Expertenforum - KV der Rentner - Selbständigkeit - freiwillig gesetzlich krankenversichert

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  • 01
    KV der Rentner - Selbständigkeit - freiwillig gesetzlich krankenversichert

    Ein hauptberuflich Selbständiger ist seit Jahren freiwillig gesetzlich krankenversichert und kann ab 2023 Altersrente beziehen, optional auch schon rückwirkend ab Nov. 2022. Er möchte seine selbständige Tätigkeit weiterhin hauptberuflich ausüben und muss deshalb weiterhin freiwillig gesetzlich krankenversichert bleiben.

    Wie verhält es sich mit den KV-Beiträgen? Wird die gesetzliche Rente (noch vor der Regelaltersgrenze) in voller Höhe bei der Beitragsfestsetzung zur freiwillig ges. KV einbezogen? Mit welchen Beitragszuschüssen der gesetzl. RV kann er rechnen?

    Unter welcher Voraussetzung kann er in die KV der Rentner "wechseln", wenn er bislang freiwillig gesetzlich krankenversichert war? Steht ihm diese Möglichkeit offen, wenn er seine Selbständigkeit deutlich reduzieren oder ganz aufgeben würde?

     

  • 02
    RE: KV der Rentner - Selbständigkeit - freiwillig gesetzlich krankenversichert

    Hallo I.Nüßler,
     
    Rentner, die „hauptberuflich“ selbstständig erwerbstätig sind, können nicht in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert werden.
    Sie können ihren Versicherungsschutz allerdings im Rahmen einer freiwilligen Krankenversicherung sicherstellen.
     
    Rentner, die ein zusätzliches Einkommen aus einer nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeit erhalten, können bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen grds. in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversichert werden, haben jedoch diese zusätzlichen Einnahmen bei ihrer Krankenkasse anzugeben und ggf. daraus Beiträge entrichten.
     
    Die Feststellung, ob die Selbstständigkeit eines Rentners hauptberuflich ausgeübt wird, kann nur die für ihn zuständige Krankenkasse unter Würdigung der jeweiligen Gesamtumstände treffen, weil nur dort die entscheidungsrelevanten Unterlagen vorliegen.
     
    Wir bitten um Verständnis, dass wir im Rahmen dieses Forums zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder nur eine grundsätzliche Information geben können.
     
    Die Beitragsberechnung freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ist geregelt in den „einheitlichen Grundsätzen zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und weiterer Mitgliedergruppen sowie zur Zahlung und Fälligkeit der von Mitgliedern selbst zu entrichtenden Beiträge“ (Beitragsverfahrensgrundsätze Selbstzahler).
     
    Danach werden die Beiträge nach den beitragspflichtigen Einnahmen des Mitglieds bemessen. Hierbei ist die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Mitglieds zu berücksichtigen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wird bestimmt durch alle Einnahmen und Geldmittel, die zum Lebensunterhalt verbraucht werden oder verbrauchen werden könnten.
     
    Bei Vorliegen einer hauptberuflichen selbstständigen Erwerbstätigkeit, werden der Beitragsbemessung nacheinander zugrunde gelegt 
    1. das Arbeitseinkommen aus der hauptberuflichen selbstständigen Erwerbstätigkeit,
    2. der Zahlbetrag der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung.
     
    Eine abschließende Klärung der individuellen Beitragseinstufung kann nur durch die zuständige Krankenkasse unter Vorlage der notwendigen Unterlagen (z.B. Einkommenssteuer- und Rentenbescheid) erfolgen.
     
    In welcher Höhe die betreffende Person mit Beitragszuschüssen von der gesetzlichen Rentenversicherung rechnen kann, sollte direkt mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger geklärt werden.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

  • 03
    RE: KV der Rentner - Selbständigkeit - freiwillig gesetzlich krankenversichert

    Hallo I.Nüßler,
     
    Rentner, die „hauptberuflich“ selbstständig erwerbstätig sind, können nicht in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert werden.
    Sie können ihren Versicherungsschutz allerdings im Rahmen einer freiwilligen Krankenversicherung sicherstellen.
     
    Rentner, die ein zusätzliches Einkommen aus einer nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeit erhalten, können bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen grds. in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversichert werden, haben jedoch diese zusätzlichen Einnahmen bei ihrer Krankenkasse anzugeben und ggf. daraus Beiträge entrichten.
     
    Die Feststellung, ob die Selbstständigkeit eines Rentners hauptberuflich ausgeübt wird, kann nur die für ihn zuständige Krankenkasse unter Würdigung der jeweiligen Gesamtumstände treffen, weil nur dort die entscheidungsrelevanten Unterlagen vorliegen.
     
    Wir bitten um Verständnis, dass wir im Rahmen dieses Forums zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder nur eine grundsätzliche Information geben können.
     
    Die Beitragsberechnung freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ist geregelt in den „einheitlichen Grundsätzen zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und weiterer Mitgliedergruppen sowie zur Zahlung und Fälligkeit der von Mitgliedern selbst zu entrichtenden Beiträge“ (Beitragsverfahrensgrundsätze Selbstzahler).
     
    Danach werden die Beiträge nach den beitragspflichtigen Einnahmen des Mitglieds bemessen. Hierbei ist die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Mitglieds zu berücksichtigen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wird bestimmt durch alle Einnahmen und Geldmittel, die zum Lebensunterhalt verbraucht werden oder verbrauchen werden könnten.
     
    Bei Vorliegen einer hauptberuflichen selbstständigen Erwerbstätigkeit, werden der Beitragsbemessung nacheinander zugrunde gelegt 
    1. das Arbeitseinkommen aus der hauptberuflichen selbstständigen Erwerbstätigkeit,
    2. der Zahlbetrag der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung.
     
    Eine abschließende Klärung der individuellen Beitragseinstufung kann nur durch die zuständige Krankenkasse unter Vorlage der notwendigen Unterlagen (z.B. Einkommenssteuer- und Rentenbescheid) erfolgen.
     
    In welcher Höhe die betreffende Person mit Beitragszuschüssen von der gesetzlichen Rentenversicherung rechnen kann, sollte direkt mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger geklärt werden.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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