Betriebliche Gesundheit im August

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Tach der Fans * UV-Schutz bei Arbeiten im Freien * Weniger Herzinfarkte, weniger Ausfälle im Betrieb * Virtuelles Wasser: mit dem Speiseplan Gesundheit und Ressourcen schonen * „Corporate Bullshit“: viele Worte, wenig Inhalt

AOK beim Tach der Fans: Mit klarem Blick zum Volltreffer

Die neue Bundesligasaison wird rund um das Weserstadion mit dem Tach der Fans eingeläutet. Autogrammstunde, Mannschaftspräsentation und ein Testspiel der Männer stehen auf dem Programm. Auch die AOK Bremen/Bremerhaven ist beim Tag der Fans mit einem Aktionsstand dabei und setzt sich für eine rauchfreie Saison ein.

Am Mitmach-Stand der AOK können Besucherinnen und Besucher ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen: Die Aufgabe ist einfach – einen Ball ins „Tor" werfen. Doch eine Nebelmaschine erschwert die Sicht und macht deutlich, wie störend Qualm sein kann.

Die Botschaft dahinter: Ohne Qualm ist die Sicht besser. Das gilt nicht nur für das Spiel am Aktionsstand, sondern auch im Stadion. Zigarettenrauch ist ungesund, beeinträchtigt die Sicht auf das Spiel und kann andere Zuschauerinnen und Zuschauer stören.

Wer trotz der erschwerten Bedingungen drei Treffer erzielt, darf sich über einen kleinen Preis freuen. Das AOK-Team informiert nebenbei auch über neue Nichtrauchen-Kurse, die Versicherte ab sofort kostenlos in Anspruch nehmen können.

Neue AOK-Themenseite: UV-Schutz bei Arbeiten im Freien

Die neue Themenseite „Arbeiten im Freien: Sonnenschutz“ im AOK-Fachportal für Arbeitgeber zeigt, wie Betriebe ihre Beschäftigten bei Sonne und Hitze gezielt unterstützen können.

Im Mittelpunkt steht das TOP-Prinzip (technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen): 

  • technische Lösungen wie Überdachungen und Schattenplätze
  • organisatorische Anpassungen von Arbeitszeiten und Pausen 
  • personenbezogener Schutz mit geeigneter Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutzmitteln 

Arbeitgeber erfahren außerdem, ab welchem UV-Index Schutzmaßnahmen nötig sind, wie sie UV-Risiken in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen und Sonnenschutz als festen Bestandteil der Betrieblichen Gesundheitsförderung nutzen können. 

Alle Informationen finden Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.

Weniger Herzinfarkte, weniger Ausfälle im Betrieb

Weniger Herzinfarkte, das entlastet auch Betriebe. Der Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt einen deutlichen Rückgang der Herzinfarkte. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Fälle sank von 215.600 im Jahr 2017 auf 185.400 im Jahr 2024, das entspricht einem Minus von 14 Prozent oder einer Rate von 320 Fällen je 100.000 Personen ab dem 30.  Lebensjahr. Als Hauptgründe nennt WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder vor allem Lebensstiländerungen wie weniger Rauchen sowie eine bessere Behandlung von Risikofaktoren.

Arbeitgeber können die Herz-Kreislauf-Gesundheit ihrer Teams mit verschiedenen Angeboten unterstützen:

  • Ermutigen Sie Ihre Beschäftigten, mit dem Rauchen aufzuhören, und empfehlen Sie konkrete Kurse dafür, zum Beispiel „Mein Rauchstopp“ des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit.
  • Bieten Sie niedrigschwellige Möglichkeiten zu mehr Bewegung am Arbeitsplatz wie etwa Steh-Meetings oder Treppen statt Aufzug und Zuschüsse zu Kursen nach Feierabend an.
  • Ermöglichen Sie gesunde Ernährung im Betrieb.
  • Sorgen Sie für realistische Arbeitsbelastungen und ausreichende Erholungszeiten.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran.

