Digitale Unbedenklichkeitsbescheinigung

Das Verfahren zur Beantragung und Übermittlung von Unbedenklichkeitsbescheinigungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung wird digitalisiert. Arbeitgeber beantragen daher Unbedenklichkeitsbescheinigungen seit 2024 nur noch elektronisch.

Keine Bescheinigungen mehr auf Papier

Die Unbedenklichkeitsbescheinigungen sind für Unternehmen wichtig, die für öffentliche Aufträge bieten. Damit bescheinigen Krankenkassen, dass ein Unternehmen pünktlich und regelmäßig die Sozialversicherungsbeiträge abführt. Seit dem 1. Januar 2024 wird das Verfahren zur Beantragung und Übermittlung von Unbedenklichkeitsbescheinigungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung durch ein vollständig digitalisiertes Verfahren ersetzt.

Bietende bei der Vergabe öffentlicher Aufträge beantragen daher Unbedenklichkeitsbescheinigungen ab diesem Zeitpunkt elektronisch. Da sich der Bedarf für Unbedenklichkeitsbescheinigungen in der Regel auf bestimmte Wirtschaftsbereiche beschränkt, wird das Verfahren als Zusatzmodul „elektronisches Antrags- und Bescheinigungsverfahren UB (Unbedenklichkeitsbescheinigung“) zum Basismodul in den Entgeltabrechnungsprogrammen deklariert. Das heißt, nicht alle systemuntersuchten Entgeltabrechnungsprogramme bieten die digitale Umsetzung an. Eine Beantragung ist ab Juli 2024 auch über das SV-Meldeportal möglich. Die Rückmeldung durch die Krankenkasse erfolgt ebenfalls elektronisch.

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Unbedenklichkeitsbescheinigungen beantragen

Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie in der Rubrik Tools.

Unbedenklichkeitsbescheinigungen im Abo

Die digitalen Unbedenklichkeitsbescheinigungen können Arbeitgeber auch im „Abonnement“ anfordern. Sie erhalten dann – vorausgesetzt die Bedingungen sind weiterhin erfüllt – automatisch vor Ablauf der Bescheinigung eine neue Bescheinigung von der Krankenkasse übermittelt. Melden Arbeitgeber ihre Beschäftigten zu verschiedenen Krankenkassen, beantragen sie bei der jeweiligen Krankenkasse, bei der ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin versichert ist, die Unbedenklichkeitsbescheinigung. 

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Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigungen

Wenn die Beitragsnachweise und Zahlungen zum Zeitpunkt des Antrags und in den sechs Monaten zuvor vollständig und rechtzeitig abgegeben wurden, stellt die Einzugsstelle, also die Krankenkasse, eine sogenannte qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus.

Liegen aktuell zwar keine Beitragsrückstände vor, gab es aber in der Vergangenheit Probleme mit den Beitragsnachweisen beziehungsweise mit der Zahlung, stellt die Krankenkasse eine einfache Unbedenklichkeitsbescheinigung aus.

Stand

Zuletzt aktualisiert: 23.01.2024

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