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Wohlige Winterbäder – DIY-Badezusätze & Badesalze für die ganze Familie

Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 05.01.2021

Ein wohlig-warmes Wannenbad ist besonders in der kalten Jahreszeit genau das Richtige, um sich eine entspannte Auszeit zu gönnen. Bademischungen lassen sich dabei mit wenigen natürlichen Zutaten ganz einfach selbst zubereiten. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Inhalte im Überblick

    Badetipps für Kinder und Erwachsene

    • Die Badetemperatur sollte bei 36 bis 37 Grad Celsius liegen.
    • Die Badedauer sollte zehn bis 15 Minuten nicht überschreiten.
    • Halten Sie bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis Rücksprache mit Ihrem behandelnden Hautarzt.
    • Ätherische Zusätze können Hautirritationen verursachen. Bei bekannter Unverträglichkeit oder Sensibilität gegenüber Kräuterextrakten und ätherischen Ölen wählen Sie als Zusatz lediglich Salz und milde Öle, wie Mandel- oder Olivenöl.
    • Säuglinge und Kinder reagieren besonders empfindlich auf ätherische Öle – und sollten darum möglichst ohne diese Zusätze baden. Falls doch, lassen Sie sich vor der Anwendung von einem Arzt oder Apotheker beraten.
    • Achten Sie beim Kauf der ätherischen Öle auf die Kennzeichnung als naturreines Produkt.
    • Bei akuten Infektionen, Fieber, venösen Erkrankungen (Krampfadern, Thrombose), Herzschwäche oder Herzinsuffizienz, bei niedrigem Blutdruck und entzündlichen Gelenkerkrankungen ist Baden nicht erlaubt. Sprechen Sie im Zweifel vorab mit Ihrem Arzt.

    Baby-Bad: so pur wie möglich

    Da die Haut von Säuglingen besonders empfindlich ist, empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die Kleinen nur ein- bis dreimal pro Woche zu baden – wenn der Nabelrest vollständig überhäutet ist.

    Die optimale Badetemperatur beträgt dabei 36 bis 37 Grad Celsius. Ein Badethermometer ist hier besonders wichtig, um die Wassertemperatur richtig abzumessen. Die Badezeit sollte bei Säuglingen und Kleinkindern fünf bis zehn Minuten nicht überschreiten, um die Haut nicht aufzuweichen.

    Aber was kommt nun ins Badewasser?

    Der Berufsverband empfiehlt: Weniger ist mehr. Schaumbäder oder Seifen können die empfindliche Haut von Säuglingen angreifen, ätherische Zusätze sogar Allergien auslösen. Am besten ist das Baden in klarem Wasser. Ist die Haut des Kindes sehr trocken, können Sie ein bis zwei Teelöffel Mandelöl mit in das Badewasser geben.

    Entspannendes Erkältungsbad für Erwachsene

    Sie benötigen 

    • einen Esslöffel voll Honig oder drei Esslöffel Totes-Meer-Salz,
    • acht bis zehn Tropfen natürliches ätherisches Eukalyptus- oder Thymianöl.

    Bei Erkältungen ist der warme Wasserdampf in Verbindung mit ätherischen Ölen eine Wohltat für die gereizten Schleimhäute. Für ein Erkältungsvollbad mischen Sie die ätherischen Öle mit Honig oder Salz an und geben sie dann ins warme Wasser. 

    Für Kinder ist diese Erkältungsmischung mit Eukalyptusöl nicht geeignet, da die naturreinen Öle starke Reizungen hervorrufen können. 

    Alternativ:

    • Drei Teebeutel Fenchel- oder Thymiantee mit einem Liter Wasser aufbrühen.

    Nach zehn Minuten Ziehzeit den Tee zum Badewasser hinzugeben. 

    Sprudelnde DIY-Badepralinen

    Sie benötigen

    • 60 Gramm Kakaobutter oder Sheabutter,
    • 60 Gramm Natriumbicarbonat (Natron),
    • 30 Gramm Zitronensäure,
    • 3 bis 3,5 Esslöffel Speisestärke.
    • Zusatz: getrocknete Blütenblätter oder natürliche ätherische Öle – hier unbedingt auf die Dosierungsanweisung auf der Verpackung achten. Lassen Sie sich im Zweifel in der Apotheke beraten.

    Kakaobutter oder Sheabutter in einem Wasserbad bei 35 bis 37 Grad Celsius auflösen und die Schale aus dem Wasserbad nehmen. Die trockenen Zutaten mischen und unter die aufgelöste Butter rühren. Jetzt können die Zusätze hinzugefügt werden. Füllen Sie die Mischung in einen Eiswürfelbehälter. Besonders gut eignen sich auch kleine Silikonformen. Nun müssen die kleinen Badepralinen für mindestens eine Stunde in das Eisfach, bevor sie als sprudelnder Badezusatz zum Einsatz kommen können. Danach einfach im Kühlschrank lagern und nach maximal drei Monaten aufbrauchen.

    Salziges Badevergnügen – Die Totes-Meer-Salzmischung

    Sie benötigen 

    • fünf bis sechs Esslöffel Totes-Meer-Salz für ein Vollbad (in der Drogerie oder Apotheke erhältlich).

    Mögliche Zusätze (wahlweise):

    • ein bis drei Esslöffel Kamillen-, Rosen- oder Lavendelblüten
    • ein frischer Zweig Rosmarin
    • drei Zweige frische Minze
    • fünf bis sieben Tropfen natürliches Lavendel- oder Rosmarinöl

    Das Salz aus dem Toten Meer weist einen besonders hohen Gehalt an Mineralstoffen, wie unter anderem Magnesium, Kalzium und Brom auf. Das Salzbad fördert die Durchblutung und Regeneration der Haut und kann Juckreiz lindern. Gleichzeitig wirkt das Tote-Meer-Salz antiseptisch und entschuppend. Das warme Badewasser löst die natürlichen ätherischen Öle aus den Blüten und Blättern und verströmt einen angenehmen Wohlfühlduft. Bei empfindlicher Haut sollten Sie jedoch auf den Zusatz von ätherischen Ölen verzichten und sich ein pures Salzbad gönnen, um die Haut nicht zu reizen.

    Wichtig: Brausen Sie Ihre Haut nach dem Bad gründlich mit klarem Wasser ab, damit die Salzkristalle die Haut nicht austrocknen.

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