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Gesundheitsmagazin

Müll vermeiden

Welche Produkte kann man selber machen?

Veröffentlicht am:19.12.2022

6 Minuten Lesedauer

Der Klimawandel ist eines der großen Probleme unserer Zeit, das ohne nachhaltiges Verhalten aller nicht in den Griff zu bekommen ist. Dementsprechend geht der Trend immer mehr zu do it yourself. Diese Dinge lassen sich selber machen.

Frau bereitet sich selbst eine Gesichtscreme zu.

© iStock / KatarzynaBialasiewicz

Inhalte im Überblick

    Selber machen statt kaufen

    Egal ob die Flutkatastrophe im Ahrtal, die Waldbrände im Harz oder Ernteeinbußen durch lange Dürreperioden: Die jüngsten Ereignisse verdeutlichen, dass der Klimawandel in Deutschland kein Zukunftsproblem mehr ist. Darum überrascht es nicht, dass Klimaschutz ein wichtiger Punkt auf so ziemlich jeder politischen Agenda ist.

    Auch Privatpersonen fragen sich, wie sie ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren können. In Deutschland liegt der Ausstoß an Treibhausgasen pro Person im Schnitt bei 11,2 Tonnen pro Jahr. Ein großer Teil fällt dabei auf den privaten Konsum. DIY-Produkte sind also eine gute Möglichkeit, Emissionen einzusparen und Verpackungsmüll zu reduzieren. Ganz nebenbei kann das zudem den Geldbeutel schonen. Doch was kann man alles selber machen?

    Kosmetikprodukte selber machen

    Gesichtsmaske für ein frisches Lächeln

    Mikroplastik ist Bestandteil vieler Kosmetikprodukte, unter anderem auch von Gesichtsmasken. Über das Abwasser gelangt es in die Kläranlagen, die es nur teilweise herausfiltern können, und anschließend ins Meer. Dort wird es von Meerestieren aufgenommen. Durch deren Verzehr gelangt Mikroplastik dann in den menschlichen Körper. Die gute Nachricht ist: Gesichtsmasken lassen sich ganz leicht selber machen. So sorgen zum Beispiel Honig und Sauerrahm für eine schöne, weiche Haut.

    Creme de la Creme

    Besonders im Winter sind feuchtigkeitsspendende Cremes beliebt, da die Haut durch die Kälte und die Heizungsluft oft trocken und rissig wird. Allerdings wird auch in Cremes Mikroplastik gern als Bindemittel eingesetzt. Zusätzlich können Cremes Substanzen enthalten, die allergische Reaktionen auslösen, wie künstliche Duftstoffe oder Silikone. Es lohnt sich also, Cremes selber zu machen – das gilt sowohl für Körperlotion als auch für Handcreme. So kann man selbst entscheiden, welche Zutaten auf die Haut kommen und welche nicht. Für eine reichhaltige Bodybutter braucht es beispielsweise nur Kokosöl und Sheabutter.

    Lippenpflege gegen spröde Lippen

    Nicht nur die Haut wird im Winter strapaziert, auch die Lippen leiden in der kalten Jahreszeit. Sie werden spröde und können einreißen. Aus einer Art Schutzreflex neigen Menschen oft dazu, die Lippen zu befeuchten. Das hat aber einen gegenteiligen Effekt: Die Lippen werden noch trockener. Abhilfe verschafft in so einem Fall Lippenbalsam oder ein Lippenpflegestift. Aufgrund der kritischen Inhaltsstoffe, die in Fertigprodukten enthalten sein können, ist das Selbermachen eine simple und sinnvolle Alternative.

    Hygieneprodukte selber machen

    Nie ohne Seife waschen

    Seife darf in keinem Haushalt fehlen. Immer beliebter ist in den letzten Jahren vor allem die flüssige Handwaschseife geworden. Im Gegensatz zu einem Stück Kernseife ist sie praktischer und optisch ansprechender. Aufgrund des Verpackungsmülls, den sie produziert, und aufgrund der hohen Wassermenge, die für die Produktion benötigt wird, ist sie aber auch schlechter für die Umwelt. Kernseife ist daher die deutlich nachhaltigere Alternative, die sich zudem auch gut zum Herstellen eigener Seifen mit verschiedenen Gerüchen, Formen und Farben eignet.

