Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Hessen
Ort/Kasse korrigieren
Beratungscenter werden geladen ...

Hilfe bei Reisebeschwerden

Ganz gleich ob mit Auto, Bahn, Bus oder Flugzeug – es können überall Reisebeschwerden auftreten. Meist halten sie nur kurz an und sind nach der Ankunft schnell vergessen. Lesen Sie, wie Sie Ihre Autofahrt oder Ihren Flug möglichst angenehm gestalten.

Flugzeugflügel über den Wolken – Stocksy United 1325671 © Zoran Djekic

Übelkeit auf Autofahrten

Das Auto bietet Ihnen die größte Freiheit. Sie können Abfahrtszeit, Route, Pausen und die Verpflegung selbst bestimmen. Doch vor allem Mitfahrern auf der Rücksitzbank kann es leicht übel werden. Sie leiden unter Kinetose – der „Bewegungskrankheit“. Sie tritt übrigens nicht nur beim Autofahren, sondern ebenfalls auf See und im Flugzeug auf. Es handelt sich um die körperliche Reaktion auf widersprüchliche Informationen der Sinneseingänge ans Gehirn: Zum Beispiel melden die Augen, dass sich der Körper bewegt, aber das Gleichgewichtsorgan vermittelt jedoch das Gegenteil. Bei vielen Menschen, besonders bei Kindern, kann das zu Kaltschweißigkeit, Blässe, Übelkeit und Erbrechen führen. 

  • Planen Sie die Route gut. Die kürzeste Strecke ist nicht immer die beste. Kurvige Abschnitte sollten Sie möglichst umfahren.
  • Ausreichend Wasser mitnehmen.
  • Hauptsächlich leichte Kost wie Obst, Gemüsesnacks oder fettarm belegte Brote einpacken.
  • Machen Sie mindestens alle zwei Stunden Pause und bewegen Sie sich etwas. Sie können die Fahrt auch für Abstecher zu Sehenswürdigkeiten unterbrechen.
  • Ein Klima von ungefähr 21 bis 23 Grad im Wagen halten, bei großer Hitze etwas mehr.
  • Richtige Sitzeinstellung des Fahrers: Die Handgelenke reichen gerade bis zum Steuerkranz, das Bein ist leicht gebeugt, Schulterblätter berühren die Lehne und der Sitz endet zwei Finger breit vor der Kniekehle.
  • Bleiben Sie locker, auch wenn es schwerfällt: Statt über verstopfte Straßen zu schimpfen, zucken Sie einfach mit den Schultern. Am besten ein paar Mal hintereinander. Das entspannt zugleich die Muskulatur.
  • Gegen Übelkeit im Auto hilft, aus dem Fenster zu schauen und einen Punkt am Horizont zu fixieren. Setzen Sie sich weder mit leerem, noch mit zu vollem Magen ins Auto. Das verstärkt die Übelkeit. Erwachsene Mitfahrer, die häufig unter Reiseübelkeit leiden, am besten auf dem Beifahrersitz platzieren.

Gegen Reisebeschwerden im Flugzeug

Das Flugzeug ist das schnellste Reisemittel. Aber auch hier kann es zu Problemen mit dem Gleichgewichtssinn kommen und Übelkeit entstehen.

  • Weite und bequeme Kleidung für den Flugtag wählen.
  • Statt Kontaktlinsen lieber eine Brille tragen.
  • Rechtzeitig und ausgeruht zum Flughafen fahren und vorher nur eine leichte Mahlzeit essen.
  • Während des Fluges ausreichend trinken, am besten stilles Wasser, Kräutertee, Frucht- und Gemüsesäfte. Auf Alkohol verzichten, er weitet die Blutgefäße und lässt so die Beine schneller anschwellen.
  • Schuhe ausziehen.
  • Bewegungsübungen für die Wadenmuskulatur und häufiges Aufstehen beugen Thrombose vor. Wer ein erhöhtes Risiko hat, sollte sich zudem mit Kompressionsstrümpfen ausrüsten.
  • Auf fette Speisen, schwarzen Tee, Cola und Alkohol sowie auf Kaffee verzichten.
  • Eine Schlafbrille oder eine Sonnenbrille sorgt für besseren Schlaf.

