Expertenforum - einmalige Todesfallleistung aus baV

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  • 01
    einmalige Todesfallleistung aus baV
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ein Mitarbeiter ist verstorben, Alleinerbin ist die 25 jährige Tochter.
    Der Mitarbeiter hatte eine Entgeltumwandlung in einer Unterstützungskasse. Die Unterstützungskasse hat nun die Todesfallleistung an den Arbeitgeber überwiesen mit der Bitte dies Steuer- und SV-konform an die Erbin auszuzahlen.

    Die Zuständige KK der Erbin (kleine BKK) ist hier leider wenig hilfreich.
    Was muss ich im Sinne der SV beachten?

    Vielen Dank!
  • 02
    RE: einmalige Todesfallleistung aus baV
    Guten Tag,
     
    bei Zahlungen für verstorbene Mitarbeiter ist zu unterscheiden zwischen dem Lohn, der auf die aktive Beschäftigung des Arbeitnehmers entfällt (Nachzahlung von laufendem Entgelt oder Einmalzahlungen) und Zahlungen, die über den Todestag hinaus geleistet werden (z. B. Sterbegeld an die Hinterbliebenen). 

    Beitragspflichtig als Arbeitsentgelt für eine aktive Beschäftigung ist das für die Arbeitsleistung bis zum Todestag erarbeitete Arbeitsentgelt (z. B. Leistungsentgelte), unabhängig vom Zeitpunkt der Auszahlung. 

    Dagegen gehört die Gewährung eines Sterbegeldes, dass jemand als Rechtsnachfolger eines Arbeitnehmers bezieht, nicht zum sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt, da es nicht für eine vom Empfänger der Zahlungen selbst ausgeübte Beschäftigung gezahlt wird. 

    Ob das Sterbegeld ggf. als Versorgungsbezug kranken- und pflegeversicherungspflichtig ist, hängt im Einzelfall davon ab, ob Hinterbliebenenleistungen gewährt werden. Ob und inwieweit das Kind ggf. als Waisenrentnerin eigene Kapitalbeiträge für sich beanspruchen kann, ist bei der zuständigen Krankenkasse zu erfragen.

    Wir empfehlen Ihnen Kontakt mit der zuständigen Einzugsstelle auf zunehmen, da uns ohne die notwendigen Unterlagen eine verbindliche Aussage im Rahmen dieses Forums nicht möglich ist.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     
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