Expertenforum - Gesellschafter Geschäftsführer

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Expertenforum

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  • 01
    Gesellschafter Geschäftsführer

    Liebes Expertenteam,


    wir betreuen eine GmbH mit zwei Gesellschaftern , die gemäß Statusfeststellungsverfahren als selbständig anzusehen sind. Beide Gesellschafter sind freiwillig gesetzlich auf Basis der monatlichen Vergütung in Höhe von je EUR 3.500,00 versichert. Nun will die Gesellschaft die Beiträge hälftig übernehmen. Diese Übernahme führt nach meinem Kenntnisstand zu einer Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze zur freiwilligen KV/PV. Wo finde ich die gesetzliche Grundlage dafür? Ist die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze dann auch auf die derzeit gültige Beitragsbemessungsgrenze in der KV/PV begrenzt?


    Danke für die Rückmeldung



     

  • 02
    RE: Gesellschafter Geschäftsführer

    Sehr geehrte Frau Reichel,
     
    wir bitten um Verständnis, dass wir zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder nur eine grundsätzliche Information geben können.

    Zur Frage hinsichtlich der genauen Beitragseinstufung kann nur die jeweils zuständige Krankenkasse Auskunft geben. Daher empfehlen wir, sich diesbezüglich mit der zuständigen Krankenkasse in Verbindung zu setzen.

    Grundsätzlich gilt:

    Die Beitragsbemessung „freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung“ ist in den einheitlichen Grundsätzen des GKV-Spitzenverbandes geregelt. Danach werden die Beiträge nach den beitragspflichtigen Einnahmen des Mitglieds bemessen. Hierbei ist die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Mitglieds zu berücksichtigen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wird bestimmt durch alle Einnahmen und Geldmittel, die zum Lebensunterhalt zur Verfügung stehen (Beitragsverfahrensgrundsätze Selbstzahler - BVSzGS).

    Als beitragspflichtige Einnahmen sind das Arbeitsentgelt, das Arbeitseinkommen, der Zahlbetrag der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung, der Zahlbetrag der Versorgungsbezüge sowie alle Einnahmen und Geldmittel, die für den Lebensunterhalt verbraucht werden oder verbraucht werden können, ohne Rücksicht auf ihre steuerliche Behandlung zugrunde zu legen (§ 3 Abs. 1 Beitragsverfahrensgrundsätze Selbstzahler), hierzu zählen auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und Zinseinkünfte.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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