Betriebliche Gesundheit im Juli

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: BGM-Kooperation zwischen Kreissparkasse Nordhausen und AOK PLUS * BGM-Partnerschaft der PLUS und der Agentur für Arbeit Thüringen-Südwest * AOK PLUS holt Millionen an Beitragsgeldern zurück * „Gesund in Führung gehen“ – erfolgreiche Konferenz in Dresden * AOK atWork: digitale Gesundheitsförderung * Neues AOK-Video „Digitale Gewandtheit – die neue Kompetenz im Beruf“ * Ferienjobs und Saisonkräfte: junge Beschäftigte gesund einarbeiten * Weniger Salz, mehr Flüssigkeit: sommerliche Ernährung im Betrieb

BGM bis 2027: Kreissparkasse Nordhausen und die AOK PLUS setzen Kooperation fort

Gesunde Mitarbeitende sind das Fundament wirtschaftlichen Erfolgs. Deshalb verlängern die Kreissparkasse Nordhausen und die AOK PLUS ihre erfolgreiche Kooperation zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) bis April 2027. Seit 2024 profitieren die 220 Beschäftigten inklusive Auszubildenden von passgenauen Maßnahmen.

Thomas Seeber, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Nordhausen, betont: „Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital. Deshalb investieren wir seit vielen Jahren bewusst in ihre Gesundheit und Zufriedenheit. Mit der AOK PLUS haben wir einen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite. Gemeinsam konnten wir wichtige Impulse setzen – von der Schulung unserer Führungskräfte zu Ersthelfern für mentale Gesundheit bis hin zu gezielten Angeboten für unsere Auszubildenden. Die hohe Beteiligung und das positive Feedback aus der Belegschaft bestärken uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“

Die Bilanz überzeugt: 30 Führungskräfte wurden zu Ersthelfern für mentale Gesundheit geschult, Azubis durch gezielte Workshops gestärkt und hybride Angebote wie die Plattform „AOK atWork“ etabliert. Um Gesundheit dauerhaft strategisch zu verankern, wurden zudem zwei interne BGM-Fachkräfte qualifiziert. Tobias Keppner, Berater Gesunde Lebenswelten der AOK PLUS, erklärt: „Als Gesundheitslotsin begleiten wir Unternehmen dabei, gesunde Arbeitsbedingungen nachhaltig zu gestalten und Gesundheit aktiv in den Arbeitsalltag zu integrieren. Denn mehr gesunde Jahre im Job bedeuten auch mehr gesunde Jahre für die Menschen. Die Kreissparkasse Nordhausen hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie engagiert und offen sich Mitarbeitende und Führungskräfte diesem Thema widmen. Gemeinsam konnten wir viele wirkungsvolle Maßnahmen etablieren und wichtige Impulse für mehr gesunde Jahre im Berufsalltag setzen.“

Ein Best-Practice-Beispiel für nachhaltige Mitarbeiterbindung.

Arbeitsagentur in Suhl und AOK PLUS starten Kooperation für Gesundheit

Die Agentur für Arbeit Thüringen-Südwest in Suhl und die AOK PLUS arbeiten ab sofort im Betrieblichen Gesundheitsmanagement zusammen. Von der einjährigen Kooperation profitieren 268 Mitarbeitende an sieben Standorten. Im Fokus stehen Stressbewältigung, mentale Gesundheit und Rückengesundheit. Muskel- und Skeletterkrankungen sind nach Atemwegserkrankungen der häufigste Grund, warum berufstätige Menschen ausfallen. Etwa jede achte Krankschreibung war im Jahr 2025 unter AOK PLUS-Versicherten in Thüringen darauf zurückzuführen.

In einem ersten Schritt ermitteln Teams der Arbeitsagentur gemeinsam mit der AOK  PLUS die größten Belastungen im Berufsalltag. „Mit passenden Angeboten wollen wir das Bewusstsein für gesundes Verhalten im Job und Privatleben schärfen“, so Agentur-Chef Holger Bock. Martin Hempel, Leiter des Regionalcenters Meiningen/Eisenach/Suhl der AOK PLUS ergänzt: „Wer das Wohlbefinden der Mitarbeitenden stärkt, senkt Ausfallzeiten und bindet Fachkräfte nachhaltig.“ Die AOK PLUS begleitet das Projekt als „Gesundheitslotsin“ und misst die Erfolge.