    Gut duften dank nachhaltigem Deo

    Als Spray, als Creme oder in Form eines Roll-on-Stifts: Deodorants und Antitranspirante stehen in jedem Bad und sind Teil der Morgenroutine. Schließlich will man gut riechen und Schweißflecken unter den Achseln möglichst vermeiden. Für die Schweißhemmung sind oft Aluminiumsalze zuständig. Diese standen längere Zeit in Verdacht, Krebs zu begünstigen. Nach neusten Studien gilt das allerdings als unwahrscheinlich. Wer trotzdem lieber auf Aluminium verzichten will, kann sich Deo aus Zitrusfrüchten, Natron und Wasser einfach selber machen.

    Weniger ist mehr – gilt auch bei Abschminkpads

    Gerade im Badezimmer werden viele Wegwerfprodukte verwendet, dementsprechend kann sich dort jede Menge Plastikmüll ansammeln. Ein Problem, das auch die Hersteller von Kosmetik- und Hygieneartikeln erkannt haben. In Drogerien finden sich daher immer mehr nachhaltige Alternativen. So stehen neben Wattepads und Einweg-Reinigungspads im Regal mittlerweile auch waschbare Abschminkpads. Sie erfüllen denselben Zweck und sind deutlich nachhaltiger. Noch besser für die Umwelt ist es, wenn Sie die Pads selber nähen.

    Gesundheitsprodukte selber machen

    Wärmekissen für eine wohliges Gefühl

    Ein Wärmekissen ist oft der Retter in der Not: Bei Kopfschmerzen, Verspannungen oder an kalten Tagen kann es helfen, die Symptome zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern. In der Regel sind sie mit Getreidekörnern oder Obstkernen gefüllt und werden in der Mikrowelle oder im Backofen aufgewärmt. Wärmekissen lassen sich ganz leicht selber nähen. Dadurch können Sie Form, Farbe, Füllung sowie Größe selbst bestimmen und so den eigenen Bedürfnissen anpassen.

    Hustensaft mit Kräuter-Kick

    Ein kratziger Hals und ständiges Husten, doch keinen Hustensaft im heimischen Medizinschrank? Keine Sorge, mit wenigen Zutaten lässt sich Hustensaft selber brauen. Es fehlt zwar der wissenschaftliche Beleg für die Wirkung von selbst gemachtem Hustensaft, aber es gibt Hinweise darauf, dass Kräuter wie Eukalyptus oder Thymian Husten lindern können. Solange Sie guttun und keinen Schaden anrichten, gibt es nichts gegen Home-made-Hustensaft einzuwenden.

    Frau hält ein Tablett mit selbst gemachten Reinigungsmitteln.

    © iStock / Helin Loik-Tomson

    Natürliche Reinigungsmittel kann man ganz einfach selber machen. Als Zutaten bieten sich zum Beispiel Zitrone und Natron an.

    Reinigungsprodukte selber machen

    Putzmittel: aggressiv gegen Schmutz, schonend für die Haut

    Bei Putzmitteln ist es ähnlich wie bei Kosmetikprodukten: Sie enthalten viel Chemie und sind somit schädlich für die Umwelt sowie für die Gesundheit. Bei Kontakt können sie beispielsweise Haut- und Schleimhautreizungen auslösen. Hinzu kommt, dass wir meistens mehr Putzmittel haben, als wir brauchen, und dadurch viel unnötigen Verpackungsmüll verursachen. Für saubere vier Wände braucht es aber weder besonders viele noch besonders aggressive Putzmittel. Essig, Zitronensäure, Soda, Natron und Kernseife reichen aus, um Fenster, Böden und Oberflächen von Schmutz zu befreien.

