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5 Rezepte für Pesto: Lecker und gesund selbstgemacht

Basilikum, Pinienkerne, Olivenöl, Parmesan und Knoblauch sind die wichtigsten Zutaten für selbstgemachtes Pesto

© iStock / karandaev

Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 01.10.2021

Ob mit Basilikum, Tomaten oder Bärlauch; ob zu Nudeln oder Reis: Die Welt der Pestos ist kunterbunt und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Viele setzen nach wie vor auf das Angebot im Supermarkt – dabei ist die italienische Sauce ganz einfach selbst herzustellen. Dadurch wissen Sie nicht nur genau, was drinsteckt, sondern können Pesto nach Ihren eigenen Geschmacksvorlieben zubereiten.

Inhalte im Überblick

    Was genau ist Pesto?

    Pesto stammt ursprünglich aus Ligurien in Italien. Traditionell besteht die ungekochte Sauce aus Basilikum, Knoblauch, Olivenöl, Hartkäse und Pinienkernen. Seinen Namen verdankt sie dem italieneschenen Wort „pestare“, was „zerstampfen“ bedeutet. Das liegt daran, dass die Zutaten traditionell in einem Mörser zerstampft werden. Heute ist Pesto gar nicht mehr aus dem kulinarischen Alltag wegzudenken, denn es verleiht jedem Gericht ein würziges Geschmackserlebnis. Frische Zutaten und bunte Kombinationen sorgen für Abwechslung. Außerdem lassen sich viele Reste und auch Selbstangebautes zu Pesto verarbeiten.

    Pesto-Rezepte: So funktioniert die Zubereitung

    Pesto selbst zu machen ist nicht nur einfach, sondern geht auch schnell. Zudem bietet es sich an, direkt ein ganzes Glas zuzubereiten und im Kühlschrank aufzubewahren. So ist auch gleich vorgesorgt, wenn es das nächste Mal an Zeit und Lust zum Kochen fehlt, denn: Abgefüllt in ein verschließbares Glas und mit einer Schicht Olivenöl bedeckt, hält sich Pesto im Kühlschrank bis zu vier Wochen.

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    Mit den folgenden Rezepten sind Sie auf der sicheren Seite

    Der Klassiker: Basilikum-Pesto

    Das klassische grüne Basilikum-Pesto, auch Pesto alla Genovese genannt, passt perfekt zu Pasta oder Gnocchi, aber genauso gut zu Brot, Fleisch und als Dip.

    Zutaten für ein Glas

    • 50 g abgezupfte Basilikumblätter
    • 1 Knoblauchzehe
    • 125 g Olivenöl
    • 60 g frisch geriebener Parmesan
    • 20 g Pecorino Sardo (Schafsmilch-Hartkäse)
    • 30 g Pinienkerne
    • 1 Prise Meersalz

    Zubereitung

    1. Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht braun sind, und abkühlen lassen.
    2. Basilikumblätter waschen und abtropfen lassen. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
    3. Alle Zutaten miteinander vermischen und entweder mit einem Mörser zerstoßen oder mit dem Mixer auf niedriger Stufe pürieren. Aber Achtung: Wer den Mixer verwendet, sollte darauf achten, das Pesto nicht zu lange zu pürieren. Durch die Wärmeentwicklung verlieren die Zutaten an Geschmack.

    Zubereitungszeit: 15 Minuten / zuckerfrei

    Der Publikumsliebling: Pesto Rosso

    Pesto Rosso wird unter Pasta-Liebhabern ganz besonders verehrt – dabei schmeckt es auch hervorragend mit geröstetem Ciabatta oder im Risotto. Pesto Rosso ist aufgrund der Tomaten rot – daher auch sein Name – und genauso schnell fertig wie Basilikum-Pesto.

    Zutaten für ein Glas

    • 200 g getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt)
    • 70 g geriebener Parmesan
    • 50 g Pinienkerne
    • 3 Knoblauchzehen 
    • ½ rote Chilischote
    • 1 EL Balsamicoessig
    • 100 g Olivenöl

    Zubereitung

    1. Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht braun sind, und abkühlen lassen.
    2. Getrocknete Tomaten abtropfen lassen und in kleine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Chilischote waschen, der Länge nach halbieren und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch fein schneiden.
    3. Die Tomatenwürfel mit den Pinienkernen, dem Parmesan sowie dem Knoblauch pürieren. Olivenöl nach und nach zugeben, damit die Masse nicht zu flüssig wird. Das hängt davon ab, wie ölig die getrockneten Tomaten sind.
    4. Pesto mit Balsamicoessig abschmecken und abfüllen.

