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Trockene Haut im Winter: Tipps zur richtigen Pflege

Eine Frau cremt sich ihre Hände mit einer Hautcreme ein.

© iStock/dragana991

Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 18.02.2021

Klirrende Temperaturen, trockene Heizungsluft und kalter Wind: Im Winter wird die Haut stark strapaziert. Oft reagiert sie darauf empfindlich. Da sich die Auslöser nicht komplett vermeiden lassen, hilft vor allem die richtige Hautpflege.

Warum bekomme ich im Winter trockene Haut?

Trockene Heizungsluft entzieht unserer Haut Feuchtigkeit, macht sie empfindlich und rau. Die Haut kann im Winter draußen bei kalten Temperaturen auch deshalb austrocknen, weil die Luftfeuchtigkeit wesentlich geringer ist als im Sommer. Zudem ziehen sich in der Kälte die Blutgefäße unter der Haut zusammen, um die Wärme im Körperinneren zu halten. Die Blutzufuhr zur Haut wird heruntergefahren und sie sieht blass aus. Hierdurch vermindert sich auch die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr und somit auch der Stoffwechsel.

Fallen die Temperaturen, produzieren die Talgdrüsen immer weniger Fett bzw. das Fett kommt durch die höhere Viskosität immer schlechter aus den Drüsen auf die Hautoberfläche. Fehlt der Fettfilm, verdunstet Wasser schneller von der Hautoberfläche. Trockene Heizungsluft verstärkt diesen Effekt.

Neben diesen Einflüssen können weitere Faktoren dazu beitragen, dass die Haut austrocknet, insbesondere Rauchen, zu häufige und zu heiße Bäder oder Duschbäder oder zu aggressive Seifen. Nicht zuletzt spielt auch das Alter bei vielen Menschen eine Rolle: Denn je älter die Haut wird, desto weniger Fette kann sie bilden und Feuchtigkeit speichern.

Die richtige Pflege bei trockener Haut

Wer im Winter unter trockener Haut leidet, sollte vor allem auf die richtige Pflege achten. Feuchtigkeitsspendende Cremes erhalten die natürliche Schutzbarriere der Haut. Sie dürfen in der kälteren Jahreszeit durchaus auch etwas reichhaltiger sein, also mehr Fett enthalten. Zudem helfen Präparate, die drei bis zwölf Prozent Harnstoff (Urea) enthalten. Sie spenden besonders gut Feuchtigkeit und binden sie in der Haut. Auf eigentlich gesunde pflanzliche Zutaten wie Teebaumöl oder Wollwachs können manche Menschen allergisch reagieren. Verschlechtert sich die Haut unter der Pflege, können Sie es mit einer sogenannten Basiscreme aus der Apotheke versuchen, bei der keinerlei allergene Stoffe enthalten sind.

Beim Händewaschen und Duschen ist es ratsam, auf milde rückfettende Waschlotionen zurückzugreifen und die Haut nicht zu lange mit heißem Wasser zu reinigen. Empfohlen wird, nicht länger als zehn Minuten und eher warm als heiß zu duschen oder zu baden. Wer den Abwasch von Hand erledigt, kann die Haut zusätzlich durch Gummihandschuhe schützen. Beim Winterspaziergang oder anderen Aktivitäten in kalter Luft ist es zudem wichtig, so viel Haut wie möglich durch Kleidung einzuhüllen.

Trockener Haut vorbeugen

Ob eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme Anzeichen von trockener Haut vermindert, wurde in einer systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Fazit: Durch eine hohe Flüssigkeitszufuhr kann man trockene Haut nicht verbessern. Flüssigkeitsmangel ist jedoch erwiesenermaßen schlecht für die Haut. Daher empfiehlt es sich, auch im Winter immer genug zu trinken, mindestens 1,5 Liter pro Tag, am besten Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsaftschorle. 

Zudem versorgt eine ausgewogene Ernährung die Haut mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. So bleibt sie gesund und kann äußeren Einflüssen besser standhalten.

Wann zum Arzt bei trockener Haut?

Trockene Haut, die in den Wintermonaten auftritt und sich unter guter Pflege wieder bessert, ist in der Regel nicht krankhaft. Der Verzicht auf langes, häufiges und vor allem heißes Duschen bzw. Baden, die Verwendung von milden, rückfettenden Waschlotionen und Reinigungsmitteln sowie die Pflege mit Feuchtigkeitscremes sollte Linderung bringen. Wenn alle Anstrengungen nichts nützen und folgende Symptome auftreten, sollten Sie zum Arzt gehen: 

  • Trockenheit und Juckreiz stören beim Schlafen.
  • Sie haben offene Wunden oder Infektionen durch Kratzen.
  • Sie haben großflächig schuppende oder sich schälende Haut.

Trockene Haut kann auch ein Symptom einer behandlungsbedürftigen Hauterkrankung sein. 

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