Expertenforum - Familienversicherung, Nebenverdienst bei schulischer Ausbildung/ kostenpflichtiges Studium

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  • 01
    Familienversicherung, Nebenverdienst bei schulischer Ausbildung/ kostenpflichtiges Studium

    Hallo,


    wie stellt sich der Sachverhalt der Familienversicherung bei einer schulischen Ausbildung/ einem kostenpflichtigen Studium dar, wenn der Student/ Auszubildende einen Nebenjob machen will?

    Minijob sollte unschädlich sein? Oder ist die Hinzuverdienstgrenze bei der Familienversicherung anders?

    Kann dieser Student/Azubi zwei Minijobs haben, die nicht mehr als 520 € ergeben? Geht ja nur, wenn kein Hauptjob da ist. Zählt das Studium dann als Hauptjob?

    Oder wie ist es zu sehen?


    Vielen Dank im Voraus


    U.Koerner

  • 02
    RE: Familienversicherung, Nebenverdienst bei schulischer Ausbildung/ kostenpflichtiges Studium

    Guten Tag,
     
    Studenten können sich beitragsfrei gesetzlich krankenversichern, sofern ein Elternteil gesetzlich krankenversichert oder ein Ehegatte bzw. Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse (Pflichtmitglied oder freiwilliges Mitglied) ist und die weiteren Voraussetzungen gemäß § 10 SGB V erfüllt sind (für die beitragsfreie Versicherung in der sozialen Pflegeversicherung § 25 SGB XI).
    Als Kinder im Sinne der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung gelten auch Stiefkinder und Enkel, die das Mitglied überwiegend unterhält oder in seinen Haushalt aufgenommen hat, sowie Pflegekinder. 
     
    Voraussetzungen für einen familienversicherten Studenten in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung ist u. a., dass der familienversicherte Studierende kein Gesamteinkommen hat, dass regelmäßig im Monate die Geringfügigkeitsgrenze (derzeit 520 Euro) überschreitet.
    Bei nicht geringfügig beschäftigten Studenten gilt ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße als Hinzuverdienstgrenze (ab 01.01.2023: 485 Euro).
     
    Studenten können nur bis einen Tag vor ihrem 25. Geburtstag über ein Elternteil beitragsfrei mitversichert sein. Wird das Studium durch Erfüllung einer gesetzlichen Dienstpflicht (ebenso freiwilliger Wehrdienst, Freiwilligendienst, Jugendfreiwilligendienst, Bundesfreiwilligendienst…) unterbrochen oder verzögert, verschiebt sich die Altersgrenze um diesen Zeitraum nach hinten.
     
    In Ihrem Fall können Sie den Studierenden im Rahmen eines Minijobs beschäftigen. Da es keine Hauptbeschäftigung gibt (das Studium wird nicht als Beschäftigung angesehen) sind auch zwei Minijobs möglich, soweit die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschritten wird.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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