Haut & Allergie

Das können Sie gegen dunkle Augenringe tun

Veröffentlicht am:09.07.2026

7 Minuten Lesedauer

Dunkle Augenringe entstehen aus verschiedenen Gründen und lassen sich auch unterschiedlich behandeln. Welche Ursachen Augenringe haben können – und welche Hausmittel helfen.

Eine Frau schaut sich im Spiegel ihre Augenringe an.

© iStock / FilippoBacci

Was genau sind dunkle Augenringe?

Dunkle Augenringe sind Verfärbungen der Haut direkt unter den Augen. Je nach Hautton können sie bläulich, lila, bräunlich oder schwarz wirken. Die Haut in diesem Bereich ist besonders dünn, deshalb schimmern Blutgefäße und das darunterliegende Gewebe leicht durch.

Manche Menschen finden, dass sie durch die Augenringe müder, älter oder sogar traurig wirken, und zwar unabhängig davon, wie ausgeschlafen sie tatsächlich sind.

Augenringe sind in der Regel aber nur ein ästhetisches und kein medizinisches Problem. Sie betreffen Personen jeden Alters, Geschlechts und Hauttyps. Allerdings treten sie häufiger bei Älteren, Menschen mit dunklerem Teint und bei genetischer Veranlagung auf.

Was sind die häufigsten Ursachen für dunkle Augenringe?

Augenringe entstehen selten durch eine einzige Ursache. Meistens spielen mehrere Faktoren zusammen: von der Genetik über den Lebensstil bis hin zu natürlichen Alterungsprozessen. Ob und wie stark Augenringe ausgeprägt sind, ist also individuell unterschiedlich und kann sich im Laufe des Lebens auch verändern.

Wie beeinflussen Schlafmangel, Stress und Ernährung dunkle Augenringe?

Eine zu kurze Nachtruhe kann dunkle Augenringe fördern, denn Schlafmangel lässt die Haut blasser werden. Auch zu wenig zu trinken, spielt eine Rolle: Bei Dehydrierung verliert die Haut unter den Augen an Volumen und kann fahl wirken.

Stress, Vitaminmangel, zu viel Alkohol und Rauchen können Augenringe ebenfalls begünstigen oder verstärken. Denn Alkohol schränkt die Durchblutung ein und Rauchen beschleunigt den Alterungsprozess der Haut – beides hinterlässt Spuren vor allem dort, wo die Haut ohnehin am dünnsten ist.

Welche Rolle spielen die Gene bei Augenringen?

Manche Menschen kämpfen ihr Leben lang gegen Augenringe, obwohl sie gut schlafen und gesund leben. Der Grund kann schlicht in den Genen liegen, denn Augenringe treten innerhalb von Familien häufiger auf.

Auch die Gesichtsstruktur kann eine Rolle spielen. Wer von Natur aus wenig Polsterung unter den Augen hat oder eine bestimmte Knochenstruktur, bei dem sind die Blutgefäße und das Gewebe leichter zu sehen.

Wie wirken sich äußere Einflüsse wie Sonne oder Augenreiben aus?

Zu viel Sonne regt die Produktion von Melanin an, das kann rund um die Augen zu Pigmentveränderungen führen, die Augenringe dunkler erscheinen lassen. Wer sich häufig und intensiv die Augen reibt, riskiert geschwollene Unterlider. Sie können dunkle Augenringe verstärken.

Übrigens spielt auch die Beleuchtung eine Rolle, beispielsweise auf Fotos: Licht von oben wirft Schatten unter den Augen und lässt Augenringe dunkler wirken, als sie in Wirklichkeit sind. Direktes Licht dagegen kann sie optisch kaschieren.

Welche Erkrankungen können Augenringe begünstigen?

Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Kontaktdermatitis können die Blutgefäße unter den Augen weiten und so dunkle Ringe verursachen. Entzündungsreaktionen durch Allergien oder eine geerbte Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Umweltstoffe (medizinisch: Atopie) können zu Schwellungen rund um die Augen führen, die die Augenringe zusätzlich betonen. Auch hormonelle Veränderungen sind dafür bekannt, Augenringe zu begünstigen.

Eine Frau schläft im Bett.

© iStock / BartekSzewczyk

Erholsamer und ausreichender Schlaf kann bei Augenringen helfen.

Wie verändert sich die Haut unter den Augen mit dem Alter?

Mit zunehmendem Alter wird die Haut unter den Augen noch feiner und verliert an Festigkeit. Dann können Blutgefäße darunter stärker durch die Haut durchscheinen und die Augenringe verschlimmnern.

