Expertenforum - Zuschuss zur bAV

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  • 01
    Zuschuss zur bAV

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    unsere AN hatten zuvor keinen AG-Zuschuss zur bAV. Von diesen AN liegen uns Entgeltumwandlungsvereinbarungen vor, die rein AN-finanziert. Ab 01.01.2022 bekommen unsere AN 15%_AG-Zuschuss (Inklusive) zur bAV. Mussen wir jetzt die Entgeltumwandlungsvereinbarungen auf "gemischt-finanziert" (AN-/AG-Anteil) angepasst werden?


    Danke!

  • 02
    RE: Zuschuss zur bAV


    Sehr geehrter Fragesteller,


    den Sachverhalt verstehen wir so, dass die zur Altersvorsorge verwendeten Beträge bisher vollständig (100 %) durch Entgeltumwandlung arbeitnehmerseits finanziert wurden und künftig zu 85 % durch arbeitnehmerseitige Entgeltumwandlung und zu 15 % durch Arbeitgeber-Zuschüsse finanziert werden sollen. Wir bitten um Hinweis, falls dies nicht zutrifft.


    Mit der dargestellten Vorgehensweise würde ein Teil der Entgeltumwandlung (15 %) ab 01.01.2022 entfallen; die entsprechenden Nettobeträge wären dann also künftig auszuzahlen. Gleichzeitig erhöht sich der Personalkostenaufwand durch die Arbeitgeberzuschüsse zur Altersvorsorge.


    In dieser Konstellation muss die Entgeltumwandlungsvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zunächst (nur) mit Blick auf die reduzierte Netto-Umwandlung angepasst werden (arbeitsrechtliche Verpflichtung des Arbeitgebers zur Auszahlung entsprechend erhöhter, nicht mehr umgewandelter Nettobeträge). Eine Verpflichtung zur vertraglichen Regelung des Arbeitgeber-Zuschusses in der Entgeltvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer besteht nicht. Dieser Zuschuss ergibt sich bereits aus dem Gesetz. Natürlich können die Regeln (deklaratorisch) zwischen den Parteien des Arbeitsverhältnisses wiederholt werden. Dann ist aber sorgfältig darauf zu achten, die gesetzlichen Regelungen korrekt abzubilden (keine unerwünschten zusätzlichen Rechte / Pflichten zu begründen) und künftige Gesetzesänderungen (durch dynamische Bezugnahme auf die jeweils geltende Gesetzeslage) abzubilden.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ihr Fachexperte für Steuerrecht

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