Expertenforum - Arbeitserlaubnis vergessen zu verlängern

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  • 01
    Arbeitserlaubnis vergessen zu verlängern

    Wir haben einen Mitarbeiter für den wir eine Arbeitserlaubnis benötigen. Diesen weisen wir stets mehrmals daraufhin diese zu verlängern (aktuell immer um 3 Monate). Was passiert aber wenn es wirklich einmal soweit kommt und er die Verlängerung vergessen hat. Das wir ihn dann erstmal nicht arbeiten lassen dürfen ist klar (~ unbezahlter Urlaub) aber was wenn er diese erst nach über einem Monat nachreicht ? Ich vermute dass es hier erstmal eine Unterbrechungsmeldung (sonstige Gründe) erstellt werden muss und falls er dann tatsächlich nicht mehr kommt, diese nicht in eine Abmeldung berichtigt werden darf, sondern mit dem in der Kündigung stehenden Austrittsdatum erfolgen muss. Denn entscheidend ist ja nicht der letzte "geleistete" Arbeitstag, sondern das Austrittsdatum entsprechend der Kündigung. Selbst dann wenn zwischen der Unterbrechungsmeldung und dem Austrittsdatum keine Arbeit mehr geleistet wurde. Liege ich hier mit meiner Einschätzung richtig ?

    Einmal mehr vielen Dank für die Hilfe.

  • 02
    RE: Arbeitserlaubnis vergessen zu verlängern

    Guten Tag,
     
    nach § 7 Abs. 3 Satz 1 SGB IV gilt eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt als fortbestehend, solange das Beschäftigungsverhältnis ohne Anspruch auf Arbeitsentgelt fortdauert, jedoch nicht länger als einen Monat.

    Sofern eine Arbeitsunterbrechung „länger als einen (Zeit-)Monat“ andauert, endet sozialversicherungsrechtlich – unabhängig von den arbeitsrechtlichen Regelungen - die entgeltliche Beschäftigung nach einem Monat, sodass innerhalb von sechs Wochen nach ihrem Ende eine Abmeldung mit dem Grund der Abgabe „34“ zu erstatten ist. In dieser Meldung ist das im gesamten Meldezeitraum erzielte Arbeitsentgelt zu bescheinigen.
     
    Eine Unterbrechungsmeldung ist in Ihrem Fall nicht vorzunehmen. Die Erstellung einer Unterbrechungsmeldung mit dem Meldegrund „51“ ist dann erforderlich, wenn eine versicherungspflichtige Beschäftigung für mindestens einen vollen Kalendermonat durch Wegfall des Anspruchs auf Arbeitsentgelt unterbrochen und eine Entgeltersatzleistung (z. B. Krankentagegeld) bezogen wird.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr Expertenteam
     

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