Betriebliche Gesundheit im August
Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Pflegelotsen unterstützen Mitarbeitende, die Angehörige pflegen * Ausgabe 3/2026 des Arbeitgebermagazins gesundes unternehmen erschienen * Gemeinsam für mehr Gesundheit: BGM-Start bei der ad hoc Gruppe * MdRzA im Endspurt * UV-Schutz bei Arbeiten im Freien * Weniger Herzinfarkte, weniger Ausfälle im Betrieb “ Virtuelles Wasser: mit dem Speiseplan Gesundheit und Ressourcen schonen * „Corporate Bullshit“: viele Worte, wenig Inhalt
Fachkräftemangel? Pflegelotsen unterstützen Mitarbeitende, die Angehörige pflegen
Der Fachkräftemangel stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Ein oft übersehener Grund: Immer mehr Menschen müssen ihren Beruf und die Pflege eines Angehörigen miteinander verbinden. Die gute Nachricht ist, Unternehmer können Ihre Mitarbeitenden dabei unterstützen und somit langfristig an Ihr Unternehmen binden!
Kostenfreier Online-Kurs für Pflegelotsen
Gemeinsam mit der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF) bietet die AOK PLUS ein kostenfreies, digitales Schulungsangebot für betriebliche Pflegelotsen an.
Was ist ein Pflegelotse?
Pflegelotsen sind speziell geschulte Mitarbeitende, die ihren Kolleginnen und Kollegen in Fragen rund um die Pflege von Angehörigen zur Seite stehen. Sie bieten erste Orientierung, Beratung und Unterstützung im Dschungel der Pflegeleistungen.
Kostenlos und digital: Zwei AOK PLUS-exklusive Kursangebote
In dem kostenlosen Online-Kurs „Pflegelotse/-lotsin im Betrieb“ wird Basiswissen rund um Pflege im beruflichen Kontext vermittelt. Ein neuer Kurs findet vom 1. bis 25. September statt. Innerhalb der vier Wochen können Teilnehmende im eigenen Tempo vorgehen. Sie haben Zugang zu den Modulvideos, die jeweils zwischen 15-45 Minuten lang sind und sich in Gänze auf etwa drei Stunden summieren. Nach Kursende erhalten sie ein personalisiertes Zertifikat als Teilnahmebestätigung. Das Online-Formular zur Anmeldung stellt die Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung unter thaff-thueringen.de zur Verfügung.
Der nächste und letzte Kurs im Jahr 2026 beginnt dann am 2. November.
Erfahren Sie mehr über die Vorteile von betrieblichen Pflegelotsen und das Engagement der AOK PLUS sowie zur Anmeldung über ein Online-Formular.
Ausgabe 3/2026 des Arbeitgebermagazins gesundes unternehmen erschienen
Führung ohne Druck: Eine Frage der Haltung
43 Prozent der Beschäftigten in Deutschland erleben im Alltag starken Termin- und Leistungsdruck. Das neue Arbeitgebermagazin der AOK PLUS zeigt, wie Führung ohne Druck gelingt.
Wirksame Führung ersetzt Kontrolle durch Vertrauen und schafft Rahmenbedingungen für Potenzialentfaltung:
- Handlungs- und Entscheidungsspielräume fördern
- Eigenverantwortung stärken statt Mikromanagement
- Psychologische Sicherheit schaffen
„Ersetzen Sie Druck durch Vertrauen. Das stärkt die Resilienz und sichert die Leistung“, betont Gundula Bettenhausen, Verwaltungsratmitglied der AOK PLUS. Wie moderne Arbeitswelten in der Praxis aussehen, zeigen Beispiele aus der Wirtschaft und von der Universität Leipzig.
Jetzt reinlesen: Die Ausgaben zum Download
Gemeinsam für mehr Gesundheit: BGM-Start bei der ad hoc Gruppe
Ein starkes Signal für eine gesunde Unternehmenskultur: Die ad hoc Gruppe startete im Juni einen umfassenden Prozess zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Ziel der partnerschaftlichen Zusammenarbeit ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden nachhaltig zu stärken. Basis für den Projekterfolg bildet das große Engagement und die Offenheit, mit der die ad hoc Gruppe das Thema Gesundheit anpackt, erläutert Sebastian Weber, Key Account Manager der AOK PLUS aus Thüringen.