Tipps zum Rauchstopp im Betrieb erhalten Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.
Mehr erfahren

Die AOK hat zudem Infos zusammengestellt, wie Arbeitgeber für mehr Bewegung und gesunde Ernährung am Arbeitsplatz sorgen können.

AOK

Stress im Griff

Lernen Sie mit dem Online-Programm der AOK „Stress im Griff“ wie Sie und Ihre Beschäftigten mit hoher mentaler Belastung umgehen können.

Virtuelles Wasser: mit dem Speiseplan Gesundheit und Ressourcen schonen

Die Herstellung von Lebensmitteln erfordert Wasser – sogenanntes virtuelles Wasser. Das ist die Wassermenge, die für Anbau, Produktion und Transport benötigt wird. Pflanzliche Gerichte verbrauchen meist deutlich weniger Wasser als Fleischgerichte und fördern zugleich eine ausgewogene Ernährung.

Gerade im Sommer, wenn viele Beschäftigte leichtere Gerichte bevorzugen, können Arbeitgeber mit ihrem Verpflegungsangebot einen Beitrag leisten: Regionale, pflanzenbetonte Speisen senken den Wasserfußabdruck des Betriebs und unterstützen die Gesundheit der Belegschaft.

Ansatzpunkte für Arbeitgeber

  • Schaffen Sie Anreize für pflanzenbetonte Ernährung, zum Beispiel durch abwechslungsreiche Gerichte beim gemeinsamen Mittagessen, Besprechungen oder betrieblichen Veranstaltungen.
  • Erklären Sie Ihren Beschäftigten kurz und verständlich, was virtuelles Wasser bedeutet, und zeigen Sie anhand von Beispielen, wie sich Wasserressourcen schonen lassen und warum das auch für Ihr Unternehmen relevant ist.
  • Greifen Sie das Thema mit kleinen Mitmach-Aktionen auf, zum Beispiel mit einer gesunden Mittagspause oder einer Rezept-Idee der Woche.

Mehr Hintergründe zum Thema „Virtuelles Wasser“ gibt es im AOK-Gesundheitsmagazin.

Praxisnahe Informationen und Angebote rund um gesundes Essen im Arbeitsalltag finden Sie im AOK‑Fachportal für Arbeitgeber.

„Corporate Bullshit“: viele Worte, wenig Inhalt

Viele Beschäftigte fühlen sich durch Floskeln und unklare Führungssprache gestresst. Eine Studie aus der Fachzeitschrift Personality and Individual Differences belegt, dass vage oder aufgeblähte Managementsprache („Corporate Bullshit“) Stress verstärken und Vertrauen mindern kann. Gemeint sind Aussagen, die gut klingen, aber wenig Orientierung geben, etwa: „Wir müssen agiler werden“ oder „Wir schaffen Synergien“.

Für Teams entsteht dadurch häufig Unsicherheit: Was ist konkret gemeint? Was hat Priorität? Wie soll es umgesetzt werden?

So sorgen Führungskräfte für Klarheit:

  • Einfach formulieren: Ziele und Erwartungen konkret benennen, auf künstlichen Konzernjargon und überladene Abkürzungen verzichten
  • Floskeln ersetzen: statt Schlagworten greifbare Beispiele verwenden und den praktischen Nutzen für das Team nennen
  • Rückfragen zulassen: gemeinsames Verständnis aktiv einfordern und Raum für Austausch auf Augenhöhe bieten
  • Transparenz schaffen: Entscheidungen und die Beweggründe dahinter nachvollziehbar erklären, statt Absichten hinter Phrasen verschleiern

Klare und floskelfreie Kommunikation schafft das nötige Vertrauen für eine gesunde Zusammenarbeit, wie auch das Thema „Arbeitsbeziehungen aufbauen: Das Miteinander zählt“ im AOK-Fachportal für Arbeitgeber zeigt.

Einen Überblick zur psychischen Gesundheit und zu Belastungsfaktoren im Betriebgibt es ebenfalls im AOK-Fachportal für Arbeitgeber.

Stand

Erstellt am: 13.08.2026

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