AOK im Ohr – der Arbeitgeberpodcast Folge 5

Die Corona-Pandemie bringt für Beschäftigte viele Herausforderungen mit sich – von der Kinderbetreuung bis zur Sorge, sich mit Covid 19 anzustecken. In der fünften Folge erklärt Thomas Röder, wie er als Filialleiter bei der Drogeriekette Rossmann sein Team durch einen gesunden Führungsstil zusammengeschweißt und beflügelt hat.

Mit Mitarbeitern im Gespräch bleiben

Während der Corona-Krise haben Führungskräfte wie Thomas Röder mit ganz neuen Themen zu kämpfen: Hygieneregeln, die eingehalten werden müssen, die Maskenpflicht, Umsatzeinbrüche. Umso wichtiger ist es, seine Mitarbeiter in diesen Zeiten gesund zu führen. Dazu gehören gesunde Arbeitsbedingungen und optimierte Arbeitsabläufe ebenso wie der sensible Umgang mit Risikogruppen, engmaschige Teamsitzungen und wertschätzende Mitarbeitergespräche. Wer individuell auf seine Beschäftigten eingeht, der erlebt – so Röders Erfahrung – wie das Team enger zusammenrückt und sich gegenseitig bei der erfolgreichen Arbeit unterstützt.

Podcast
AOK im Ohr – der Arbeitgeberpodcast: Folge 5
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Die Corona-Pandemie bringt für Beschäftigte viele Herausforderungen mit sich. In der fünften Folge erklärt Thomas Röder, wie er als Filialleiter bei Rossmann sein Team durch einen gesunden Führungsstil zusammengeschweißt und beflügelt hat.

Moderatorin: Die moderne Arbeitswelt verändert alle Strukturen – und Corona verändert die Arbeitswelt. Für Arbeitgeber und Führungskräfte stellen sich viele Herausforderungen, wie zum Beispiel der Infektionsschutz im Betrieb oder die Stressprävention. Führungsaufgaben müssen neu gedacht werden, damit ein gesundes Arbeiten jetzt und in Zukunft gesichert ist.

Wie gelingt gesundes Führen in Zeiten der Corona-Krise? Wir sprechen mit einem Mann aus der Praxis: Thomas Röder, Verkaufsstellenverwalter bei der Drogeriekette Rossmann.

Herr Röder, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Telefonat nehmen. Würden Sie sich bitte kurz vorstellen?

Röder: Natürlich, gern. Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet, Vater einer Tochter und arbeite nun schon seit 14 Jahren bei der Rossmann GmbH – davon fünf Jahre als Verkaufsstellenverwalter. Seit vier Jahren leite ich die Filiale im Bahnhof Hannover und bin damit für das komplette Personalwesen hier zuständig.

Moderatorin: Was bedeutet für Sie gesunde Führung?

Röder: Gesunde Führung ist ein großer Begriff. Das sind jede Menge Aufgaben, die dazu gehören. Natürlich ist es meine Aufgabe, dass die Arbeit in der Verkaufsstelle gut organisiert und erledigt wird. Ich halte es aber für ebenso wichtig, dabei gesunde, motivierte und zufriedene Mitarbeiter zu haben. Dazu gehören für mich gesunde Arbeitsbedingungen und optimierte Arbeitsabläufe sowie Teamsitzungen und Mitarbeitergespräche.

Moderatorin: Was hat sich in Ihrem Unternehmen, also bei der Firma Rossmann, durch die Pandemie verändert?

Röder: Das war absolut spannend für uns. Wir haben mit ganz neuen Themen zu kämpfen: Hygieneregeln, die eingehalten werden müssen. Die Maskenpflicht der Kunden. Umsatzeinbrüche. Nach Bedarf mussten Mitarbeiter versetzt werden – natürlich in einem fairen Rahmen. Das war immer ganz wichtig und hat natürlich in Gesprächen stattgefunden. Das Unternehmen ist durch die gute Zusammenarbeit jetzt auch nochmal richtig zusammengerückt, egal ob Zentrale oder Verkaufsstellenmitarbeiter. Das hat mir sehr gut gefallen.