    Waschpulver aus drei Zutaten

    1,5 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel werden laut dem Umweltbundesamt jährlich an private Haushalte verkauft. Waschmittel und Weichspüler machen dabei über die Hälfte aus. Dabei lässt sich Waschpulver aus nur drei Zutaten selber herstellen. Wichtig für nachhaltiges Wäschewaschen ist auch das richtige Waschprogramm. Wer bei 30 statt 40 Grad wäscht, spart etwa 35 Prozent an Strom.

    Lebensmittel selber machen

    Müsliriegel für den kleinen Hunger zwischendurch

    Müsliriegel eignen sich für ein schnelles Frühstück oder für den kleinen Hunger zwischendurch. Sie sind nicht nur lecker, sondern gelten oft auch als gesund. Diesem Ruf können sie nicht immer gerecht werden. Gekaufte Riegel weisen häufig einen zu hohen Zucker- und Energiegehalt auf. Trotzdem muss niemand auf den schnellen Powersnack verzichten. Aus Getreideflocken, Obst und Nüssen lässt er sich auch ganz ohne zugesetzten Zucker einfach selber backen.

    Apfelmus

    Kartoffelpuffer mit Apfelmus lassen Kinderherzen höherschlagen. Für Eltern ist es ein schnell und stressfrei zubereitetes Gericht. Statt Apfelmus sollten sie aber Apfelmark anbieten, da fertigem Apfelmus teilweise viel Zucker zugesetzt wird. Noch besser als Apfelmark ist selbst gemachtes Apfelmus ganz ohne Zucker, denn: Entscheidend für den Geschmack ist nicht der Zuckeranteil, sondern die Qualität der Äpfel.

    Pesto à la Italia

    Pesto ist ein Klassiker der italienischen Küche. Allein der Duft verspricht Sommer, Sonne, Dolce Vita. Die beliebteste Variante ist das auf Basilikum basierende Pesto alla Genovese. Doch ausgerechnet bei diesem Pesto schummeln die Hersteller. Laut Stiftung Warentest wird bei vielen Pesti beispielsweise Sonnenblumen- statt Olivenöl verwendet, zusätzlich wird mit Geschmacksaromen gearbeitet. Zum Glück lässt sich Pesto einfach und schnell nachmachen. Dabei kann man die Zutaten beliebig variieren, probieren Sie auch Pesto Rosso mit getrockneten Tomaten.

    Brotaufstrich für die Welt

    Das klassische deutsche Abendessen besteht aus belegtem Brot. Nicht umsonst ist diese Mahlzeit auch als Abendbrot oder Brotzeit bekannt. Ein wichtiger Teil sind dabei Aufstriche. Die Fertigprodukte kommen jedoch selten ohne Zucker aus, dafür mit wenig Gemüse – das gilt teilweise auch für die veganen Varianten. Der sicherste Weg, den Überblick über die Zutatenliste zu behalten, ist es daher, Brotaufstriche wie Frischkäse selber herzustellen.

    Abwarten und Eistee trinken

    Eistee ist ein beliebtes Erfrischungsgetränk, an dem sich sowohl Kinder als auch Erwachsene erfreuen. Die meisten Produkte enthalten jedoch Koffein und mitunter über sieben Würfel Zucker pro Glas. Darum lautet die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Eistee nur in geringen Mengen zu trinken. Wirklich gesund und vor allem kinderfreundlich ist Eistee wohl nur, wenn er selbst gemacht ist.

    Nie wieder ohne Eis

    Am Stiel, in der Waffel oder im Becher – an heißen Sommertagen kann man von Eis nicht genug bekommen. Allerdings sollte es in Maßen genossen werden, weil es in der Regel viel Zucker enthält. Wer nicht darauf verzichten will, kann sein Lieblingseis einfach selber machen – und das ganz ohne Eismaschine. So kann der Zuckergehalt selbst bestimmt werden. Tipp: Besonders lecker schmeckt das Eis, wenn man saisonale und regionale Zutaten verwendet.

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