Expertenforum - versicherungsrechtliche Beurteilung Minijob

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  • 01
    versicherungsrechtliche Beurteilung Minijob

    Ein AN nahm am 1.9.2022 einen Minijob auf. Vereinbart wurde, die Beschäftigung erfolgt nach Bedarf und gesetzlichem Mindestlohn, also maximal im September bis 450 € und ab Oktober max. 520 € Verdienst. Im Oktober und November wurde eine unvorhergesehene Krankheitsvertretung abgedeckt, so dass in diesen beiden Monaten die Grenze von 520 € überschritten wurde ( Oktober = 660 €, November = 680 €). Zur Aufrechterhaltung des Status "Minijobber" darf aber jetzt im Dezember keine Überschreitung der 520 € Grenze erfolgen, oder?

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

  • 02
    RE: versicherungsrechtliche Beurteilung Minijob

    Guten Tag,
     
    Überschreitungen der Geringfügigkeitsgrenze in einzelnen Kalendermonaten sind generell unschädlich, solange dadurch die Jahresentgeltgrenze von 6.240 Euro in dem vom Arbeitgeber
    für die Ermittlung des regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelts gewählten Jahreszeitraum nicht überschritten wird.
     
    Ein darüber hinaus gehendes nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze bis zum Doppelten der Geringfügigkeitsgrenze (1.040 Euro) führt nicht
    zur Beendigung der geringfügig entlohnten Beschäftigung. Als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum von bis zu zwei Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen. Der Jahreszeitraum ist
    in der Weise zu ermitteln, dass vom letzten Tag des zu beurteilenden Beschäftigungsmonats ein Jahr zurückgerechnet wird.
     
    Für den von Ihnen geschilderten Fall bedeutet das, dass im Anschluss an die jetzige unvorhergesehene Überschreitung ein Zeitjahr zu berücksichtigen ist. Eine solche Überschreitung wäre erst ab November 2023 wieder möglich. Eine vorhersehbare und damit bereits bei der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung eingerechnete Überschreitung ist jedoch weiter möglich.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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