Psychische Gesundheit gemeinsam stärken: Netzwerktreffen 2025 in Leipzig

Seite 2/9: Veranstaltung 2025: Psychische Gesundheit gemeinsam stärken
Wie können Unternehmen und Verwaltungen Mitarbeitende in belastenden Situationen wirksam unterstützen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Netzwerktreffens Betriebliche Gesundheit 2025. 46 Teilnehmende kamen in der Stadtverwaltung Leipzig zusammen, um sich über psychosoziale Unterstützungssysteme auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Impulse für die betriebliche Praxis mitzunehmen.
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Stadt Leipzig gibt Einblicke in ihr Gesundheitsmanagement

Im Fokus standen dabei Themen wie die zunehmende Veränderungsdynamik in der Arbeitswelt, eine alternde Belegschaft, die Digitalisierung sowie die Stärkung der psychischen Gesundheit von Mitarbeitenden.

Einblicke in die Praxis zeigten, wie Gesundheitsmanagement in einer großen Verwaltung mit rund 9.756 Beschäftigten umgesetzt wird und welche Unterstützungsangebote bereits etabliert sind.

Großes Interesse an psychosozialen Unterstützungssystemen

Besonders gefragt war das Schwerpunktthema „Psycho-Soziale Unterstützungssysteme“. In einem interaktiven Marktplatzformat tauschten sich die Teilnehmenden in wechselnden Gruppen zu verschiedenen Angeboten und Erfahrungen aus. Im Mittelpunkt standen drei Praxisfelder:

  • Betriebliche psychologische Ersthelfende und Krisenintervention
  • Individuelle Beratungsangebote
  • Das Einsatznachsorge-Team der Branddirektion Leipzig

Die rege Beteiligung zeigte, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz Unternehmen und Verwaltungen gleichermaßen beschäftigen. Viele Organisationen verfügen bereits über eigene Unterstützungsangebote, andere stehen noch am Anfang ihrer Entwicklung. Der offene Erfahrungsaustausch bot die Möglichkeit, bewährte Ansätze kennenzulernen und Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren.

Austausch über Herausforderungen und Lösungsansätze

In mehreren Dialogrunden diskutierten die Teilnehmenden unter anderem, wie Mitarbeitende frühzeitig unterstützt werden können, welche Ansprechstellen sich bewährt haben und wie Führungskräfte für psychische Belastungen sensibilisiert werden können. Auch Themen wie die Erkennung von Belastungssignalen, Kommunikationswege und der Zugang zu passenden Hilfsangeboten wurden intensiv besprochen.

Der Austausch machte deutlich: Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz erfordert keine Patentlösung. Entscheidend sind passgenaue Angebote, klare Prozesse und eine Unternehmenskultur, die Offenheit und Unterstützung ermöglicht.

Netzwerkpflege mit besonderem Ausklang

Neben den fachlichen Impulsen bot das Netzwerktreffen zahlreiche Gelegenheiten zum Netzwerken und persönlichen Austausch. Ein besonderes Highlight erwartete die Teilnehmenden zum Abschluss der Veranstaltung: die Führung durch das Neue Rathaus mit den historischen Leipziger Kasematten. Für viele ebenso eindrucksvoll war die Gelegenheit, den traditionsreichen Paternoster des Rathauses zu nutzen.

Psychische Gesundheit sollte ein fester Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sein, fasst Norma-Berit Sachse, Beraterin Gesunde Lebenswelten aus dem Wachstums- und Gesundheitscenter Leipzig der AOK PLUS zusammen. „Prüfen Sie, welche Unterstützungsangebote in Ihrer Organisation bereits bestehen und wo noch Handlungsbedarf besteht. Oft sind es niedrigschwellige Anlaufstellen, geschulte Ansprechpartner oder externe Beratungsangebote, die Beschäftigten in belastenden Situationen den entscheidenden Zugang zu Hilfe ermöglichen.“

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