Expertenforum - Werkstudent + Minijob

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Expertenforum

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  • 01
    Werkstudent + Minijob

    Sehr geehrtes Expertenteam,


    wir haben einen immatrikulierten Werkstudent mit einem Arbeitsvertrag über maximal 20 Std. pro Woche.


    Jetzt möchte er bei einem anderen AG zusätzlich einen Minijob ausüben.


    Kann er bei uns trotzdem weiterhin als Werkstudent abgerechnet werden? Oder müssen die Stunden bei beiden AG zusammenaddiert werden, so dass die Höchststd.zahl von 20 Std./Woche nicht überschritten wird?


    Vielen Dank im voraus

    MfG

    KH

     

  • 02
    RE: Werkstudent + Minijob

    Guten Tag,
     
    bei Studierenden, die mehrere Beschäftigungen nebeneinander ausüben, ist zunächst zu prüfen, ob die Person ihrem Erscheinungsbild nach als „ordentlicher Studierender“ oder als „Arbeitnehmer“ anzusehen ist. 
    Beträgt die wöchentliche Arbeitszeit nicht mehr als 20 Stunden, besteht Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsfreiheit, unabhängig davon, ob es sich um eine oder mehrere befristete oder unbefristete Beschäftigung(en) handelt; die Höhe des Arbeitsentgelts ist für die Annahme der Versicherungsfreiheit ohne Bedeutung.
     
    Die wöchentlichen Arbeitszeiten von nebeneinander ausgeübten Beschäftigungen sind zusammenzurechnen. Ergibt die Zusammenrechnung, dass die wöchentlichen Arbeitszeiten insgesamt mehr als 20 Stunden betragen, ist nicht mehr vom Erscheinungsbild eines ordentlichen Studierenden auszugehen. Bei nebeneinander ausgeübten Beschäftigungen ist in einem weiteren Schritt zu prüfen, ob bei einer oder mehreren Beschäftigung(en) gegebenenfalls die Merkmale einer geringfügigen Beschäftigung vorliegen.
     
    Aufgrund Ihrer Schilderung könnte durch die Zusammenrechnung der Beschäftigungen die 20-Wochenstunden-Grenze überschritten werden, so dass bei der betreffenden Person der Status des ordentlichen Studierenden nicht mehr gegeben wäre.

    Durch die jetzt aufgenommenen Beschäftigung tritt bei Ihnen Versicherungspflicht zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (Beitragsgruppenschlüssel „1111“) ein, wenn die Zusammenrechnung 20 Wochenstunden übersteigt.

    Die daneben bei einem anderen Arbeitgeber ausgeübte geringfügig entlohnte Beschäftigung wäre mit dem Beitragsgruppenschlüssel „6100“ (bei Befreiung von der Rentenversicherungspflicht „6500“) über die Minijobzentrale abzurechnen.
     
    Mit reundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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