Expertenforum - Versicherungspflichtgrenze PKV

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Expertenforum

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  • 01
    Versicherungspflichtgrenze PKV

    Liebes AOK-Forum,


    ein Mitarbeiter von uns verdient mit seiner Vollzeitbeschäftigung aktuell über der monatlichen Versicherungspflichtgrenze. > 4950,00 EUR pro Monat.

    Zum 01.07.2022 bis zum 30.09.2022 möchte er nun seine Arbeitszeit auf 25 Stunden/ Woche reduzieren, sodass er unter der monatlichen Versicherungspflichtgrenze verdient. Ab dem 01.10.2022 möchte der auf 30 Stunden erhöhen und verdient somit wieder mehr als die monatliche Versicherungspflichtgrenze.

    Gerne möchte mich erkundigen, ob die Arbeitszeitreduzierung „unschädlich“ ist und der Mitarbeiter weiterhin privat versichert bleiben kann.


    Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.


    Freundliche Grüße

    PayrollTeam

  • 02
    RE: Versicherungspflichtgrenze PKV

    Guten Tag,
     
    die Spitzenverbände der Sozialversicherung haben in der Fachkonferenz „Beiträge“ am 20.03.2019 unter „Top 2“ erstmals festgelegt, dass nicht jede kurzfristige Minderung des Arbeitsarbeitsentgelts die Krankenversicherungsfreiheit enden lässt und insofern zum Eintritt von Versicherungspflicht führt.

    Eine zeitlich befristete Minderung des laufenden Arbeitsentgelts bei absehbarer Rückkehr zu den oder annähernd den Verhältnissen vor der Entgeltminderung lässt die Versicherungsfreiheit dann fortbestehen, wenn die Entgeltminderung nur von kurzer Dauer (in der Regel nicht mehr als drei Monate) ist. Dies gilt nicht bei Ausübung einer zeitlich befristeten Beschäftigung während der Elternzeit oder Pflegezeit.

    Sofern also - wie in Ihrem Sachverhalt - die Minderung des monatlichen Arbeitsentgelts nur für drei Monate erfolgen soll, führt dies nicht zum Eintritt von Krankenversicherungspflicht.
    Somit verbleibt der Mitarbeiter auch während der dreimonatigen Reduzierung der Arbeitszeit in seiner privaten Krankenversicherung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Expertenteam

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