Expertenforum - Betriebliche Altersvorsorge ab 1.1.2022

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  • 01
    Betriebliche Altersvorsorge ab 1.1.2022

    Sehr geehrtes Expertenteam,

    es besteht eine vom Arbeitgeber finanzierte baV. Zusätzlich hat der Arbeitnehmer eine Direktversicherung durch Gehaltsumwandlung vor Jahren bei einer anderen Versicherung abgeschlossen. Ist hierfür vom Arbeitgeber ab 1.1.22 ein Zuschuss zu leisten? Oder kann berücksichtigt werden, dass der Arbeitgeber bereits die Beiträge für die erste Versicherung übernimmt?

    Vielen Dank - Ida

  • 02
    RE: Betriebliche Altersvorsorge ab 1.1.2022

    Guten Tag,
     
    der Arbeitnehmer hat nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG)  im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung einen Anspruch auf Entgeltumwandlung bis zur Höhe von 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung (2021 3.408 EUR).
     
    Sollte durch eine betriebliche Altersversorgung die Grenze noch nicht ausgeschöpft sein, kann der Arbeitnehmer die Differenz auch noch zum Beispiel für eine Direktversicherung nutzen.
     
    Insoweit besteht für die gesamte Entgeltumwandlung Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung.
     
    Nach § 1a BetrAVG muss der Arbeitgeber 15 Prozent des umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss an den Pensionsfonds,
    die Pensionskasse oder die Direktversicherung weiterleiten, soweit er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart. Ab 2022 gilt dies auch für bisher bestehende Entgeltumwandlungsvereinbarungen.
     
    In dem von Ihnen geschilderten Fall hat der Arbeitgeber für die durch die Entgeltumwandlung eingesparten Sozialversicherungsbeiträge, bis zur maximalen Auslastung des Höchstbetrages, einen Zuschuss zu zahlen. Ab 2022 ist auch hierbei die Entgeltumwandlung zugunsten des Altvertrages der Direktversicherung zu berücksichtigen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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