Expertenforum - U1 Pflicht

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Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

Fragen Sie Experten zu allen Aspekten der Sozialversicherung – im Expertenforum der AOK. An Werktagen bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Darüber hinaus können Sie sich im Expertenforum mit anderen Nutzern zu persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung austauschen.

Fragen zum Jahreswechsel

Zum Jahresbeginn 2021 und auch schon im Herbst 2020 stehen wieder zahlreiche Neuerungen in der Sozialversicherung auf dem Programm. Darüber informieren wir bereits ab September in einem Themenspezial. Für Fragen zu den einzelnen Themen haben wir ein spezielles Expertenforum Jahreswechsel eingerichtet.

  • 01
    U1 Pflicht
    Hallo Expertenteam,

    muss ein Mitarbeiter bei einer Beschäftigung von weniger als 4 Wochen (Mitarbeiter ist zum 01.10.2020 eingetreten und hat zum 27.10.2020 gekündigt), aber bei einer geplanten Befristung bis zum 30.09.2022 U1-pflichtig abgerechnet werden? Falls ja, wäre ich sehr dankbar, wenn Sie mir die gesetzliche Grundlage zusenden könnten, bzw. einen Link dazu.

    Vielen Dank und herzliche Grüße

    Susanne Sonntag
  • 02
    RE: U1 Pflicht
    Hallo Frau Sonntag,
     
    Umlagen zum U1-Verfahren hat der Arbeitgeber grundsätzlich für alle seine Arbeitnehmer im Sinne des Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) zu entrichten. Hierzu gehören Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten (§ 1 Abs. 2 EFZG).
     
    Nicht umlagepflichtig sind hingegen die Arbeitsentgelte der Arbeitnehmer mit Beschäftigungsverhältnissen von bis zu vier Wochen, bei denen wegen der Art des Beschäftigungsverhältnisses aufgrund des § 3 Abs. 3 EFZG kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall entstehen kann (§ 7 Abs. 2 Satz 2 AAG).
     
    Auf Ihren Sachverhalt bezogen bedeutet dies, dass hier keine Befristung von bis zu vier Wochen vorliegt und demzufolge für den ehemaligen Mitarbeiter U1-Beiträge zu berechnen sind.
    Dies ist unabhängig davon, dass die tatsächliche Beschäftigungsdauer weniger als 4 Wochen betrug.
     
    Das ergibt sich aus den „Grundsätzlichen Hinweisen zum Ausgleichsverfahren der Arbeitgeberaufwendungen bei Arbeitsunfähigkeit (U1-Verfahren) und für Mutterschaftsleistungen (U2-Verfahren)“ vom 19. November 2019.
     
    Den entsprechenden Link finden Sie hier:
    https://www.aok.de/fk/fileadmin/user_upload/sv/rundschreiben/2019/hinweise_u1_u2.pdf.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
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