Expertenforum - Berechnung Zuschuss zur privaten KV/PV bei Mehrfachbeschäftigung über BBG

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  • 01
    Berechnung Zuschuss zur privaten KV/PV bei Mehrfachbeschäftigung über BBG

    Ich muss eine Rückrechnung für mehrere Mitarbeiter i.S. Statusfeststellungsverfahren für die Jahre 2018-2022 machen. Wie kann man den AG Zuschuss für KV/PV berechnen, wenn man nur den Auszahlungsbetrag hat? Bei den meisten Mitarbeitern besteht eine Mehrfachbeschäftigung über BBG, genauere Angaben kann ich nicht erfragen. Wenn ich den AG-Zuschuss für KV/PV errechnen kann, kann ich den Nettoverdienst errechnen und dann hochrechnen zum Bruttoverdienst.

  • 02
    RE: Berechnung Zuschuss zur privaten KV/PV bei Mehrfachbeschäftigung über BBG

    Guten Tag,
     
    bei der Ermittlung der Höhe, der von den Arbeitgebern zu zahlenden Beitragszuschüsse vom Arbeitgeber sind arbeitsrechtliche Regelungen betroffen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir in diesem Forum zu Fragen des Arbeitsrechts keine Stellungnahme abgeben können.
    Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen erhalten Sie u. a. von Arbeitgeberverbänden, Kammern (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer) sowie Fachanwälten für Arbeitsrecht.
     
    Ganz allgemein geben wir Ihnen gerne Auskunft:
     
    Nach § 257 Abs. 2 SGB V erhalten Beschäftigte, die nur wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze oder die auf Grund von § 6 Abs. 3a SGB V (über 55-jährige Arbeitnehmer) versicherungsfrei oder die von der Krankenversicherungspflicht befreit (§ 8 SGB V) und bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert sind, von ihrem Arbeitgeber einen Beitragszuschuss.

    Der Zuschuss wird in Höhe des Betrages gezahlt, der sich bei Anwendung der Hälfte des Beitragssatzes nach § 241 und der nach § 226 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V bei Versicherungspflicht zugrunde zu legenden beitragspflichtigen Einnahmen als Beitrag ergibt, d. h. dass der Beitragszuschuss von dem Ausgangswert zu berechnen ist, der bei bestehender Krankenversicherungspflicht maßgebend wäre. Beitragsbemessungsgrundlage für den Beitragszuschuss bei privat krankenversicherten Arbeitnehmern ist das monatliche Arbeitsentgelt bis zur jeweils maßgebenden Beitragsbemessungsgrenze. Hiernach ergibt sich ab 1.1.2022 als Beitragszuschuss für privat krankenversicherte Arbeitnehmer sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern höchstens ein Betrag von (7,3 % + 0,65 % = 7,95 % von 4837,50 € =) 384,58 € monatlich.
    Allerdings erhält der Arbeitnehmer als Beitragszuschuss jedoch höchstens die Hälfte des Betrags, den er für seine private Krankenversicherung tatsächlich aufwendet.

    Bestehen innerhalb desselben Zeitraums mehrere Beschäftigungsverhältnisse, sind die beteiligten Arbeitgeber nach § 257 Abs. 1 Satz 2 SGB V anteilig nach dem Verhältnis der Höhe der jeweiligen Arbeitsentgelte zur Zahlung des Beitragszuschusses verpflichtet. Hinsichtlich der Beitragszuschüsse zur Pflegeversicherung für privat kranken- und pflegeversicherte Arbeitnehmer sind bei Bestehen mehrerer Beschäftigungsverhältnisses innerhalb desselben Zeitraums die beteiligten Arbeitgeber ebenfalls zur anteiligen Aufteilung der Zuschüsse nach dem Verhältnis der Höhe der jeweiligen Arbeitsentgelte verpflichtet (§ 61 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Satz 4 SGB XI).

    Weitergehende Informationen können Sie in den Gemeinsamen Grundsätzen zur Beitragsberechnung bei Mehrfachbeschäftigung des GKV-SPITZENVERBAND, BERLIN (aok.de) entnehmen

    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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