Expertenforum - Höhe vom Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld.

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  • 01
    Höhe vom Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld.

    Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftssgeld, wenn ich während der Mutterschutzfrist noch in der Elternzeit für mein älteres Kind bin?


    1. Eine AN übt während der EZ eine geringfügie Beschäftigung aus und ist erneut schwanger. Muss Sie hier die EZ vom ersten Kind vorzeitig beenden um den Zuschuss vom damaligen höheren Gehalt zu bekommen? Was passiert, wenn Sie die EZ nicht beendet? Bekommt Sie dann den Zuschuss vom Teilzeitgehalt?

    2. Eine AN von uns hat die EZ um ein Jahr verlängert und nimmt eine Teilzeitbeschäftigung auf. Wenn Sie erneut schwanger werden würde, müsste Sie doch die EZ vom ersten Kind vorzeitig beenden um den Zuschuss vom früheren Vollzeitgehalt zu erhalten.?Bis wann müsste Sie schwanger werden? Vor dem 3 Geburtstag vom ersten Kind oder?


     

  • 02
    RE: Höhe vom Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld.


    Hallo Personal_BW,
     
    da bei der Ermittlung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld arbeitsrechtliche Regelungen betroffen sind, zu denen wir keine verbindliche Stellungnahme abgeben, bitten wir Sie um Verständnis, dass wir nur allgemein zu Ihrer Anfrage Stellung nehmen können.
     
    Grundsätzlich gilt:
     
    Die Möglichkeit der vorzeitigen Beendigung der Elternzeit wird im § 16 Abs. 3 Satz 3 Bundeselterngeldgesetz geregelt. Die Fallkonstellation, die dort benannt wird, ist die vorzeitige Beendigung der Elternzeit aufgrund der Wahrung der Schutzfristen (§ 3 Mutterschutzgesetz (MuSchG)).
     
    Kommt es also aus diesem Grund zu einer Beendigung der Elternzeit, entsteht auch ein erneuter Anspruch auf den „Zuschuss“ zum Mutterschaftsgeld (§ 20 MuSchG). Er wird für die Zeit der Schutzfristen vor und nach der Entbindung sowie für den Entbindungstag in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen 13,00 € und dem durchschnittlichen kalendertäglichen Nettoentgelt gezahlt.
     
    Bei Arbeitnehmerinnen in Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit sind für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes die letzten drei abgerechneten Kalendermonate aus der Teilzeitbeschäftigung zugrunde zu legen.

    Werden Arbeitnehmerinnen durch diese Regelung schlechter gestellt als Frauen, die während des Erziehungsurlaubs keine Beschäftigung ausgeübt haben, so ist aufgrund einer Ausnahmeregelung für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes eine Gleichstellung mit Arbeitnehmerinnen vorzunehmen, die keine Beschäftigung während der Elternzeit ausgeübt haben. D.h. nur in den Fällen, bei denen das Mutterschaftsgeld aus der Teilzeitbeschäftigung weniger als 13,00 €/Tag beträgt, ist der Bemessungszeitraum aus der vorangegangenen (ersten) Schutzfrist zugrunde zu legen.
     
    Weitergehende Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen erhalten Sie u.a. von Arbeitgeberverbänden, Kammern (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer) oder von Fachanwälten für Arbeitsrecht.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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