine Pulsuhr - vor allem Anfänger sollten ihren Puls im Auge behalten. Dabei können sie sich an eine einfache Formel halten, indem sie ihr Lebensalter von der Zahl 180 abziehen. Plus/minus zehn Schläge ergibt sich daraus der ideale Pulsbereich für aerobes Training und damit auch fürs Spinnig. In dieser sogenannten aeroben Zone bezieht der Körper mithilfe von Sauerstoff aus Kohlenhydraten und Fetten Energie. 

    Wer länger keinen Sport getrieben hat, sollte sich vorher vom Arzt durchchecken lassen. Für Anfänger lohnt sich der Besuch eines Einsteigerkurses. Optimal sind zwei bis drei Kurseinheiten pro Woche. Vorsicht ist angesagt bei einer bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankung, wie Bluthochdruck oder einer Herzgefäßerkrankung. Grundsätzlich gilt jedoch: Passt man die Intensität des Trainings der eigenen Leistungsfähigkeit an und überprüft die Herzfrequenz mittels einer Pulsuhr, dann ermöglicht Spinning ein effektives und zugleich gesundheitsförderndes Ausdauertraining.

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