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Die häufigsten Ursachen für Herzinsuffizienz

Eine ältere Frau mit Herzinsuffizienz muss eine Pause auf ihrem Spaziergang machen. Ein Mann hilft ihr.

© iStock / KatarzynaBialasiewicz

Lesezeit: 4 Minuten13.06.2022

Das Herz ist eines der wichtigsten Organe. Schwächelt es, wie bei einer Herzinsuffizienz, kann das ernste Folgen haben. Doch wie kommt es dazu, dass es schwächer schlägt?

Inhalte im Überblick

    Was ist eine Herzinsuffizienz?

    Eine Herzinsuffizienz ist eine Herzschwäche und tritt auf, wenn der Herzmuskel nicht mehr in vollem Umfang leistungsfähig ist. Eine Herzinsuffizienz ist somit eine krankhafte Unfähigkeit des Herzens, genügend Blut durch den Körper zu pumpen.

    Tritt eine Herzinsuffizienz plötzlich neu auf oder kommt es zu einer raschen Verschlechterung, wird sie als akut bezeichnet. Besteht sie über längere Zeit und schreitet fort, ist von chronischer Herzinsuffizienz die Rede. Auch wird zwischen einem Pumpversagen des rechten, des linken oder des gesamten Herzens unterschieden. Fast vier Millionen Deutsche leiden an einer Herzinsuffizienz. Sie wird den sogenannten Volkskrankheiten zugeordnet und ist eine der häufigsten Todesursachen.

    Je weiter eine Herzinsuffizienz fortgeschritten ist, desto stärker prägen sich die damit einhergehenden Symptome aus. Da das Blut durch die schwache Pumpleistung nicht mehr ausreichend im Körper zirkulieren kann, werden die Organe unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das führt in der Folge zu Atemnot und Leistungsminderung. Auch Wassereinlagerungen in Beinen, Knöcheln und Lunge sowie nächtlicher Harndrang sind charakteristische Anzeichen einer Herzinsuffizienz.

    Je früher mögliche Risikofaktoren und Ursachen einer Herzinsuffizienz aufgedeckt werden, umso einfacher ist die Vorbeugung und Behandlung.

    Chronische Herzinsuffizienz: Die häufigsten Ursachen und Vorerkrankungen

    Herzinsuffizienz entsteht nicht grundlos. Meist ist eine andere Erkrankung der Auslöser. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

    • Koronare Herzkrankheit
    • Bluthochdruck
    • Herzrhythmusstörungen
    • Herzklappendefekte
    • Erkrankungen des Herzmuskels (Kadiomyopathien)

    Diese Ursachen gelten ebenso als Risikofaktoren für die Entstehung einer Herzinsuffizienz. So kann zum Beispiel ein chronischer Bluthochdruck sowohl Ursache für eine Herzschwäche sein, als auch ein Risikofaktor, der die Entwicklung einer Herzschwäche begünstigt. Menschen, die unter den folgenden Krankheitsbildern leiden, sollten daher besonders achtsam sein.

    Herzinsuffizienz durch Koronare Herzkrankheit

    Eine Koronare Herzkrankheit ist gekenntzeichnet durch die Verengungen der Herzkranzgefäße, welche das Herz mit Sauerstoff versorgen. Diese Verengungen kommen durch Ablagerungen von Cholesterin und Entzündungsprozessen in den Gefäßwänden zustande, was auch als Arteriosklerose bekannt ist. Im Verlauf entsteht eine Herzinsuffizienz, weil die schlechte Sauerstoffversorgung den Herzmuskel schädigt und somit die Pumpleistung abfällt.

    Herzinsuffizienz infolge von Herzinfarkt

    Kommt es (meist infolge einer Koronaren Herzkrankheit) zu einem Herzinfarkt, wird die Blutzufuhr in einem Bereich des Herzens schlagartig unterbrochen. Dies führt zum Absterben der Herzmuskelzellen und es entsteht in dem betroffenen Bereich eine Narbe. Dadurch ist das Muskelgewebe geschwächt, wodurch die Herzleistung abnimmt und eine dauerhafte Herzinsuffizienz entstehen kann.

    Herzinsuffizienz durch zu hohen Blutdruck

    Bei einem hohen Blutdruck besteht in den Blutgefäßen des Körpers ein erhöhter Widerstand gegen den das Herz anpumpen muss. Anfangs kann der Herzmuskel das noch kompensieren, doch auf lange Sicht ist die Dauerbelastung schädlich. Das Herz nimmt an Muskelmasse zu und die Herzhöhlen vergrößern sich. Hält dieser Zustand an, überdehnt sich der Herzmuskel allmählich, wodurch die benötigte Pumpleistung nicht mehr erbracht werden kann.

    Herzinsuffizienz als Folge von Herzrhythmusstörungen

    Eine Herzrhythmusstörung bezeichnet die unregelmäßige Abfolge des Herzschlags und äußert sich häufig in Form von Herzrasen, Herzstolpern, Unruhe, Schwindelgefühl oder Übelkeit. Während der normale Ruhepuls eines Erwachsenen bei etwa 60 bis 80 Schlägen pro Minute liegt, ist er bei Herzrhythmusstörungen entweder dauerhaft zu langsam oder zu schnell. Häufig sind Herzrhythmusstörungen Folge anderer Herzerkrankungen und führen zu einer ungeregelten Muskelaktivität.

    Schädigungen oder Entzündung der Herzklappen

    Das Herz leitet das Blut durch vier Kammern, die durch Klappen voneinander getrennt sind. Diese Klappen funktionen wie Ventile und sollen verhindern, dass das Blut zurückfließt. Ist eine Klappe kaputt, kommt es zu einem Rückfluss und zu einer Volumenüberlastung der betroffenen Herzkammer. Diese Volumenüberlastung führt über die Zeit zu einem Ausleihern des Herzmuskels mit anschließender Herzinsuffizienz.

    Senioren mit Herzinsuffizienz treiben Sport unter Anleitung einer Physiotherapeutin.
    Mit einem aktiven Lebensstil und mehr Bewegung im Alltag lassen sich die Auswirkungen der Herzinsuffizienz und somit die Beschwerden verringern.

    © iStock / Ridofranz

    Unser Tipp: Bei Herzschwäche Ursachen auf den Grund gehen

    Um eine bestehende Herzinsuffizienz zu behandeln, ist die Einnahme geeigneter Medikamente empfehlenswert. Sie sollen die Herzleistung verbessern und somit Atemnot und Leistungseinschränkung verringern. Sprechen Sie hierzu mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

    Für eine langfristige Besserung liegt der Schlüssel in vielen Fällen jedoch nicht nur in der medikamentösen Therapie, sondern auch in grundlegenden Veränderungen des Lebensstils. Dazu zählen unter anderem:

    Die AOK an Ihrer Seite

    Bei Bestehen einer Koronaren Herzkrankheit unterstützt die AOK ihre Versicherten mit dem AOK-Curaplan Koronare Herzkrankheit.

    Das Disease-Management-Programm (DMP) richtet sich an Menschen, die durch eine Koronare Herzerkrankung an Engegefühl und Schmerzen in der Brust leiden oder bereits einen Herzinfarkt erlitten haben. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Übersichtsseite zum AOK-Curaplan Koronare Herzkrankheit.

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