Gleichzeitig nimmt im Alter auch das Fettgewebe im Gesicht ab, dadurch verliert die Partie unter den Augen an Volumen. Eine mögliche Folge: Es entstehen Vertiefungen, sogenannte Tränenrinnen, die Schatten unter den Augen werfen und die Augenringe dunkler erscheinen lassen. Da die Haut hier ohnehin besonders dünn ist, fallen altersbedingte Veränderungen ums Auge stärker auf als an anderen Stellen im Gesicht.

Was kann man selbst gegen dunkle Augenringe tun?

Als erste Hilfe lindern kühle Anwendungen die geschwollenen und dunklen Unterlider. Legen Sie vorsichtig einen kalten Löffel, kühlschrankkalte Kühlpads, Gurkenscheiben oder ein feuchtes, kühles Tuch auf die Augen. Die Kälte verengt die Blutgefäße. Auch kalte Teebeutel mit schwarzem oder grünem Tee können helfen: Der Tee enthält häufig Koffein und Antioxidantien, die die Durchblutung anregen.

Nachts kann ein zusätzliches Kissen dafür sorgen, dass der Kopf etwas erhöht liegt und so Wassereinlagerungen im Unterlid vorbeugen. Achten Sie aber trotzdem auf eine gesunde Lage für die Halswirbelsäule.

Tagsüber ist Sonnenschutz rund um die Augen wichtig: Expertinnen und Experten empfehlen einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, auch an bewölkten Tagen.

Wer unter Augenringen leidet, sollte außerdem ausreichend trinken, mindestens sieben Stunden schlafen, nicht rauchen und Alkohol reduzieren. Auch rezeptfreie Augencremes können helfen. Mit etwas Make-up, Concealer oder Foundation lassen sich die Augenringe optisch kaschieren.

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Welche professionellen Behandlungen gibt es gegen Augenringe?

Professionelle Behandlungen gegen Augenringe sind rein kosmetisch und medizinisch nicht notwendig. Daher werden die Kosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wichtig zu wissen: Viele der Eingriffe bergen Risiken, müssen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden und sind teuer.

Falls Sie eine der Anwendungen in Erwägung ziehen, ist es ratsam, sich vorab genau zu informieren – über mögliche Risiken und Folgen, über Qualitätsstandards und die medizinischen Qualifikationen der Behandlerinnen und Behandler:

  • Intense Pulsed Light (IPL)-Behandlung

    Hierbei werden Lichtblitze gezielt auf die Unterlidregion gerichtet, um Melaninablagerungen in der Haut abzubauen. Das kann den Hautton und die Hautfarbe verbessern. Nach der Sitzung können Rötungen und Schwellungen am Unterlid auftreten, seltener auch Farbveränderungen der Haut in Lila- oder Grautönen. Häufig entsteht eine Hyperpigmentierung der behandelten Haut, die in der Regel nach einiger Zeit wieder verschwindet.

  • Radiofrequenzbehandlungen

    Sie sollen die Haut durch Kollagenbildung unter den Augen straffen. Häufig tritt als Nebenwirkung eine Rötung auf, die meist innerhalb von ein bis drei Stunden abklingt. Wird die Radiofrequenzbehandlung fehlerhaft durchgeführt, können sich Blasen auf der Haut bilden. Daher ist es wie bei allen Anwendungen wichtig, dass sie nur von entsprechend ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten ausgeführt werden.

  • Hyaluronsäure-Filler

    Filler-Behandlungenkönnen die Tränenrinne unter den Augen lindern und reduzieren so Schatten. Dafür wird das Gel mit einer feinen Nadel unter die Haut im Bereich der Tränenfurche injiziert. Die häufigste Nebenwirkung ist ein Bluterguss. Auch Schwellungen und sichtbare Knötchen können entstehen, sie lösen sich meist innerhalb weniger Tage auf. In Einzelfällen verschiebt sich das Hyaluron von der Einstichstelle weg.

  • PRP-Eigenbluttherapie

    Die sogenannten PRP-Injektionen werden körpereigene Wachstumsfaktoren genutzt, um die Haut zu regenerieren und Kollagen aufzubauen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse. Die Schmerzen klingen meist innerhalb weniger Stunden ab, die Schwellungen und Hämatome lösen sich in der Regel nach etwa drei Tagen auf.

Wann sollte man mit Augenringen zum Arzt oder zur Ärztin?

Augenringe sind in den meisten Fällen harmlos und kein Zeichen einer ernsthaften Erkrankung. Ein Besuch beim Dermatologen oder bei der Dermatologin ist jedoch sinnvoll:

  • wenn sich unter nur einem Auge eine Schwellung oder Verfärbung zeigt,
  • wenn die Schwellung unter dem Auge schlimmer wird,
  • wenn Entzündungszeichen wie Rötung, Wärme oder eine Sehbeeinträchtigung hinzukommen.

Er oder sie kann beurteilen, welche Behandlung für den jeweiligen Hauttyp und die individuelle Ursache am besten geeignet ist.

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