Ausgleichsvereinigung für die Künstlersozialabgabe

Mehrere abgabepflichtige Unternehmen einer Branche können sich zusammenschließen und mit der Künstlersozialkasse vertraglich die Bildung einer Ausgleichsvereinigung vereinbaren.

Vorteile einer Ausgleichsvereinigung

Die zur Abgabe Verpflichteten, also die Unternehmen, können eine Ausgleichsvereinigung bilden. Sie übernimmt für ihre Mitgliedsunternehmen die Verpflichtungen nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG). Dazu schließen sie einen Vertrag mit der Künstlersozialkasse (KSK).

Die wesentlichen Vorteile einer Ausgleichsvereinigung sind:

  • Bürokratieersparnis
  • Keine Aufzeichnungspflichten für die Zeit der Mitgliedschaft
  • Keine Betriebsprüfungen nach dem KSVG durch die Künstlersozialkasse oder die Rentenversicherungsträger bei den Mitgliedern
  • Keine Nacherhebungen oder Säumniszuschläge
  • Rechts- und Kalkulationssicherheit durch die pauschale Entrichtung der Künstlersozialabgabe
  • Keine Konflikte bei der Beurteilung der Abgabepflicht

Aktuell bestehen mehr als 60 Ausgleichsvereinigungen – beispielsweise Verlage, Unternehmen der chemischen Industrie, der Metall- und Elektroindustrie, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.

Inhalt einer Ausgleichsvereinigung

Nach dem KSVG kann die Ausgleichsvereinigung wie folgt gestaltet werden:

  • Die KSK kann mit einer Ausgleichsvereinigung vertraglich vereinbaren, andere Berechnungsgrößen zur Ermittlung der abgabepflichtigen Entgelte zugrunde zu legen.
  • Die Ausgleichsvereinigung in ihrer Gesamtheit muss die Künstlersozialabgabe in der Höhe entrichten, die insgesamt der Summe entspricht, die von allen Mitgliedern zu zahlen wäre.
  • Die Ausgleichsvereinigung entrichtet die Künstlersozialabgabe mit befreiender Wirkung für ihre Mitglieder.
  • Sie erfüllt die Melde- und Aufzeichnungspflichten gegenüber der KSK.

Hinweis: Bis zum 31. Dezember 2014 konnten Ausgleichsvereinigungen in einer „vereinfachten Form“ gestaltet werden. Diese Ausgleichsvereinigungen übernehmen auch weiterhin die Verpflichtungen gegenüber der KSK. Es besteht aber eine Meldepflicht der tatsächlich gezahlten Entgelte durch die Mitglieder.

Stand

Erstellt am: 01.07.2019

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