Expertenforum - Beschäftigung eines Studenten

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Expertenforum

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  • 01
    Beschäftigung eines Studenten

    Hallo Expertenteam,

    ein ehemaliger Auszubildender unseres Unternehmens hat nach Ende seiner Ausbildung ein reines Hochschulstudium aufgenommen und wird in den Monaten Juli bis August während der Semesterferien bei uns als Ferienarbeiter beschäftigt. Sein Verdienst wird weit oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze liegen, die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden, er ist als Student krankenversichert. Kann er als kurzfristig Beschäftigter angemeldet werden oder ist "Werkstudent" die bessere Alternative, da er voraussichtlich nur in den Semesterferien immer mal wieder in Vollzeit arbeiten wird. Somit die Arbeitszeitgrenzen des Werkstudenten nur in der vorlesungsfreien Zeit überschritten werden.


    Vielen Dank für Ihre Antwort!

     

  • 02
    RE: Beschäftigung eines Studenten

    Hallo HAyStahl,
     
    neben der Zugehörigkeit zum Personenkreis der ordentlichen Studierenden verlangt die Versicherungsfreiheit aufgrund des Werkstudentenprivilegs darüber hinaus, dass das Studium an einer Hochschule oder einer der fachlichen Ausbildung dienenden Schule absolviert wird.
     
    Personen, bei denen die vorgenannten Voraussetzungen vorliegen, können grundsätzlich eine kurzfristige Beschäftigung ausüben, sofern die weiteren Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.
    Ob die Beschäftigung während der Vorlesungszeit oder während der Semesterferien ausgeübt wird, hat für die Beurteilung der Kurzfristigkeit keine Bedeutung.
    Ebenso spielt die Höhe des Arbeitsentgelts und die wöchentliche Arbeitszeit keine Rolle.
     
    Vom Erscheinungsbild eines Studenten ist dann nicht mehr auszugehen, wenn eine derartige Beschäftigung mit einer Wochenarbeitszeit von mehr als 20 Stunden ohne zeitliche Befristung ausgeübt wird oder auf einen Zeitraum von mehr als 26 Wochen befristet ist; in diesen Fällen tritt die Zugehörigkeit zum Kreis der Beschäftigten in den Vordergrund.
     
    Werkstudenten dürfen mehr als 20 Wochenstunden arbeiten, wenn sie dies ausschließlich in der vorlesungsfreien Zeit tun und im Laufe eines Jahres insgesamt nicht mehr als 26 Wochen beschäftigt sind.
     
    Welches in dem von Ihnen zu beurteilenden Fall die „bessere Alternative“ darstellt, kann nur anhand der aktuell vorliegenden und der zukünftig geplanten Beschäftigungen beurteilt werden.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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