Moderatorin: Wie haben Sie gesunde Führung in Zeiten Coronas umgesetzt?

Röder: Dafür war die oberste Grundlage eine richtig gute Kommunikation: Ich habe deutlich mehr Teamsitzungen gemacht und viele Einzelgespräche geführt. Man hat eben festgestellt – jeder hat sein Päckchen zu tragen in der Pandemie – dazu gehören beispielsweise die Kinderbetreuung, die Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger oder auch die Kurzarbeit des Partners. Es kam viel zusammen und jeder Mitarbeiter hat seine Herausforderungen. Darauf sind wir individuell eingegangen.

Moderatorin: Verstehe, eine gesunde Kommunikation ist also das A & O! Wie haben Ihre Mitarbeiter auf diese Gespräche reagiert?

Röder: Das war für mich als Führungskraft richtig toll, zu sehen, dass Mitarbeiter sehr dankbar waren, weil ihr Arbeitgeber die Probleme und Sorgen angehört und auch konkret unterstützt hat. Gesundes Führen zahlt sich im Übrigen aus: Wir haben einen deutlichen niedrigeren Krankenstand gehabt als vor der Pandemie.

Moderatorin: Gerade für Risikogruppen in der Belegschaft war es sicher eine besondere Herausforderung, hier „den richtigen Ton“ zu treffen“. Wie sind Sie mit diesen Situationen umgegangen?

Röder: Ich war während der Pandemie selbst Risikogruppe – ich habe mit Bluthochdruck und Diabetes zu kämpfen und habe vorher schon angefangen, auf mich und meine Gesundheit zu achten und dazu beizutragen, bei meiner Arbeit gesünder zu führen. Dadurch war es für mich vielleicht einfacher, sensibel mit dem Thema und Mitarbeitern aus Risikogruppen umzugehen.

Moderatorin: Lassen Sie uns einen Blick zurückwerfen. Welches Fazit ziehen Sie aus den Entwicklungen der letzten Monate?

Röder: Gesund führen ist für mich immer wichtiger geworden. Ich habe ja auch die AOK Module zum „Gesund Führen“ genutzt und da einiges rausgezogen. Ich konnte Probleme besser lösen und Situationen ganz anders einschätzen und aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Wir sind als Team deutlich enger zusammengerückt und in dieser Situation wirklich über uns hinausgewachsen. Weil ein sehr enger Zusammenhalt entstanden ist und das Arbeiten nochmal spannender und besser geworden ist. Mit guter gesunder Führung kann man also sehr viel erreichen. Es gibt zwei Module, die ich besonders gut fand beim „Gesund führen“. Das war Modul 1: „Ich als Unterstützer“ und Modul 5 „Ich als Vorbild“. Man lernt in den Modulen nach und nach, sich selbst zu reflektieren und vor allem, dem Mitarbeiter zuzuhören und auf Probleme einzugehen. Das war sehr spannend. Da konnte ich viel rausziehen und auch tatsächlich umsetzen.

Moderatorin: Herr Röder, ganz herzlichen Dank für Ihre Schilderungen. Ihnen und Ihren Mitarbeitern alles Gute für die nächste Zeit.

Röder: Sehr gern - danke!

Liebe Zuhörer!

Möchten Sie sich für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter engagieren und für ein gutes Betriebsklima sorgen? Die AOK unterstützt Betriebe dabei ganz gezielt – zum Beispiel mit dem Onlineprogramm „Gesund führen“. Schauen Sie einfach auf dem AOK-Arbeitgeberportal unter „Betriebliche Gesundheit“ nach – oder sprechen Sie Ihren Firmenkundenberater an.

Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

Über den Experten

Thomas Röder, 36 Jahre, arbeitet seit 14 Jahren bei der Rossmann GmbH – davon fünf Jahre als Verkaufsstellenverwalter. Seit vier Jahren leitet er die Filiale im Bahnhof Hannover und ist unter anderem für das Personalwesen zuständig.

aok.de
AOK-Programm Gesund führen

Das AOK-Programm Gesund führen unterstützt Führungskräfte dabei, ihre Mitarbeiter gesund zu führen und ihre innere Balance zu finden.

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