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AOK – Die Gesundheitskasse

Alles auf Orange!

Lesezeit: 5 MinutenAktualisiert: 10.11.2020

Der Duft von frischen Orangen und Mandarinen gehört fest zur Winterzeit dazu. Wie Mandarine, Sanddorn und Co. mit ihrem hohen Anteil an Vitamin C und Pflanzenstoffen unsere Gesundheit unterstützen, lesen Sie hier.

Inhalte im Überblick

    Orangefarbene Zitrusfrüchte aus dem Süden füllen bereits beim Schälen den ganzen Raum mit ihrem intensiven, aromatischen Duft. Das süße Fruchtfleisch von Orangen und Mandarinen ist nicht nur lecker, sondern auch besonders wertvoll für unsere Gesundheit, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien gezeigt haben.

    Orangen schützen das Augenlicht

    Spezielle Pflanzenstoffe der Orange, sogenannte Flavonoide, können das Risiko einer Makuladegeneration, dem Sehkraftverlust durch eine Netzhautschädigung, um 60 Prozent senken. 

    Das fanden Forscher des australischen Westmead Institute for Medical Research 2018 in einer Vergleichsstudie heraus. Dabei verglichen sie eine Gruppe, deren Teilnehmer täglich eine Orange zu sich nahmen, mit einer zweiten Gruppe, die darauf verzichtete. 

    Orangensaft ist noch gesünder als die Frucht

    Vor allem ist die Orange aber aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitamin C beliebt. Bereits eine mittelgroße Frucht (circa 130 Milligramm) deckt den täglichen Bedarf von 90 Milligramm bei Frauen, 125 Milligramm bei stillenden Müttern und 110 Milligramm bei Männern.

    Der Saft ist noch gesünder als die ganze Frucht, stellten Forscher der Universität Hohenheim fest. Beim Erhitzen des Safts werden wertvolle Inhaltsstoffe wie Karotinoide und das Flavonoid Hesperidin aufgespalten, sodass sie besser vom Körper verwertet werden können.

    Ein hoher Konsum von Orangensaft (zweimal täglich 250 Milliliter über zwölf Monate) könnte auch das schädliche LDL-Cholesterin im Körper senken und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern. Darüber hinaus kann der Saft den Harnsäurespiegel und somit das Gicht-Risiko senken.

    Gut zu wissen: Die weiße Haut unter der Schale sollte man nicht komplett entfernen – auch sie enthält zahlreiche Flavonoide und daneben noch viele Ballaststoffe, die verdauungsfördernd wirken.

    Mit Mandarinen Herzleiden vorbeugen

    Die kleinen Geschwister der Orangen, die Mandarinen, haben es ebenfalls in sich. Der Pflanzenstoff Nobiletin, der vor allem in Mandarinen, aber auch in anderen Zitrusfrüchten vorkommt, schützt vor Arteriosklerose und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

    Auch das Risiko für Altersdiabetes und Übergewicht können die kleinen Früchte senken. Eine Studie der University of Western Ontario (Kanada) hat gezeigt, dass das in ihnen enthaltene Nobiletin einerseits die Ansammlung von Fett in der Leber hemmt. Andererseits kurbelt dieser Pflanzenstoff auch die Verbrennung von überschüssigem Fett im Körper an.

    Die höchste Konzentration an Nobiletin haben die Forscher übrigens in der weißen Haut unter der Schale und zwischen den Schnitzen gefunden – also den Teilen der Mandarine, die wir meistens abzupfen.

    Sanddorn - die Zitrone des Nordens

    Zu den leuchtend orangen Winterobstsorten gehören auch die Früchte des Sanddorns. Passend werden die kleinen Beeren auch „Zitronen des Nordens“ genannt. Tatsächlich steckt in den unscheinbaren Früchten der Sanddornpflanze neunmal so viel Vitamin C wie in Zitrusfrüchten. 100 Gramm Zitrone enthalten etwa 50 Milligramm des wertvollen Immunstärkers. Die gleiche Menge an Sanddorn liefert um die 450 Milligramm des Vitamins!

    Wissenschaftler der Universität Turku, Finnland, konnten außerdem zeigen, dass Sanddorn einen positiven Effekt auf die Blutfettwerte hat und auch die Sehkraft schützt. Am besten dreimal täglich einen Esslöffel Direktsaft (erhältlich im Reformhaus oder Bioladen) einnehmen.

    Darüber hinaus werden Produkte mit Linol- und Linolensäuren aus Sanddorn zur Pflege trockener und gestresster Haut, etwa bei Neurodermitis, wie auch zur Wundheilung empfohlen.

    Gesunde Rezepte zum Ausprobieren:

    Eine Frau hält eine Zinktablette und ein Glas Wasser in den Händen.
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    Eine saftige Apfeltarte mit Mandelblättchen in einem quadratischen Blech
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    Pilzgericht: Portobello-Burger
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    Omega-3-Fettsäuren sind sowohl in fetteichem Fisch, wie Lachs oder Makrele, aber auch in Walnüssen und Leinsamen enthalten.
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