AOK PLUS sichert über zwei Millionen Euro nach Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Wenn Beitragsgelder missbräuchlich verwendet werden, belastet das die gesamte Versichertengemeinschaft. Die AOK PLUS geht Fehlverhalten deshalb konsequent nach: Im Zeitraum 2024/2025 wurden 1.667 Hinweise und Fälle bearbeitet – ein Anstieg um 44 Prozent zum Vorzeitraum. Dadurch konnten über zwei Millionen Euro an veruntreuten Geldern gesichert werden.

Der größte Schwerpunkt bleibt mit 406 Fällen die Pflegeversicherung, wo geringe Nachweispflichten Missbrauch begünstigen. Erfreulich: Rund 85 Prozent der Hinweise stammen inzwischen von externen Quellen wie Versicherten, Angehörigen, Ermittlungsbehörden oder Leistungserbringern. Digitale Tools wie die elektronische Patientenakte (ePA) sorgen für mehr Transparenz, sodass Versicherte Abrechnungen besser kontrollieren können.

Für Kassen-Vorständin Ilona Wojnowski ist klar: Missbrauch muss gezielt bekämpft werden, ohne jedoch neue Bürokratie für die ehrliche Mehrheit aufzubauen. „Gerade in Zeiten finanziell angespannter Sozialversicherungen können wir es uns als Gesellschaft nicht leisten, dass Beitragsgelder zweckwidrig verwendet werden. Unser Ziel muss sein, Missbrauch gezielt zu bekämpfen und gleichzeitig den Zugang zu Leistungen für die große Mehrheit der ehrlich Versicherten einfach und verlässlich zu halten“, so Wojnowski.

Verdachtsfälle können jederzeit vertraulich online, per App „Meine AOK“, Mail oder Telefon (0800 10590-14000) gemeldet werden.

Erfolgreiche Konferenz in Dresden: Wie gesunde Führung im Handel gelingt

Die Rolle von Führungskräften hat sich radikal verändert: Ein gesundes, resilientes Miteinander entwickelt sich zum harten Wettbewerbsfaktor gegen Fachkräftemangel und Ausfallzeiten. Anfang Juli fand in Dresden die zweite Veranstaltung der Reihe „Gesund in Führung gehen“ – eine Kooperation von AOK PLUS, Handelsverband Sachsen e. V. und KOMPASS – statt.

„Mentale Gesundheit ist ein Wirtschaftsfaktor, der immer mehr zunimmt“, betonte David Tobias, Geschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen e. V., bei der gemeinsamen Eröffnung mit Andrea Spitzer, Geschäftsführerin Region Ostsachsen der AOK PLUS. Doch wie lässt sich eine gesunde Führungskultur im dynamischen Handelsumfeld konkret verankern? Die Konferenz lieferte dazu wesentliche strategische Impulse:

  • Wertschätzung durch Partizipation: „Wertschätzung entsteht über Einbindung“, fasste Ines Häschke, Themenleiterin Gesundheit im Regionalcenter Görlitz zusammen. Denn Mitarbeitende, die aktiv mitgestalten können, sind resilienter und motivierter.
  • Fehlerkultur zulassen: In seiner Keynote schlug Lars Seiffert, Vorstand der SachsenE

AOK atWork: digitale Gesundheitsförderung, die ankommt

AOK atWork ist eine digitale Gesundheitsplattform, die Unternehmen dabei unterstützt, die Gesundheit ihrer Belegschaft gezielt zu stärken. Betriebe können das Angebot flexibel nutzen, von fertigen Inhalten bis hin zu individuell zusammengestellten Programmen.

Alle Teilnehmenden erhalten Zugang zu einem breiten Basis-Angebot:

  • tägliche Artikel zu Gesundheitsthemen
  • wöchentliche Challenges und Quizformate
  • Live-Vorträge
  • Fitness-Videos
  • Audiodateien zur Stressreduktion
  • digitale Gesundheitskurse

Wer möchte, ergänzt das Angebot um eigene Inhalte, interne Angebote oder Teamwettbewerbe, etwa eine gemeinsame Schritte-Challenge.

Beschäftigte nutzen die App, um persönliche Ziele zu definieren, ihren individuellen Lebensstil-Score zu ermitteln und Workouts, Meditationen oder Rezepte auszuprobieren. Als Belohnung lassen sich gesammelte grüne Herzen in eine Baumspende umwandeln. Gut für die Gesundheit, gut für die Natur.

