Expertenforum - Beschäftigung zwischen einem Bachelor und Masterstudium

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  • 01
    Beschäftigung zwischen einem Bachelor und Masterstudium

    Beschäftigung einer Werkstudentin in dem Zeitraum März 2021 - 30.09.2021 (befristetes AV ):


    Für die bestehende Beschäftigung lag uns für das Sommersemester 2021 eine Imma vor. Für das Wintersemester 2021/2022 haben wir im Oktober 2021 auf Nachfrage eine Studienbescheinigung erhalten, allerdings als Masterandin für das WS 2021/2022. Ebenso wurde uns das Schreiben der Exmatrikulation der Hochschule vom 19.08.2021 ausgehändigt . Aus dem Schreiben geht hervor das die Feststellung über das Bestehen der Prüfung mit Wirkung zum 10.08.2021 erfolgt ist. In einem zusätzlichen Absatz wird ergänzt das sie zum 30.09.2021 als Studierende aus der Hochschule entlassen wird.


    Wir haben im Sept. 2021 mit dem Personengruppenschlüssel 106 und den Beitragsgruppenschlüssel 0100 abgerechnet. Ist das korrekt oder ist der Monat mit dem Personengruppenschlüssel 101 und Beitragsgruppenschlüssel 1111 zu korrigieren auf Grund der Tatsache das das offizielle Ergebnis der Bachelorprüfung bereits im August 2021 erfolgt ist.

    Aus den Richtlinien geht hervor das der Status Student mit Ende des Kalendermonats endet in dem der Studierende das offizielle Gesamtergebnis erhält. Gibt es hier zwischen Bachelor und Masterstudium eine offizielle Ausnahme?

  • 02
    RE: Beschäftigung zwischen einem Bachelor und Masterstudium

    Hallo Abrechnungsstelle,

    zu den ordentlichen Studierenden gehören diejenigen, die an einer Hochschule oder einer der fachlichen Ausbildung dienenden Schule eingeschrieben (immatrikuliert) sind. Die Einschreibung bzw. Immatrikulation wird in der Regel mit der Immatrikulationsbescheinigung bestätigt.
    Hat der Studierende die von der Hochschule für den jeweiligen Studiengang nach den maßgebenden Prüfungsbestimmungen vorgesehene letzte Prüfungsleistung (z. B. Abgabe der Bachelorarbeit bzw. Ablegung des ersten Staatsexamens) erbracht, so wird die Hochschulausbildung im Sinne der Anwendung des Werkstudentenprivilegs nicht mit dieser letzten Prüfungsleistung, sondern mit Ablauf des Monats, in dem der Studierende vom Gesamtergebnis der Prüfungsleistung offiziell schriftlich unterrichtet worden ist, als beendet angesehen.
     
    Beim Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium ist grundsätzlich nicht von einem durchgehenden Fortbestehen der Zugehörigkeit zum Personenkreis der ordentlichen Studierenden auszugehen, da der neue Ausbildungsabschnitt in Form des Masterstudiums sich in aller Regel nicht lückenlos an das Ende des Bachelorstudiums anschließt. Bei derartigen Unterbrechungen kann angesichts der erforderlichen Hochschulzugehörigkeit Versicherungsfreiheit aufgrund des Werkstudentenprivilegs nicht eingeräumt werden. Allein die Absicht, zum nächstmöglichen Zeitpunkt das weiterführende Studium aufnehmen zu wollen, reicht für den Lückenschluss nicht aus.
     
    Frühestens mit der Einschreibung zum Masterstudiengang konnten dann bei der Studentin die besonderen Regelungen für die Versicherungsfreiheit von beschäftigten Studierenden erneut greifen.
     
    Wie Sie bereits korrekt beschrieben haben, wird – sofern der Studierende die von der Hochschule für den jeweiligen Studiengang nach den maßgebenden Prüfungsbestimmungen vorgesehene letzte Prüfungsleistung erbracht hat - mit Ablauf des Monats, in dem der Studierende vom Gesamtergebnis der Prüfungsleistung offiziell schriftlich unterrichtet worden ist, als beendet angesehen.
    Demzufolge findet in Ihrem Sachverhalt nur bis 31.08.2021 die Werkstudentenregelung Anwendung (Beitragsgruppenschlüssel „0100“). Seit 01.09.2021 (bis zum Beginn des Masterstudiums) finden die allgemeinen Regelungen für die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung Anwendung, so dass die Beschäftigung ab diesem Zeitpunkt auf den Beitragsgruppenschlüssel „1111“ abzuändern ist.

    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     
     

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