Expertenforum - Übergangsbereich_Beurteilung Jahresbeginn

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  • 01
    Übergangsbereich_Beurteilung Jahresbeginn

    Hallo :-)


    Eine Beschäftigte ist in einem Teilzeit-Arbeitsverhältnis. das Entgelt liegt monatlich im Übergangsbereich. Die Teilzeit ist befristet. Ab September 2023 geht die Beschäftigte wieder in Vollzeit arbeiten. Muss diese Erhöhung der Arbeitszeit bereits bei der Beurteilung zu Jahresbeginn berücksichtigt werden. Dann liegt auf das Jahr betrachtet keine Beschäftigung im Übergangsbereich mehr vor. Oder muss die Beschäftigt bis 31.08.2023 nach den Regelungen des Übergangsbereich behandelt werden und ab 01.09.2023 als normal SV-pflichtige Beschäftigte?


    MFG

  • 02
    RE: Übergangsbereich_Beurteilung Jahresbeginn

    Hallo LisaBezüge,
     
    bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt im Übergangsbereich zwischen 520,01 und 2.000,00 liegt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Dabei ist grundsätzlich auf das Arbeitsentgelt abzustellen, auf das der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch hat.  
    Ob die maßgebenden Entgeltgrenzen regelmäßig im Monat oder nur gelegentlich unter- oder überschritten werden, ist bei Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen (z. B. Erhöhung oder Reduzierung des Arbeitsentgelts) im Wege einer vorausschauenden Betrachtung zu beurteilen. Dabei dürfen Änderungen des Arbeitsentgelts erst von dem Zeitpunkt an berücksichtigt werden, von dem an der Anspruch auf das neue Entgelt besteht.
     
    Einmalige Einnahmen, deren Gewährung mit hinreichender Sicherheit (z. B. aufgrund eines für allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrags oder aufgrund Gewohnheitsrechts wegen betrieblicher Übung) mindestens einmal jährlich zu erwarten ist, sind bei der Ermittlung des Arbeitsentgelts zu berücksichtigen.
     
    Als Zeitraum, auf den die vorausschauende Betrachtung bei Beschäftigten zu erstrecken ist, wird grundsätzlich der Zeitraum eines Jahres (12 Monate, z.B. 01.01.2023 bis 31.12.2023 oder 01.09.2023 bis 31.08.2024) angesehen.
     
    Da in dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt das monatliche Bruttoentgelt momentan innerhalb des Übergangsbereichs liegt, sind für die Beitragsberechnung die Regelungen des Übergangsbereichs aktuell zu berücksichtigen.
    Zum Zeitpunkt der geplanten Erhöhung der Arbeitszeit ab September 2023
    mit der Erhöhung des regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelts auf einen Betrag über 2.000,00 €, wären ab diesem Zeitpunkt die Regelungen des Übergangsbereich nicht mehr anzuwenden.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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