    Zubereitungszeit: 20 Minuten / zuckerfrei

    Selbstgemachtes Pesto Rosso
    Schmeckt nach Urlaub: Selbstgemachtes Pesto Rosso mit Spaghetti.

    © iStock / HandmadePictures

    Der Retter in der Not: Möhrengrün-Pesto

    Möhrengrün bleibt oft übrig, wird meistens vergessen oder direkt entsorgt. Dabei ist das Überbleibsel viel zu schade für die Tonne – und kann einen Abend retten, wenn der Rest des Kühlschranks schon fast leer ist. Denn auch für Möhrengrün-Pesto bedarf es nur weniger Zutaten, die die meisten von uns zu Hause haben. Ratsam ist natürlich, dass es sich dabei um Bio-Gemüseblätter handelt. Übrigens: Auch die Blätter von Radieschen, Roter Bete und Kohlrabi lassen sich zu Pesto verarbeiten.

    Frisches Möhrengrün schmeckt zwar meist noch etwas nach Möhre, allerdings fällt dieser Geschmack im Pesto fast vollständig weg. Stattdessen wird die Sauce mild – und erinnert an Petersilie. Möhrengrün-Pesto eignet sich hervorragend als Dressing für Tomate-Mozzarella- oder auch Kartoffelsalat.

    Zutaten für ein Glas

    • 80 g Möhrengrün
    • 40 g Sonnenblumenkerne
    • 125 g Olivenöl
    • 1 Knoblauchzehe
    • 40 g Parmesan
    • 1 Prise Salz

    Zubereitung

    1. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Große Stiele vom Möhrengrün entfernen. Parmesan reiben.
    2. Möhrengrün, Sonnenblumenkerne, Knoblauch und Parmesan entweder mit dem Mörser zerstoßen oder im Mixer pürieren.
    3. Olivenöl nach und nach dazugeben und Pesto mit Salz abschmecken.

    Zubereitungszeit: 15 Minuten / zuckerfrei

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    Der Wildwuchs: Brennnessel-Pesto mit Rucola

    Brennnesseln sind nicht nur als Heilpflanze sehr beliebt, sondern auch in der Küche. Und das nicht ohne Grund – sie sind nämlich vielseitig einsetzbar. Zudem sind die Blätter leicht am Wegesrand zu finden. Achten Sie beim Pflücken jedoch darauf, nur junge Blätter und Triebe mitzunehmen. Brennnessel-Pesto schmeckt besonders gut als Aufstrich, aber auch mit Hummus vermischt oder als Dip.

    Zutaten für ein Glas

    • 250 g frische Brennnesselblätter
    • 125 g frischer Rucola
    • 100 g Walnüsse
    • 130 ml Olivenöl
    • 2 Knoblauchzehen
    • 1 Schuss Zitronensaft

    Zubereitung

    1. Brennnesselblätter für ca. 30 Sekunden blanchieren und kurz in Eiswasser legen. Anschließend trocknen lassen. Dicke Stiele vom Rucola entfernen.
    2. Walnüsse etwas zerhacken. Knoblauch schälen und fein hacken.
    3. Brennnesselblätter, Rucola, Knoblauch und Zitronensaft in einem Mixer pürieren. Olivenöl nach und nach zugeben, bis eine cremige Masse entsteht.

    Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten / zuckerfrei / vegan

    Der Waldbewohner: Bärlauch-Pesto mit Kürbiskernöl

    Sobald im April die Bärlauchzeit beginnt, findet man die Pflanze sowohl im Wald als auch als regionales Produkt im Supermarkt. Wer sich selbst auf die Suche begibt, sollte sich jedoch im Vorhinein darüber informieren, worauf zu achten ist – denn Bärlauch hat gleich zwei giftige Doppelgänger: Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Im Pesto eignet sich das Superfood hervorragend zu Nudelgerichten oder Gnocchi, aber auch im Sauerrahmdip.

    Zutaten für ein Glas

    • 150 g frischen Bärlauch
    • 40 g Kürbiskerne
    • 50 g fein geriebener Bergkäse
    • 60 g Olivenöl
    • 40 g Kürbiskernöl

    Zubereitung

    1. Bärlauch gut waschen, trocknen und von den Stielen befreien.
    2. Kürbiskerne ohne Fett in der Pfanne rösten und fein hacken.
    3. Bärlauch, Kürbiskernöl, Bergkäse und Kürbiskerne im Mixer pürieren. Olivenöl nach und nach hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

    Zubereitungszeit: 15 Minuten / zuckerfrei

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