Expertenforum - Geringfügige Beschäftigung

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Expertenforum

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  • 01
    Geringfügige Beschäftigung

    Sehr geehrtes Expertenteam,


    wir haben eine MAin, die ihre Stundenzahl von Vollzeit auf 4 WoStd. reduziert hat. Auf Grund ihres Einkommens (unter 450 €) würde ich sie in der Sozialversicherung als "geringfügig" verschlüsseln. Jetzt ist diese MAin schwanger geworden und möchte mit 1-1-1-1 verschlüsselt werden, damit sie in den Genuss von Mutterschaftsgeld kommt.

    Laut ihrer Aussage ist es möglich, auf die Verschlüsselung als gfg. Beschäftigte zu verzichten. Es würde dadurch in der Sozialversicherung kein Nachteil entstehen, da Beiträge in allen vier Zweigen abgeführt würden und zwar vom AG wie vom AN.


    Meiner Meinung nach ist dies nicht möglich. Da ich mir aber nicht mehr sicher bin und im Internet keine Hilfe gefunden habe, bitte ich Sie um eine rechtssichere Aussage.


    Vielen Dank im Voraus und einen schönen Tag

    Ch. Kolter-Bekker

  • 02
    RE: Geringfügige Beschäftigung

     
    Sehr geehrte Frau Kolter-Bekker,
     
    die gesetzlichen Vorschriften des Sozialgesetzbuches regeln die Versicherungspflicht und Versicherungsfreiheit. Versicherungspflicht tritt nur dann ein, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Eine Wahlmöglichkeit gibt es nicht. 
     
    In Ihrem Fallbeispiel liegen die Voraussetzungen für eine versicherungspflichtige Beschäftigung mit dauerhafter Absenkung der Arbeitszeit und des Arbeitsentgelts im Rahmen der geringfügig entlohnten Beschäftigung nicht mehr vor. Folgerichtig ist eine Abmeldung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu erstellen und eine Anmeldung als geringfügig entlohnte Beschäftigte bei der Minijobzentrale anzuzeigen. 
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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