Expertenforum - Jahresarbeitsentgelt

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  • 01
    Jahresarbeitsentgelt

    Hallo ,

    Eine Mitarbeiterin war bisher in der gesetzlichen Krankenversicherung (keine Überschreitung der JAEG in den vergangenen Jahren).

    2023 übersteigt das Jahresarbeitsentgelt voraussichtlich die Grenze in Höhe von 66.000,00€. In 2022 beträgt das JAE 66.042,80€. Die Grenze in Höhe von 64.350,00€ würde auch hier erreicht werden. Die Beschäftigte hatte Zeiten zur Betreuung der Kinder und Anspruch auf Kinderkrankengeld in 2022. Das Entgelt wurde entsprechend gekürzt. Das JAE würde in 2022 , mit dieser Kürzung nur noch 64.601,65€ betragen. Ist diese Kürzung mit zu berücksichtigen oder ist für das Jahr 2022 das JAE ohne Kürzung durch "Kind Krank" Zeiten zu berechnen.


    Sollte das JAE ohne Kürzung berücksichtig werden ändert sich der versicherungsrechtliche Status von gesetzlich zu freiwillig versichert.

    Sollte das niedrigere Entgelt , durch die Kürzung , als Grundlage für das JAE gelten, bleibt es bei der gesetzlichen Versicherung.


    Danke im Voraus für Ihre Antwort.


     

  • 02
    RE: Jahresarbeitsentgelt

    Guten Tag,
     
    grundsätzlich ist bei der Prüfung der Überschreitung der Jahresarbeitsentgeltgrenze auf das regelmäßige Arbeitsentgelt in einer zukunftsbezogenen Betrachtungsweise abzustellen.
     
    Unterbrechungen der Beschäftigung z. B. durch Anspruch auf Kinderkrankengeld und der damit verbundenen Gehaltsreduzierung haben insoweit keine Auswirkungen auf die krankenversicherungsrechtliche
    Beurteilung, da diese in einer vorausschauenden Betrachtung nicht planbar sind.
     
    Besteht für Arbeitnehmende zunächst Versicherungspflicht, weil die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht überschritten wird, endet diese mit Ablauf des Kalenderjahres des Überschreitens, wenn auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze des nächsten Kalenderjahres überschritten  wird. Die Prüfung hat bei jeder unterjährigen Veränderung des Arbeitsentgeltes zu erfolgen. In dieser Fallgestaltung wird auch die Prüfung zum Ende eines Jahres akzeptiert.
     
    In dem von Ihnen geschilderten Fall hat die Reduzierung des Entgeltes durch das Kinderkrankengeld keine Auswirkungen auf die Beurteilung. Sofern also tatsächlich durch das regelmäßige Arbeitsentgelt im Jahr 2022, ohne Berücksichtigung der Kinderkrankengeldzeit, die Jahresarbeitsentgeltgrenze 2022 überschritten wird und auch die Grenze 2023 in vorausschauender Betrachtung überschritten wird, endet die Krankenversicherungspflicht zum 31.12.2022.
     
    In der Folge wird die Krankenversicherung dann als freiwillige Mitgliedschaft fortgesetzt.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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