Expertenforum - Minijob, Wochenfaktor

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Expertenforum

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  • 01
    Minijob, Wochenfaktor

    Hallo,


    wir haben Mitarbeiter, die bei ihrem Minijob 10 Stunden pro Woche arbeiten und dafür 450,00 € verdienen. Es wird kein Tarifvertrag angewendet, es gelten somit nur die gesetzlichen Regelungen (Mindestlohn und geringfügige Beschäftigung).


    Können Sie mir mitteilen, mit welchem Wochenfaktor (z.B. 4,3 oder 4,35 oder 4,348 usw.) die Sozialversicherungsträger den Monatslohn berechnen?

    Wäre ein Minijob mit 10 Stunden pro Woche und einem Mindestlohn von 10,45 € noch innerhalb der 450 €-Grenze?


    Ab dem 01.10.2022 würde ein Minijob 520 € mit 10 Wochenstunden und 12 € Mindestlohn laut diverser Veröffentlichungen wieder passen.

  • 02
    RE: Minijob, Wochenfaktor

    Hallo stefan,
    Ihre Frage zum „Wochenfaktor“ bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen unter Beachtung der Mindestlohnregelungen betrifft ausschließlich das Arbeitsrecht und kann in diesem (sozialversicherungsrechtlichen) Forum nicht beantwortet werden.
     
    Im Rahmen unseres Expertenforums können mittlerweile Fragen zum Arbeits- und Steuerrecht von externen Experten beantwortet werden, sofern Ihr Eintrag mit dem Cluster „Arbeitsrecht“ bzw. „Steuerrecht“ gekennzeichnet wurde.
     
    Daher haben wir Ihre Anfrage in die Rubrik Arbeitsrecht „umgeswitcht“. Sie erhalten somit eine Antwort/ Stellungnahme aus dem Bereich „Arbeitsrecht“.
     
    Weitergehende Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen erhalten Sie u.a. auch von Arbeitgeberverbänden, Kammern (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer) und Fachanwälten für Arbeitsrecht.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

  • 03
    RE: Minijob, Wochenfaktor

    Sehr geehrter Fragesteller,


    vielen Dank für Ihre Frage.


    In dem von Ihnen gebildeten Beispiel läge die rechnerische Vergütung auch bei dem „günstigsten“ Wochenfaktor (4,3) oberhalb der 450,00 € Grenze. Aus meiner Sicht ist es empfehlenswert, die Arbeitszeit entsprechend zu reduzieren und insoweit auf den „ungünstigsten“ Wochenfaktor (4,35) abzustellen. Für die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns gilt aber nicht die vereinbarte Arbeitszeit, sondern die tatsächlich geleistete.


    Auch in Ihrem zweiten Beispiel würde bei Heranziehung des ungünstigsten Wochenfaktors (4,35) wiederum die Geringfügigkeitsgrenze überschritten werden. Auch insoweit empfehlen wir eine geringfügige Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit, sodass die Entgeltgrenze eingehalten wird.


    Für weitere Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ihr Fachexperte Arbeitsrecht

  • 04
    RE: Minijob, Wochenfaktor

    Hallo,


    danke für die schnelle Rückmeldung. Ich habe aber noch eine Rückfrage, nur zur Klarstellung.


    Bei einem Faktor von genau 4,3 kommt man auf monatlich 449,35 €.

    Meine Sie hier als Faktor 4,3333... ?


    Mit freundlichen Grüßen

  • 05
    RE: Minijob, Wochenfaktor

    Sehr geehrter Fragesteller,


    vielen Dank für Ihre Rückfrage.


    Ich habe tatsächlich mit einem Wochenfaktor von 4,33 gerechnet. Bei einem Faktor von 4,3 läge die rechnerische Vergütung noch innerhalb der 450-€-Grenze.


    Wenn Sie weitere Fragen haben, stehen wir gern zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ihr Fachexperte Arbeitsrecht

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