Expertenforum - Beitragszuschuss für private KV/PV für Ehegattin in Elternzeit

© ZORAN ORCIK / Adobe Stock
Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

Fragen Sie Experten zu allen Aspekten der Sozialversicherung – im Expertenforum der AOK. An Werktagen bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Darüber hinaus können Sie sich im Expertenforum mit anderen Nutzern zu persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung austauschen.

Fragen zum Jahreswechsel

Zum Jahresbeginn 2021 und auch schon im Herbst 2020 stehen wieder zahlreiche Neuerungen in der Sozialversicherung auf dem Programm. Darüber informieren wir bereits ab September in einem Themenspezial. Für Fragen zu den einzelnen Themen haben wir ein spezielles Expertenforum Jahreswechsel eingerichtet.

  • 01
    Beitragszuschuss für private KV/PV für Ehegattin in Elternzeit
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ein hier privat versicherter Arbeitnehmer begehrt den Arbeitgeberzuschuss zur privaten KV/PV (§ 257 SGB V) für seine sich in Elternzeit befindliche Ehefrau, die ebenfalls privatversichert ist. Der Arbeitnehmer selbst erhält hier bereits den Arbeitgeberzuschuss für seine Aufwendungen für die private KV/PV, schöpft aber den Höchstbetrag nicht aus. Bis zum Mutterschutz war die Ehefrau wegen Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze privatversichert und erhielt von ihrem Arbeitgeber einen eigenen Arbeitgeberzuschuss - nicht jedoch während der Elternzeit. Die private KV/PV der Ehefrau besteht weiterhin. Besteht in diesem Fall Anspruch auf Arbeitgeberzuschuss für die KV/PV-Aufwendungen der Ehefrau (Angehörigenzuschuss)?

    Besten Dank für Ihre Antwort

    RudiRatlos
  • 02
    RE: Beitragszuschuss für private KV/PV für Ehegattin in Elternzeit
    Guten Tag,
     
    für die Ermittlung der Höhe des Beitragszuschusses für privat krankenversicherte Arbeitnehmer sind auch die Aufwendungen für seine privat krankenversicherten Angehörigen zu berücksichtigen, wenn diese bei Versicherungspflicht des Arbeitnehmers nach § 10 SGB V familienversichert wären. Voraussetzung ist ferner, dass die Familienangehörigen auch tatsächlich privat krankenversichert sind. Nicht erforderlich ist, dass die private Versicherung des Arbeitnehmers und die seiner Angehörigen bei demselben Versicherungsunternehmen bestehen.
     
    Beschäftigte, die bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert sind, erhalten unter bestimmten Voraussetzungen einen Beitragszuschuss ihres Arbeitgebers zur Pflegeversicherung. Der Arbeitgeber trägt dabei - ausgehend vom aktuell geltenden gesetzlichen Beitragssatz - grundsätzlich die nach dem Arbeitsentgelt bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Pflegeversicherung zu bemessenden Beiträge zur Hälfte.
     
    Bestünde dem Grunde nach also ein Anspruch auf eine Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung, können die Aufwendungen für die privat krankenversicherten Angehörigen berücksichtigt werden. Hier ist ebenfalls eine Bescheinigung des Versicherungsunternehmens notwendig, in der bestätigt wird, dass die Versicherung den gesetzlich geforderten Voraussetzungen entspricht.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     
Kontakt zur AOK AOK/Region wählen
Grafik Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner steht Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.
Grafik e-mail
Melden Sie uns Ihr Anliegen, wir antworten umgehend oder rufen Sie zurück.