Expertenforum - Beiträge aus Lebensarbeitszeitkonto

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Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

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Fragen zum Jahreswechsel

Zum Jahresbeginn 2021 und auch schon im Herbst 2020 stehen wieder zahlreiche Neuerungen in der Sozialversicherung auf dem Programm. Darüber informieren wir bereits ab September in einem Themenspezial. Für Fragen zu den einzelnen Themen haben wir ein spezielles Expertenforum Jahreswechsel eingerichtet.

  • 01
    Beiträge aus Lebensarbeitszeitkonto
    Hallo,

    Ich habe eine Mitarbeiterin, die über viele Jahre Überstunden auf ein Langzeitarbeitskonto gesammelt hat.
    Aufgrund Personalmangel ist sie weiter bei uns beschäftigt. Sie ist über der Altersgrenze und bezieht Altersrente (BGR 3301). Davor war sie lange bei uns in BGR 1111 gemeldet.
    Sie wünscht nun die monatliche Auszahlung des Lebensarbeitszeitkonto.

    Sind diese Auszahlungen dann in den BGR 1111 zu verbeitragen oder in den BGR 3301?
    Wie ist die Zuordnung der Auszahlungen? Zu dem Monat wo das Geld ausbezahlt wird oder zu dem Monat wo sie angesammelt wurden?

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
  • 02
    RE: Beiträge aus Lebensarbeitszeitkonto
    Guten Tag,
     
    die genaue Unterscheidung zwischen laufendem oder einmaligem Arbeitsentgelt ist wichtig für die Beitragsberechnung.
    Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt sind nach gesetzlicher Bestimmung Zuwendungen, die dem Arbeitsentgelt zuzurechnen sind und nicht für die Arbeit in einem einzelnen Entgeltabrechnungszeitraum gezahlt werden. Aus dieser Definition folgt im Umkehrschluss, dass es sich um laufendes Arbeitsentgelt handelt, wenn die Zuwendungen für die Arbeit in einem einzelnen Entgeltabrechnungszeitraum gewährt werden.
     
    Bei der Auszahlung von Überstundenvergütungen handelt es sich nicht um einen Einmalbezug, sondern um laufendes Arbeitsentgelt. Bei laufendem Arbeitsentgelt gilt in der Sozialversicherung das Entstehungsprinzip.
    Wird eine Überstundenvergütung für einen Monat aus einem zurückliegenden Zeitraum ausbezahlt, so muss dieser Zeitraum, in dem die Überstunden angefallen sind, nochmals rückwirkend aufgerollt werden. Die Überstunden müssen letztlich immer in dem Monat verbeitragt werden, in dem sie tatsächlich angefallen sind.
     
    Eine Abrechnung als einmaliges Arbeitsentgelt ist grds. nicht zulässig.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
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