Expertenforum - ÖPNV Ticket durch AG trotz Home-Office?

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  • 01
    ÖPNV Ticket durch AG trotz Home-Office?

    Hallo,


    ich habe mal eine steuerliche Frage.

    Im Normalfall kann ein AG einem AN eine Monatsfahrkarte steuerfrei für die Wege Whg/ Arbeit überlassen.

    Wie ist es, wenn der AG in NRW sitzt, der AN in Bayern ( hauptsächlich im home-Office) und der AN zwischendurch Kundenbesuche in seiner Heimatstadt/ Wohnort für den AG übernimmt.

    Kann der AG dann auch eine ÖPNV -Monatsfahrkarte steuerfrei erstatten? Oder muss dies Pauschalversteuert werden?


    Gibt es schon eine Tendenz wie das mit dem deutschlandweiten 49 € Ticket steuerlich sein wird. Das Ticket ist dann ja nicht mehr "räumlich" auf den normalen Bereich begrenzt!


    Vielen Dank im Voraus.


    U. Koerner

     

  • 02
    RE: ÖPNV Ticket durch AG trotz Home-Office?

    Sehr geehrter Fragesteller,


    die Beantwortung Ihrer Frage hat sich aus technischen Gründen verzögert; wir bitten dies zu entschuldigen.


    Die Steuervergünstigung für Jobtickets gilt gemäß § 3 Nr. 15 EStG zunächst für den ÖPNV „zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte". Wenn bei dauerhafter Home-Office-Tätigkeit die erste Tätigkeitsstätte mit dem Wohnsitz identisch ist oder eine erste Tätigkeitsstätte nicht existiert, bleibt gemäß § 3 Nr. 15 Satz 1 EStG die Regelung dennoch anwendbar, solange die Zahlungen "für Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr" erfolgen. Dabei ist kein dienstlicher Bezug notwendig.


    Da sich auch das 49-Euro-Ticket "nur" auf den örtlichen Nahverkehr (also nicht auf den Fernverkehr) beziehen wird, gelten dieselben Regeln, mithin auch die steuerliche Vergünstigung (Einkommens- und Lohnsteuerfreiheit).


    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Fachexperte Steuerrecht

     

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