Expertenforum - BAV, Reduzierung des umgewandelten Betrages?

© ZORAN ORCIK / Adobe Stock
Expertenforum

Experten antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung

Fragen Sie Experten zu allen Aspekten der Sozialversicherung – im Expertenforum der AOK. An Werktagen bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Darüber hinaus können Sie sich im Expertenforum mit anderen Nutzern zu persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung austauschen.

Profitieren Sie rund um den Jahreswechsel von einem besonderen Angebot. Stellen Sie auch Fragen zum Steuer- und Arbeitsrecht, die Bezug zum Sozialversicherungsrecht haben. Ihre Frage wird dann direkt von unseren externen Steuer- und Arbeitsrechtsexperten beantwortet.

  • 01
    BAV, Reduzierung des umgewandelten Betrages?

    folgender Sachverhalt:

    ist es zulässig bzw. sinnvoll den umgewandelten Beitrag zu reduzieren?

    Um etwaigen Zinsnachteilen und/oder dem Abschluss eines neuen Vertrages zu umgehen, macht es ggf. Sinn, den bisher vereinbarten Vertrag (z.B .€ 100,00) weiterhin einzuzahlen und im Gegenzug den umgewandelten Betrag zu mindern?

    Ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den umgewandelten Betrag (85,00 € Entgeltsumwandlung/ 15,00 € Arbeitgeberpflichtzuschuss) zu mindern ausreichend? bzw. wie sollte diese Vereinbarung aussehen?

     

  • 02
    RE: BAV, Reduzierung des umgewandelten Betrages?

    Sehr geehrte Frau Jakobs,


    in der Praxis bieten sich folgende Möglichkeiten:
     
    ·         den bisherigen Entgeltumwandlungsbetrag des Arbeitnehmers unverändert zu lassen und den Zuschuss des Arbeitgebers „on Top“ an den Versorgungsträger zu zahlen. Achtung! Hier muss der Versorgungsträger zustimmen. Dies ist in der Praxis häufig nicht möglich.
    ·         den Gesamtbetrag der Überweisung an den Versorgungsträger unverändert lassen und die Verteilung des Anteils von Entgeltumwandlung durch den Mitarbeitenden und Arbeitgeberzuschuss neu zu berechnen.
     
    Wenn der Versorgungsträger die Erhöhungsbeträge weder im selben Tarif noch in einem anderen Tarif annimmt oder wenn er nur gleich-bleibende Versicherungsbeiträge akzeptiert, bietet es sich an, den Gesamtbeitrag unverändert zu lassen und lediglich die Finanzierungsanteile zwischen Mitarbeitenden und Arbeitgeber im bestehenden Vertrag neu aufzuteilen.

    Die Entgeltumwandlung des oder der Mitarbeitenden würde dann um den Zuschuss des Arbeitgebers reduziert und durch diesen ersetzt (sogenanntes "Reduktionsmodell"). Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Arbeitgeber dies nicht einseitig verfügen darf. Der oder die Mitarbeitende muss der Reduktion seiner Entgeltumwandlung ausdrücklich zustimmen.
     
    In Ihrem Fall bietet sich somit die Beibehaltung des bisherigen Beitrages an und den Arbeitnehmeranteil zu reduzieren. Dies muss in einer Vereinbarung mit dem Arbeitnehmer festgehalten werden. Einen Mustertext können wir leider nicht anbieten.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

Kontakt zur AOK AOK/Region wählen
Grafik Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner steht Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.
Grafik e-mail
Melden Sie uns Ihr Anliegen, wir antworten umgehend oder rufen Sie zurück.