So gelingt der BGM-Einstieg
Der strukturierte Ansatz der ad hoc Gruppe lässt sich als Blaupause für andere Unternehmen nutzen:
- Ganzheitlich statt punktuell: Mehrwert entsteht nicht durch singuläre Maßnahmen, sondern durch systematische Prozesse, die sowohl das Verhalten der Mitarbeitenden als auch die Arbeitsverhältnisse optimieren.
- Partizipation zulassen: Mitarbeitende sollten von Anfang an eingebunden werden. Nur Maßnahmen, die den tatsächlichen Bedarf der Belegschaft treffen, erzielen eine hohe Akzeptanz.
- Nachhaltigkeit im Fokus: BGM ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Die Verankerung in der Firmen-DNA sichert langfristig die Leistungsfähigkeit und senkt Fehlzeiten.
„Indem das Wohlbefinden der Beschäftigten fest in der Firmen-DNA verankert und aktiv weiterentwickelt wird, legt das Unternehmen den Grundstein für langfristigen Erfolg und hohe Arbeitgeberattraktivität. Ein starker Auftakt für gesunde Arbeitswelten!“, so Weber.
MdRzA im Endspurt: Letzter Aufruf: Einen Monat noch für „Mit dem Rad zur Arbeit”
Nur noch einen Monat haben Sie Zeit, sich und Ihr Team bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ zu engagieren. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um aktiv etwas für die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden und den Umweltschutz zu tun. Und das Beste: Sie können dabei auch noch Preise gewinnen!
In Sachsen und Thüringen sind bereits 21.583 Teilnehmende unterwegs und haben zusammen 3.550.589 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht einer beeindruckenden CO₂-Ersparnis von 698.756 kg – genug, um jetzt schon 1884 neue Bäume zu pflanzen.
Einfacher mit der MdRzA-App
Mit der MdRzA-App können Sie Ihre geradelten Kilometer ganz einfach und ortsunabhängig erfassen. Auf Wunsch lässt sich sogar Ihr Fitnesstracker verknüpfen.
Neue AOK-Themenseite: UV-Schutz bei Arbeiten im Freien
Die neue Themenseite „Arbeiten im Freien: Sonnenschutz“ im AOK-Fachportal für Arbeitgeber zeigt, wie Betriebe ihre Beschäftigten bei Sonne und Hitze gezielt unterstützen können.
Im Mittelpunkt steht das TOP-Prinzip (technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen):
- technische Lösungen wie Überdachungen und Schattenplätze
- organisatorische Anpassungen von Arbeitszeiten und Pausen
- personenbezogener Schutz mit geeigneter Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutzmitteln
Arbeitgeber erfahren außerdem, ab welchem UV-Index Schutzmaßnahmen nötig sind, wie sie UV-Risiken in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen und Sonnenschutz als festen Bestandteil der Betrieblichen Gesundheitsförderung nutzen können.
Alle Informationen finden Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.
Weniger Herzinfarkte, weniger Ausfälle im Betrieb
Weniger Herzinfarkte, das entlastet auch Betriebe. Der Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt einen deutlichen Rückgang der Herzinfarkte. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Fälle sank von 215.600 im Jahr 2017 auf 185.400 im Jahr 2024, das entspricht einem Minus von 14 Prozent oder einer Rate von 320 Fällen je 100.000 Personen ab dem 30. Lebensjahr. Als Hauptgründe nennt WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder vor allem Lebensstiländerungen wie weniger Rauchen sowie eine bessere Behandlung von Risikofaktoren.
Arbeitgeber können die Herz-Kreislauf-Gesundheit ihrer Teams mit verschiedenen Angeboten unterstützen:
- Ermutigen Sie Ihre Beschäftigten, mit dem Rauchen aufzuhören, und empfehlen Sie konkrete Kurse dafür, zum Beispiel „Mein Rauchstopp“ des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit.
- Bieten Sie niedrigschwellige Möglichkeiten zu mehr Bewegung am Arbeitsplatz wie etwa Steh-Meetings oder Treppen statt Aufzug und Zuschüsse zu Kursen nach Feierabend an.
