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Herzinsuffizienz: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Ältere Menschen treiben trotz Herzinsuffizienz Sport.

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Lesezeit: 3 Minuten21.04.2021Aktualisiert: 24.05.2022

Wenn der Lebensmotor an Leistung verliert, spüren die Betroffenen das oft frühzeitig. Wird eine Herzinsuffizienz rechtzeitig diagnostiziert, und nicht erst wenn die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist, lassen sich viele Probleme vermeiden.

Inhalte im Überblick

    Herzschwäche: Wenn das Herz schwächer wird

    Echt stark, was das Herz tagtäglich leistet. Jede Minute pumpt es vier bis sechs Liter Blut durch den Körper. Das sind mehr als 8.600 Liter am Tag, bei im Schnitt 100.000 Schlägen. Eigentlich. Denn es kann& mit der Zeit schwächer werden und an Pumpkraft verlieren. Mediziner sprechen dann von einer Herzinsuffizienz. Laut der Deutschen Herzstiftung leiden derzeit geschätzt zwei bis drei Millionen Menschen in Deutschland daran – weit mehr als doppelt so viele wie im Jahr 1995. Da die Menschen immer älter werden, wird diese Zahl wohl auch weiter steigen.

    Das Problem: Eine Herzschwäche entwickelt sich oft schleichend und wird nicht immer frühzeitig erkannt. Mittlerweile ist sie der häufigste Grund für einen Klinikaufenthalt und die dritthäufigste Todesursache unter allen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei kann man sie mit Medikamenten gut behandeln und so ein Fortschreiten aufhalten.

    Symptome einer Linksherzinsuffizienz

    Wer auf sein Herz hört, kann dessen Warnzeichen erkennen. Wenn die linke Herzkammer nicht mehr genug sauerstoffreiches Blut in den Körper pumpt, dann sind Muskeln und Organe unterversorgt und es kann ein Blutrückstau in der Lunge entstehen. Betroffene sind schnell erschöpft und leicht aus der Puste. Wer das schon beim Treppensteigen oder Gärtnern bemerkt, sollte dringend zum Arzt gehen. Hier kann bereits eine Herzschwäche der Stufe II vorliegen (siehe unten).

    Symptome einer Rechtsherzinsuffizienz

    Ist – oft zusätzlich – die rechte Herzkammer geschwächt, wird nicht genug „verbrauchtes“ Blut in die Lunge zurückgepumpt. Es staut sich in den Venen, was zu Wasseransammlungen im Gewebe führt. Betroffene haben geschwollene Beine, nehmen schnell an Gewicht zu oder müssen nachts oft zur Toilette.

    Ursachen einer Herzinsuffizienz

    Doch warum wird das Herz schwächer? Meist ist es die Folge einer anderen Erkrankung, die den Herzmuskel oder die Blutgefäße geschädigt hat. Die häufigsten Ursachen sind eine Koronare Herzkrankheit (KHK) und ein Herzinfarkt.

    Eine weitere stille Gefahr ist Bluthochdruck. Viele Menschen haben zu hohe Werte, ohne es zu wissen – und ahnen daher auch nichts von einer möglichen beginnenden Herzschwäche. Es lohnt sich daher, für eine Gesundheitsuntersuchung zur Hausärztin oder zum Hausarzt zu gehen. Dabei werden das Herz abgehört und Werte wie Blutdruck und Blutfette ermittelt, die Hinweise auf die Herzgesundheit geben.

    Eine Herzinsuffizienz hat vier Schweregrade

    Eine Herzschwäche wird laut der offiziellen Klassifikation der New York Heart Association (NYHA) in vier Schweregrade eingeteilt:

    • Stufe I: Die Leistungsfähigkeit ist normal. Mit bestimmten Untersuchungen lässt sich eine verringerte Herzleistung aber feststellen.
    • Stufe II: Leicht eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Probleme bei stärkerer Belastung wie Bergaufgehen oder Treppensteigen.
    • Stufe III: Die Leistungsfähigkeit ist stark eingeschränkt. Schon bei leichter Belastung treten Atemnot oder Erschöpfung auf.
    • Stufe IV: Beschwerden bei allen Aktivitäten, sogar in Ruhe. Manche Betroffene sind bettlägerig.
    Älteres Paar macht Nordic Walking trotz Herzinsuffizienz.

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    Herzinsuffizienz: Behandlung und Therapiemöglichkeiten

    Wer schnell erschöpft und außer Atem ist, sollte so bald wie möglich ärztliches Fachpersonal aufsuchen. Findet das durch Abhören, EKG oder eine Blutuntersuchung Anzeichen für eine Herzschwäche, überweist es den Patienten zur Kardiologin oder zum Kardiologen. Dort wird zunächst eine spezielle Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) durchgeführt.

    In frühen Stadien kann eine weitere Verschlechterung der Pumpleistung des Herzens mit Medikamenten hinausgezögert werden. Ist das Herz bereits sehr schwach, können spezielle Schrittmacher, implantierte Defibrillatoren oder im schlimmsten Fall eine Transplantation nötig werden.

    Dank solcher Therapiemöglichkeiten ist nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie die Zahl der Patienten, die an einer Herzschwäche sterben, seit 1990 um fast die Hälfte gesunken.

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