Flugangst

Fast jeder Zehnte hat laut Umfragen von Meinungsforschungsinstituten Angst vorm Fliegen. Flugangst (Aviophobie) setzt sich aus verschiedenen Ängsten zusammen. Ärzte sprechen bei der Flugangst von einer spezifischen, situationsbezogen Phobie. Am häufigsten ist die Angst vor dem Ausgeliefert sein und nicht raus zu können. Hinzu kommt die Befürchtung, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren. Andere Betroffene haben Angst vor Turbulenzen und einem möglichen Absturz, ohne selbst helfen zu können. Weitere Varianten der Flugangst sind die Angst vor Höhe und die Angst vor terroristischen Anschlägen. Die Gedankenschleifen können sich bis zu Panikattacken steigern. Die körperlichen Symptome reichen von Herzklopfen, Zittern, Schwindel, Übelkeit, Schweißausbrüchen, Magen-Darm-Beschwerden bis hin zur Atemnot. Die Flugangst erzeugt Energie, die eigentlich für Angriff und Flucht gedacht ist. Beides ist im Flugzeug nicht möglich. Es gilt also, Energie zu kanalisieren und umzulenken. Wie das geht, lernt man beispielsweise in Entspannungskursen.

  • Die Reise möglichst ohne Termindruck beginnen. Rechtzeitig am Flughafen sein, eventuell den „Vorabend-Check-In“ oder aber den „Web-Check-In“ nutzen.
  • Lieblingsplätze vorher reservieren. Wer auf einem der begehrten Fenster- oder Gangplätze sitzt, fühlt sich womöglich direkt entspannter.
  • Vorher planen, wie Sie die Zeit an Bord angenehm gestalten können: zum Beispiel durch Lesen, Hörbücher, Musik oder Filme auf dem Smartphone.
  • Beim Einsteigen der Bordcrew mitteilen, dass Sie Flugangst haben. Vielleicht sogar fragen, ob es möglich ist, kurz mit dem Piloten zu sprechen. Es kann Sicherheit geben, wenn Sie wissen, wer das Flugzeug fliegt.
  • Tief Luft holen: Schon einfache Atemübungen wie das Seufzen helfen, die Anspannung im Brustbereich zu lockern.

Jetlag

Ein Jetlag dauert etwa so viele Tage, wie Zeitzonen durchflogen wurden. So lautet eine Daumenregel. Demnach ist ein Jetlag von sechs Stunden nach sechs Tagen kompensiert. Beim Jetlag stimmt die innere Uhr nicht mehr mit der Tageszeit am Zielort überein. Unser Körper reagiert mit Schlafproblemen und Übermüdung. Das lässt sich nicht völlig vermeiden, aber mit bestimmten Verhaltensweisen stark abschwächen.

  • Stellen Sie beim Abflug Ihre Uhr auf die Uhrzeit des Zielortes ein, das hilft mental.
  • Versuchen Sie, sich bei Ankunft gleich dem neuen Tag-Nacht-Rhythmus anzupassen.
  • Meiden Sie starke körperliche Anstrengung direkt nach der Ankunft.
  • Machen Sie entspannende Spaziergänge, am besten in der Sonne, denn die steuert die innere Uhr.
  • Da Westflüge den Tag verlängern, sollten Sie den Flug gut ausgeruht antreten.
  • Fliegen Sie in östliche Richtung, sollten Sie bereits müde sein.
  • Schlaftabletten können die eigene innere Uhr nicht überlisten. Ebenfalls nicht sinnvoll: Hormonpräparate gegen Jetlag.
Kontakt zu meiner AOK Hessen

Meinen Ansprechpartner finden

24 Stunden täglich und kostenfrei

Weitere Kontaktangebote

Newsletter

Gute Laune garantiert mit Deinem AOK-Newsletter und vielen Tipps

Um einen RSS-Feed zu abonnieren, benötigen Sie einen Browser, der RSS unterstützt. Die aktuellen Standardbrowser (z. B. Mozilla Firefox, Internet Explorer oder Chrome) unterstützen RSS-Feeds. Um die Feeds zu abonnieren, klicken Sie bitte auf den unten angegebenen Link. Benennen Sie den RSS-Link nach Ihren Wünschen und speichern Sie ab. Über eine neue Schaltfläche in Ihrem Browser können Sie dann die News erreichen.
Die RSS-Technologie ermöglicht Ihnen die tagesaktuellen News aus der Themenwelt der aok.de einfach und bequem zu abonnieren. Sie können sich unsere News-Themen in ihrem Browser oder einem RSS-Reader anzeigen lassen. Teilweise unterstützen auch Bildschirmschoner und E-Mail-Programme den RSS-Feed. Sie können daher die News sehr flexibel einsetzen.