Expertenforum - Lohnfortzahlung bei Wegeunfällen

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  • 01
    Lohnfortzahlung bei Wegeunfällen

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    eine Mitarbeiterin ist als kurzfristige Beschäftigung seit 14.6. bei uns angestellt.

    Auf Anfahrt zum 1. Dienst ereignete sich ein Wegeunfall, in Folge dessen sie die Arbeitsleistung am Unfalltag nicht erbringen konnte.


    Wie schaut es hier mit der Lohnfortzahlung aus? Greifen hier die gleichen Regularien wie bei regulärer AU - also innerhalb der ersten 4 Wochen der Beschäftigung keine Leistungspflicht des AG?

    Oder gelten in dem Fall durch den Wegeunfall andere Regelungen und ggfs. Zuständigkeiten?

     

  • 02
    RE: Lohnfortzahlung bei Wegeunfällen

    Sehr geehrter Fragesteller,


    vielen Dank für Ihre Frage.


    Für den Arbeitgeber ändert sich durch den Wegeunfall nichts. In den ersten vier Wochen des Arbeitsverhältnisses besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Der Arbeitnehmer hat bei Erfüllung der übrigen Voraussetzungen Anspruch auf Verletztengeld gemäß § 46 SGB VII. Ansprüche gegen die Krankenkasse sind bei Vorliegen eines Wegeunfalls in der Regel nach § 11 Abs. 5 SGB V ausgeschlossen.


    Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir gern zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ihr Fachexperte Arbeitsrecht

  • 03
    RE: Lohnfortzahlung bei Wegeunfällen

    Vielen Dank für die Klarstellung zum Thema.


    Wie schaut es aus, wenn ein Beschäftigter aus der Wartezeit raus ist und zu einem späteren Zeitpunkt (>5. Beschäftigungswoche) einen Wegeunfall hat.

    Muss der Arbeitgeber dann LFZ für die ersten 6 Wochen leisten, wenn die AU Folge des Unfalls ist?

  • 04
    RE: Lohnfortzahlung bei Wegeunfällen

    Sehr geehrter Fragesteller,


    vielen Dank für Ihre Frage.


    Nach Ablauf der vierwöchigen Wartezeit hätte der Mitarbeiter Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, wenn die Arbeitsunfähigkeit wegen eines Wegeunfalls eingetreten ist.


    Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir gern zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ihr Fachexperte Arbeitsrecht

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