- Ermöglichen Sie gesunde Ernährung im Betrieb.
- Sorgen Sie für realistische Arbeitsbelastungen und ausreichende Erholungszeiten.
- Gehen Sie mit gutem Beispiel voran.
Tipps zum Rauchstopp im Betrieb erhalten Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.
Mehr erfahren
Die AOK hat zudem Infos zusammengestellt, wie Arbeitgeber für mehr Bewegung und gesunde Ernährung am Arbeitsplatz sorgen können.
Virtuelles Wasser: mit dem Speiseplan Gesundheit und Ressourcen schonen
Die Herstellung von Lebensmitteln erfordert Wasser – sogenanntes virtuelles Wasser. Das ist die Wassermenge, die für Anbau, Produktion und Transport benötigt wird. Pflanzliche Gerichte verbrauchen meist deutlich weniger Wasser als Fleischgerichte und fördern zugleich eine ausgewogene Ernährung.
Gerade im Sommer, wenn viele Beschäftigte leichtere Gerichte bevorzugen, können Arbeitgeber mit ihrem Verpflegungsangebot einen Beitrag leisten: Regionale, pflanzenbetonte Speisen senken den Wasserfußabdruck des Betriebs und unterstützen die Gesundheit der Belegschaft.
Ansatzpunkte für Arbeitgeber
- Schaffen Sie Anreize für pflanzenbetonte Ernährung, zum Beispiel durch abwechslungsreiche Gerichte beim gemeinsamen Mittagessen, Besprechungen oder betrieblichen Veranstaltungen.
- Erklären Sie Ihren Beschäftigten kurz und verständlich, was virtuelles Wasser bedeutet, und zeigen Sie anhand von Beispielen, wie sich Wasserressourcen schonen lassen und warum das auch für Ihr Unternehmen relevant ist.
- Greifen Sie das Thema mit kleinen Mitmach-Aktionen auf, zum Beispiel mit einer gesunden Mittagspause oder einer Rezept-Idee der Woche.
Mehr Hintergründe zum Thema „Virtuelles Wasser“ gibt es im AOK-Gesundheitsmagazin.
Praxisnahe Informationen und Angebote rund um gesundes Essen im Arbeitsalltag finden Sie im AOK‑Fachportal für Arbeitgeber.
„Corporate Bullshit“: viele Worte, wenig Inhalt
Viele Beschäftigte fühlen sich durch Floskeln und unklare Führungssprache gestresst. Eine Studie aus der Fachzeitschrift Personality and Individual Differences belegt, dass vage oder aufgeblähte Managementsprache („Corporate Bullshit“) Stress verstärken und Vertrauen mindern kann. Gemeint sind Aussagen, die gut klingen, aber wenig Orientierung geben, etwa: „Wir müssen agiler werden“ oder „Wir schaffen Synergien“.
Für Teams entsteht dadurch häufig Unsicherheit: Was ist konkret gemeint? Was hat Priorität? Wie soll es umgesetzt werden?
So sorgen Führungskräfte für Klarheit:
- Einfach formulieren: Ziele und Erwartungen konkret benennen, auf künstlichen Konzernjargon und überladene Abkürzungen verzichten
- Floskeln ersetzen: statt Schlagworten greifbare Beispiele verwenden und den praktischen Nutzen für das Team nennen
- Rückfragen zulassen: gemeinsames Verständnis aktiv einfordern und Raum für Austausch auf Augenhöhe bieten
- Transparenz schaffen: Entscheidungen und die Beweggründe dahinter nachvollziehbar erklären, statt Absichten hinter Phrasen verschleiern
Klare und floskelfreie Kommunikation schafft das nötige Vertrauen für eine gesunde Zusammenarbeit, wie auch das Thema „Arbeitsbeziehungen aufbauen: Das Miteinander zählt“ im AOK-Fachportal für Arbeitgeber zeigt.
Einen Überblick zur psychischen Gesundheit und zu Belastungsfaktoren im Betriebgibt es ebenfalls im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.
Stand
Erstellt am: 13.08.2026
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