Expertenforum - ATZ: Auszahlung Wertguthaben nach Insolvenz

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  • 01
    ATZ: Auszahlung Wertguthaben nach Insolvenz

    Sehr geehrtes Expertenteam,


    ich habe eine Frage zu folgendem Sachverhalt:

    Mitarbeiterin hat ATZ im Blockmodell. Die Aktivphase endete am 31.08.2019 die Passivphase am 31.08.22.

    Am 01.12.2019 wurde über das Vermögen unserer Gesellschaft ein Schutzschirmverfahren eröffnet. Wir haben ab 01.12.19 eine neue Betriebsnummer erhalten und die Mitarbeiterin ab diesem Zeitpunkt auch nicht mehr abgerechnet. Das Wertguthaben wurde bei einer Bank insolvenzgesichert. Mittlerweile sind wir schon lange nicht mehr im Insolvenzverfahren und der betreffenden Mitarbeiterin soll das Wertguthaben nun in 09/22 ausgezahlt werden. Wir haben unter unserer neuen Betriebsnummer ab 01.12.19 keine Störfall SV-Luft in unserem System. Muss zur Verbeitragung der Auszahlung des Wertguthabens trotzdem eine Störfallabrechnung durchgeführt werden (sprich die Störfall SV-Luft aus der Zeit vor dem Schutzschirmverfahren ermittelt und bei der Beitragsberechnung zugrunde gelegt werden)? Oder kann das Wertguthaben als „normale“ Einmalzahlung in 09/22 verbeitragt werden?


    Vielen Dank vorab für Ihre Rückmeldung!

     

  • 02
    RE: ATZ: Auszahlung Wertguthaben nach Insolvenz

    Hallo AK515,
     
    soweit im Rahmen einer Altersteilzeitvereinbarung ein Wertguthaben nicht für gesetzlich oder vertraglich geregelte vollständige oder teilweise Freistellungen von der Arbeitsleistung oder gesetzlich geregelte Verringerungen der Arbeitszeit verwendet wird, liegt ein sog. Störfall vor.
    Die Zuordnung eines Entgeltguthabens, das nicht wie vereinbart verwendet wird, erfolgt grundsätzlich nicht als Einmalzahlung. Auch eine rückwirkende Zuordnung zu der Zeit der tatsächlichen Arbeitsleistung, in der es erzielt worden ist, scheidet aus.
     
    Nach unserem Verständnis scheidet demzufolge in dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt eine Abrechnung des Wertguthabens als „normale“ Einmalzahlung aus und es hat eine Störfallabrechnung zu erfolgen.
     
    Wir empfehlen Ihnen, zur genauen Vorgehensweise in diesem komplexen Sachverhalt direkt mit der für die Mitarbeiterin zuständigen Krankenkasse Kontakt aufzunehmen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam

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