Expertenforum - Krankengeld nach 6 Wochen Lohnfortzahlung

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Expertenforum

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  • 01
    Krankengeld nach 6 Wochen Lohnfortzahlung

    Wie wird das Krankengeld nach 6 Wochen Lohnfortzahlung von der Krankenkasse berechnet, wenn der Arbeitnehmer in seinem Lohn steuer- und sv-freie Sonntags-, Feiertags- und Nachzuschläge hatte und dementsprechend sein Nettoentgelt höher ist als bei Arbeitnehmern, die nur steuer- und sv-pflichtiges Bruttoarbeitsentgelt beziehen?

  • 02
    RE: Krankengeld nach 6 Wochen Lohnfortzahlung

    Hallo BuchhaltungSF,

    Ausgangsbasis für die Berechnung des Regelentgelts zur Krankengeldermittlung bildet das Arbeitsentgelt aus dem letzten abgerechneten Entgeltabrechnungszeitraum von mindestens 4-wöchiger Dauer (Bemessungszeitraum) vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit.

    Hier ist das im letzten Entgeltabrechnungszeitraum erzielte laufende beitragspflichtige Arbeitsentgelt ohne Berücksichtigung der Besonderheiten von Entgeltumwandlung und den Regelungen des Übergangsbereichs zu bescheinigen.

    Was zum sozialversicherungsrechtlichen Verdienstbegriff „Arbeitsentgelt“ gehört, ergibt sich grundsätzlich aus § 14 Sozialgesetzbuch (SGB) IV. Zum Arbeitsentgelt gehören alle laufenden oder einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung, gleichgültig, ob ein Rechtsanspruch auf die Einnahmen besteht, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie geleistet werden und ob sie unmittelbar aus der Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr erzielt werden.

    Zum Bruttoarbeitsentgelt in diesem Sinne gehören alle steuer- und damit beitragspflichtigen Bezüge für Arbeitsleistungen und Entgeltfortzahlung im gemeldeten Zeitraum. Dazu zählen steuerfreie, aber beitragspflichtige Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Expertenteam

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