Fitness
Freiwasserschwimmen: So gesund ist das Schwimmen in der Natur
Veröffentlicht am:29.04.2026
4 Minuten Lesedauer
Seen, Flüsse, Meer: Freiwasserschwimmerinnen und -schwimmer berichten von besserer Stimmung, weniger Stress und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Das sagt die Forschung zu dem beliebten Hobby.

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Was ist Freiwasserschwimmen?
Freiwasserschwimmen, auf Englisch „open-water-swimming“, bezeichnet Schwimmen in natürlichen Gewässern wie Seen, Flüssen und Meeren, abseits von Schwimm- und Freibädern.
Was früher vor allem Triathletinnen und Triathleten, Ausdauersportlerinnen und Ausdauersportlern vorbehalten war, erfreut sich heute einer wachsenden Fangemeinde. Besonders die COVID-19-Pandemie hat dem Trend einen zusätzlichen Schub gegeben, da Freiwasserschwimmen draußen und ohne Infrastruktur möglich ist.
Warum fühlt sich Freiwasserschwimmen anders an als Schwimmen im Schwimmbad?
Schwimmen an sich ist gut für Körper und Geist – egal, ob im Hallenbad oder im See. Doch das Freiwasser bietet einen messbaren Mehrwert. In einer großen internationalen Studie mit Daten aus 19 Ländern zeigte sich, dass das Wohlbefinden im Freiwasser rund neun Prozent höher ist als im Freibad – und das, nachdem beeinflussende Faktoren wie Alter, Einkommen und Begleitpersonen herausgerechnet wurden.
Der entscheidende Grund dafür ist das Gefühl von Freiheit. Im Freiwasser gibt es keine Bahnen mit einem bestimmten Tempo und keine Regeln. Dieses Gefühl wird sowohl von Schwimmlehrenden als auch von den Freiwasserschwimmenden selbst als zentraler Aspekt des hervorgehoben.
Was bringt Freiwasserschwimmen für die mentale Gesundheit?
Wer im Freiwasser unterwegs ist, kann auch etwas für seine psychische Gesundheit tun. Die Forschung zeigt: Freiwasserschwimmen kann die Stimmung verbessern, Stress reduzieren und sogar Symptome von Angst und Depressionen lindern.
Die positiven Effekte zeigen sich nicht nur bei erfahrenen Freiwasserschwimmern – und schwimmerinnen, sondern auch bei Anfängerinnen und Anfängern. Laut einer Studie verbesserte sich die Stimmung von Personen, die zum ersten Mal ins offene Gewässer gingen, messbar.
Freiwasserschwimmerinnen und -schwimmer berichten zudem, dass die positiven Effekte über die Zeit im See oder Fluss hinaus anhalten. Nach ihren Aussagen blieb ihre Stimmung noch Stunden danach oder für den restlichen Tag besser. Sie berichteten, dass sie sich im Wasser im Hier und Jetzt fühlten, da das kalte Gewässer keine Ablenkung zulässt.

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Wie wirkt sich Freiwasserschwimmen auf die mentale Gesundheit aus?
Wer im Freiwasser schwimmt, kann dies als befreiend, entlastend und stabilisierend empfinden. Eine Probandin in einer Studie beschreibt das Gefühlt als eine Art „Reset-Prozess“, der ihr hilft, auch belastende Phasen besser zu bewältigen.
Zugleich scheint das regelmäßige Schwimmen die psychische Widerstandskraft zu stärken. Die Teilnehmenden beschreiben, dass die Erfahrung im Wildwasser zu schwimmen, ihre Resilienz aufbaut und ihnen mehr Vertrauen gibt, auch herausfordernde Lebenssituationen zu meistern.
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Was sollten Freiwasserschwimmerinnen und -schwimmer beachten?
Beim Freiwasserschwimmen gibt es zusätzliche Risiken wie Strömungen, Wasserqualität oder niedrige Temperaturen. Viele Schwimmerinnen und Schwimmer kennen diese Gefahren und treffen in der Regel Vorkehrungen, um ihr persönliches Risiko im Wasser zu verringern.
Entscheidend ist beim Freiwasserschwimmen vor allem die Wahl des Gewässers. Informieren Sie sich vorab beispielsweise über die Wasserqualität, Strömungen und andere Nutzer des Gewässers. Bootsverkehr kann unter Umständen zu einer Gefahr werden. Das gilt besonders, wenn man größere Gewässer durchquert.
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