Expertenforum - Jahresarbeitsentgeltgrenze, reguläres Unterschreiten der Grenze und Langzeiterkrankung

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  • 01
    Jahresarbeitsentgeltgrenze, reguläres Unterschreiten der Grenze und Langzeiterkrankung

    Guten Morgen,


    ich habe eine kurze Frage:


    Mitarbeiter ist freiwillig in der GKV versichert. Aktuell ist er arbeitsunfähig und bezieht Krankengeld.

    Aufgrund der Grenze von 66.600,00 Euro rutscht er ab dem 01.01.2023 wieder in die Pflichtversicherung, aber unabhängig von der Unterbrechung bzw. dem Krankengeldbezug. Dies darf man ja nicht berücksichtigen.

    Ich habe die vorausschauende Prognose mit dem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt ohne Krankheit gemacht.


    Führt das zu Problemen, wenn ich den Mitarbeiter trotz Arbeitsunfähigkeit ab dem 01.01.2023 wieder als Pflichtmitglied eingebe? Oder muss ich warten, bis er wieder arbeitsfähig ist?


    Vielen Dank für Ihre Unterstützung.


    Freundliche Grüße

    Der Rechtsfinder



     

  • 02
    RE: Jahresarbeitsentgeltgrenze, reguläres Unterschreiten der Grenze und Langzeiterkrankung

    Guten Tag,
     
    zur Berechnung des Jahresarbeitsentgelt ist auf das regelmäßige Entgelt abzustellen.
     
    Um das regelmäßige Entgelt zu bestimmen, berechnet der Arbeitgeber das Gehalt/den Lohn für zwölf Monate im Voraus. Einmalzahlungen, die jährlich garantiert gezahlt werden, werden berücksichtigt.
    Zeiten der Arbeitsunfähigkeit bleiben unberücksichtigt, da eine vorausschauende Berechnung für die Zukunft erstellt wird.
     
    Die von Ihnen vorgenommene Berechnung ist somit korrekt und ggf. ist eine Ummeldung mit Beginn der Versicherungspflicht ab 01.01.2023 auch während des Krankengeldbezuges vorzunehmen. Während der beitragsfreien Zeit des Krankengeldbezuges entfaltet die Versicherungspflicht noch keine Auswirkungen. Erst wenn die Beschäftigung gegen Entgelt wieder aufgenommen wird, greift die Beitragspflicht wieder.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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