Expertenforum - Student - freiwilliges Zwischenpraktikum - Familienversichert

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  • 01
    Student - freiwilliges Zwischenpraktikum - Familienversichert

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    folgender Sachverhalt liegt vor:


    ein Student absolviert ein freiwilliges Zwischenpraktikum. Er ist immatrikuliert (Bachelor, mit bereits fertiggestellter Arbeit).

    Die Beschäftigung soll vom 15.11.2021 bis 31.03.2022 dauern.

    Er ist für diese Beschäftigung nach München gezogen und ist zu dieser Zeit nicht an der Uni. Er arbeitet damit 5 Tage die Woche, also auch über 20 Stunden.


    Meiner Ansicht kommt, damit die Werkstudentenbeschäftigung oder kurzfristige Beschäftigung nicht mehr in Frage und somit ist er sozialversicherungspflichtig in allen Zweigen der SV.


    Nun ist der Herr aber privat familienversichert. Hat die Familienversicherung immer noch Vorrang oder muss er eine eigene gesetzliche Krankenkasse wählen?


    Vielen Dank!

  • 02
    RE: Student - freiwilliges Zwischenpraktikum - Familienversichert

    Guten Tag,
     
    da der eingeschriebene Student nach Ihrer Schilderung im Rahmen eines nicht vorgeschriebenen Zwischenpraktikums beschäftigt wird, liegt im sozialversicherungsrechtlichen Sinn kein „Praktikum“, sondern ein „normales“ Beschäftigungsverhältnis vor. Bei nicht vorgeschrieben Zwischenpraktika gelten die allgemeinen Regelungen zur versicherungsrechtlichen Beurteilungen von Arbeitnehmern. Das Werkstudentenprivileg ist in Ihrem Fall nicht zu berücksichtigen, da die wöchentliche Arbeitszeit mehr als 20 Stunden beträgt.
     
    Sofern der Student ein Arbeitsentgelt von mehr als 450 EUR im Monat erhält, ist die Beschäftigung kranken-, renten-, arbeitslosen- und pflegeversicherungspflichtig. Damit ist der Student zu einer gesetzlichen Krankenkasse anzumelden. Die private Familienversicherung ist in einem solchen Fall nachrangig.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam  

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