Betriebliche Gesundheit im Oktober
Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: Guter Schlaf zahlt sich aus * Schlecht Hören * Treppensteigen * Raumgestaltung Büros * Familienfreundlichkeit im Unternehmen
Guter Schlaf zahlt sich aus
Guter Schlaf ist kein reines Privatthema. Er beeinflusst die Leistungsfähigkeit, die Sicherheit und die Gesundheit im gesamten Betrieb. Übermüdete Beschäftigte machen schneller Fehler, verunglücken leichter und fallen häufiger krankheitsbedingt aus.
Oft entsteht dabei ein Teufelskreis aus privaten Problemen und einer hohen Arbeitsbelastung. Schlafmangel kann die Stresstoleranz weiter sinken lassen. Genau hier können Unternehmen ansetzen, indem sie eine aktive Pausenkultur vorleben und die Erreichbarkeit nach Feierabend klar begrenzen. Auch kleine Anpassungen im Arbeitsumfeld, wie ausreichend Tageslicht in den Büros oder ruhige Rückzugsorte für die Pause, fördern die mentale und körperliche Regeneration enorm.
Sorgen Sie als Arbeitgeber aktiv dafür, dass Ihr Team ausgeruht und konzentriert arbeitet. Flexible Arbeitszeiten, eine durchdachte Schichtplanung und ein offenes Gesprächsklima bilden dafür die Basis. Erfahren Sie, wie Sie das Thema Schlaf sinnvoll in Ihre Betriebliche Gesundheitsförderung integrieren.
Wie bitte? Hörschwierigkeiten sind weit verbreitet
Fast ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland hat Schwierigkeiten beim Hören. Das zeigt die bundesweite Studie des Robert Koch Instituts „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA). Die genauen Zahlen: 32,4 Prozent der erwachsenen Befragten sind insgesamt betroffen. Dabei liegt der Anteil der Männer mit 33,2 Prozent etwas höher als der der Frauen mit 31,7 Prozent.
Hörbeeinträchtigungen sind ein weit verbreitetes Phänomen. Diese betreffen längst Menschen aller Altersgruppen. Bereits bei den 18- bis 49-Jährigen bemerken 23,3 Prozent eigene Hörbeeinträchtigungen. In der Gruppe der 50- bis 79-Jährigen fällt der Anteil mit 37,6 Prozent zwar höher aus. Dennoch kämpft fast ein Viertel der jüngeren Erwachsenen mit Hörproblemen.
Das hat weitreichende Folgen, denn Hören ist eine grundlegende Voraussetzung für die Teilnahme am Alltag. Ein vermindertes Hörvermögen schränkt das körperliche, emotionale und soziale Wohlbefinden oft deutlich ein und kann unbehandelt zu sozialer Isolation führen.
Menschen mit unversorgtem Hörverlust fühlen sich häufiger einsam. Gleichzeitig tragen laut Studie nur 5,4 Prozent der Befragten ein Hörgerät. Als Arbeitgeber können Sie an dieser Stelle gezielt unterstützen. Bieten Sie Ihrer Belegschaft Hörtests und eine professionelle Beratung an.
Gerne berät Sie Ihre AOK zu Kooperationen und ermöglicht individuelle Sonderkonditionen.
Stufe für Stufe zu mehr Energie im Alltag
Treppensteigen kann als Baustein eines entwickelten betrieblichen Gesundheitsmanagements Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung sein. Die überraschend einfache Idee hat dabei enorme Auswirkungen. Das belegt eine im August 2026 bei Springer Nature veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse. Die Forschenden werteten darin neun Studien mit insgesamt rund 480.000 Patientendaten aus. Das klare Ergebnis: Wer regelmäßig Treppen steigt, senkt sein Risiko für kardiovaskulär bedingte Todesfälle um 39 Prozent und verringert das Gesamtsterberisiko um 24 Prozent. Gut sichtbare Hinweise zur Treppennutzung und kleine Anreize für kurze Bewegungspausen helfen dabei, Mitarbeitende zur Treppennutzung anzuregen.
Mehr zu kleinen Gesundheitsimpulsen und Nudges im Arbeitsalltag
Orgatec 2026: Arbeitsräume für gutes Teamwork
Das Büro erfindet sich neu. Wer Talente heute gewinnen und halten will, benötigt Räume, die Begegnungen schaffen und den Teamgeist stärken. Wie das in der Praxis gelingt, macht die ORGATEC (27. bis 30. Oktober in Köln) erlebbar. Das Leitmotiv „From rooms tu relationships“ ist dabei Programm.
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Viel Luft nach oben: Warum Familienfreundlichkeit in Unternehmen zum Erfolgsfaktor wird
Eine neue Studie („Wie frauen- und familienfreundlich sind Unternehmen in Deutschland 2026?“) liefert einen klaren Weckruf: Die meisten der befragten HR-Experten stellen ihrem eigenen Unternehmen gerade einmal die Note „befriedigend“ aus.
Dabei werden ein klares Commitment des Top-Managements und konkrete Unterstützungsangebote passend zu den frauenspezifischen Lebens- und Gesundheitsphasen als entscheidende Hebel bewertet.
Erschreckend: Lebensphasen wie Schwangerschaft, Elternzeit oder Menopause werden noch von 51 Prozent der Unternehmen als Karriererisiko eingeschätzt. Allerdings sehen 75 Prozent der Befragten Nachbesserungsbedarf im eigenen Haus.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie eine gesunde Life Balance fördern und warum Familienfreundlichkeit den wirtschaftlichen Erfolg aktiv steigert. Nutzen Sie dafür auch unser Seminarvideo zum Thema Frauengesundheit in der Arbeitswelt (Fokus Wechseljahre) mit vielen Expertentipps.
Stand
Erstellt am: 15.10.2026
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