Expertenforum - Lohnbuchhalter

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Expertenforum

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  • 01
    Lohnbuchhalter

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    wir beschäftigen eine Mitarbeiterin auf Minijob-Basis, welche aktuell familienversichert ist. Diese Mitarbeiterin soll nun eine Überstundenauszahlung bekommen, welche dazu führt, dass sie für den Auszahlungsmonat nicht als Minijobberin abgerechnet werden kann.


    Da sie aktuell Studentin ist, würde ich sie für den für einen Monat (= Auszahlungsmonat) gern als Werkstudentin abrechnen wollen und ab dem Folgemonat wieder als Minijobberin.


    Nun meine Frage:

    Führt der eine Monat, in welchem ich die Mitarbeiterin als Werkstudentin anmelde dazu, dass sie auf die Familienversicherung keinen Anspruch mehr hat und sie sich selbst studentisch versichern muss?


    Mit freundlichen Grüßen


    Nico Luther

  • 02
    RE: Lohnbuchhalter

    Hallo Herr Luther,
     
    in Ihrem Sachverhalt ist zunächst zu beachten, dass es sich bei der Auszahlung von Überstundenvergütungen nicht um einen Einmalbezug, sondern um laufendes Arbeitsentgelt handelt. Bei laufendem Arbeitsentgelt gilt in der Sozialversicherung das Entstehungsprinzip.
    Wird eine Überstundenvergütung für einen Monat aus einem zurückliegenden Zeitraum ausbezahlt, so ist dieser Zeitraum, in dem die Überstunden angefallen sind, nochmals rückwirkend aufzurollen. Die Überstunden müssen letztlich immer in dem Monat verbeitragt werden, in dem sie tatsächlich angefallen sind.

    Eine Abrechnung als einmaliges Arbeitsentgelt ist grds. nicht zulässig.
     
    Aus diesem Grund ist die von Ihnen angedachte Option, die geringfügig entlohnt beschäftigte Studentin im Monat der Überstundenauszahlung als Werkstudentin abzurechnen, nicht korrekt.
     
    Weiterhin ist zu prüfen, ob durch die zu berücksichtigenden Überstunden in den betreffenden Monaten überhaupt eine geringfügig entlohnte Beschäftigung möglich war.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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