Expertenforum - Übergangsbereich mit schwankenden Bezügen

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  • 01
    Übergangsbereich mit schwankenden Bezügen

    Hallo,


    ein Mitarbeiter befindet sich im Übergangsbereich und hat monatlich schwankende Bezüge. Seit Anfang des Jahres hat er bereits 3 x die Grenze des Übergangsbereichs überschritten. Ab wann muss man eine neue Überprüfung vornehmen, ob der Mitarbeiter weiterhin im Übergangsbereich abgerechnet werden darf? Seine Bezüge bleiben weiterhin schwankend.


    Danke vorab!

     

  • 02
    RE: Übergangsbereich mit schwankenden Bezügen

    Hallo Sandra,

    bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt im Übergangsbereich liegt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Dabei ist grundsätzlich auf das Arbeitsentgelt abzustellen, auf das der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch hat.
     
    Ob die maßgebenden Entgeltgrenzen regelmäßig im Monat oder nur gelegentlich unter- oder überschritten werden, ist bei Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen (z. B. Erhöhung oder Reduzierung des Arbeitsentgelts) im Wege einer vorausschauenden Betrachtung zu beurteilen. Als Zeitraum einer dauerhaften Veränderung wird von den Sozialversicherungsträgern grundsätzlich ein Zeitraum von 3 Monaten angesehen. Dabei dürfen Änderungen des Arbeitsentgelts erst von dem Zeitpunkt an berücksichtigt werden, von dem an der Anspruch auf das neue Entgelt besteht.  
     
    Bei unvorhersehbar schwankender Höhe des Arbeitsentgelts und in den Fällen, in denen im Rahmen eines Dauerarbeitsverhältnisses saisonbedingt vorhersehbar unterschiedliche Arbeitsentgelte erzielt werden, ist der regelmäßige Betrag durch Schätzung bzw. durch eine Durchschnittsberechnung zu ermitteln. Dabei ist bei einem seit einem Jahr oder länger beschäftigten Arbeitnehmer von dem im Vorjahr erzielten Arbeitsentgelt auszugehen; bei neu eingestellten Arbeitnehmern kann von der Vergütung eines vergleichbaren Arbeitnehmers ausgegangen werden. Diese Feststellung bleibt für die Vergangenheit auch dann maßgebend, wenn sie infolge nicht sicher voraussehbarer Umstände mit den tatsächlichen Arbeitsentgelten aus der Beschäftigung nicht übereinstimmt.
     
    Als Zeitraum, auf den die vorausschauende Betrachtung bei Beschäftigten zu erstrecken ist, wird grundsätzlich der Zeitraum eines Jahres (12 Monate, z.B. 01.07.2022 bis 30.06.2023) angesehen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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