Mehr Informationen zu AOK atWork

Neues AOK-Video: „Digitale Gewandtheit – die neue Kompetenz im Beruf“

Das Online-Seminar „Digitale Gewandtheit – die neue Kompetenz im Beruf“ steht ab sofort als Video im AOK-Fachportal für Arbeitgeber. Digitale Gewandtheit beschreibt die Fähigkeit, digitale Technologien und Künstliche Intelligenz (KI) so einzusetzen, dass Arbeitsabläufe leichter werden, Zusammenarbeit gelingt und die Gesundheit der Beschäftigten im Blick bleibt.

Im Video werden aktuelle Erkenntnisse aus der Arbeits- und Managementforschung mit konkreten Praxisbeispielen aus Unternehmen verknüpft. Anhand erfolgreicher Initiativen wird gezeigt, wie:

  • digitale Kompetenzen bei Beschäftigten gezielt aufgebaut werden,
  • KI und digitale Tools sinnvoll in bestehende Prozesse einfließen,
  • mobiles und hybrides Arbeiten gesund, effizient und teamorientiert gestaltet wird,
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) digitale Veränderungen ganzheitlich unterstützt.

Jetzt im AOK-Fachportal für Arbeitgeber ansehen: Online-Seminar „Digitale Gewandtheit – die neue Kompetenz im Beruf“.

Ferienjobs und Saisonkräfte: junge Beschäftigte gesund einarbeiten

Ob in der Produktion, in der Logistik, im Handel oder in der Gastronomie: In den Sommermonaten verstärken junge Beschäftigte viele Teams. Sie bringen Motivation mit, kennen Abläufe aber noch nicht.

Ein gesundes Onboarding hilft, typische Stolpersteine zu vermeiden. Dazu gehört mehr, als Aufgaben zu erklären. Entscheidend für gute Zusammenarbeit sind eine verständliche Unterweisung in den Arbeitsschutz, eine klare Pausenkultur und feste Ansprechpersonen, die Fragen niedrigschwellig beantworten. Dazu gehören auch Themen wie Hitzeschutz, ergonomisches Arbeiten und sichere Wege im Betrieb. So können sich neue Beschäftigte gut orientieren und Unfällen aus dem Weg gehen.

Wie Unternehmen neue Kolleginnen und Kollegen vom ersten Kontakt an begleiten und so die Basis für Gesundheit, Motivation und langfristige Bindung legen, zeigt die neue AOK-Themenseite zum Onboarding.

Passend zum Thema

Studierende und Praktikanten

Wie Ferienjobs, Praktika und Tätigkeiten von Studierenden sozialversicherungsrechtlich einzuordnen sind, erfahren Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber im Themenbereich „Studierende und Praktikanten“.

Weniger Salz, mehr Flüssigkeit: sommerliche Ernährung im Betrieb

In Deutschland liegt die durchschnittliche Salzaufnahme über den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Für Arbeitgeber ist das auch im Sommer relevant: Ein dauerhaft hoher Salzkonsum kann den Blutdruck erhöhen und das Herz-Kreislauf-System belasten, gerade wenn hohe Temperaturen den Kreislauf zusätzlich fordern. Empfohlen werden nur 5 bis 6 Gramm Salz pro Tag, also etwa ein Teelöffel; tatsächlich wird dieser Wert oft überschritten.

Im Arbeitsalltag bringen sehr salzreiche, schwere Mahlzeiten zusammen mit Hitze und zu wenig Flüssigkeit den Kreislauf weiter aus dem Gleichgewicht. Arbeitgeber können gegensteuern, indem sie leichte, wasserreiche Gerichte und salzärmere Snacks anbieten und ein gut sichtbares Getränkesortiment bereitstellen, etwa Wasserspender, ungesüßte Tees oder Infused Water (mit Früchten, Kräutern oder Gemüse aromatisiertes Wasser). Kurze Informationen zu „leichter Kost bei Hitze“ an Buffet oder im Intranet unterstützen Beschäftigte zusätzlich bei der Auswahl.

Weitere Anregungen finden Arbeitgeber im AOK-Fachportal für Arbeitgeber: Dort gibt es unter anderem Inhalte zu „Richtig trinken im Job“ sowie praxisnahe „Ernährungstipps“ für eine ausgewogene Verpflegung am Arbeitsplatz.

Stand

Erstellt am: 16.07.2026

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